
Polizei evakuiert 300 Schüler und Mitarbeiter in Goldach nach Schussgerüchten
Die Kantonspolizei St. Gallen setzte am Freitagabend taktische Einheiten an der Sekundarschule Wartegg ein, sicherte das Gebäude und brachte rund 300 Personen ins Freie – Verletzte gab es keine.
Schneller Polizeieinsatz an der Schule Wartegg
Beamte der Kantonspolizei St. Gallen rückten am Freitagabend, dem 4. September 2026, in großer Zahl am Oberstufenzentrum Wartegg in Goldach aus. Der Einsatz begann kurz nach 22:00 Uhr, nachdem mehrere Notrufe in der kantonalen Einsatz- und Meldezentrale eingegangen waren. Ersthelfer und spezialisierte taktische Einheiten mit Nachtsichtgeräten sicherten den unmittelbaren Bereich um den Schulkomplex. Anwohner berichteten, mehrere Schüsse gehört zu haben; gleichzeitig gab es erste Hinweise, dass ein mit einem Messer bewaffneter Mann in der Nähe des Gebäudes gesehen worden sei. Polizeisprecherin Natascha Scherrer bestätigte, dass ein starkes Polizeiaufgebot vor Ort sei, um die Lage zu bewältigen und im Umfeld eine aktive Fahndung durchzuführen. Der Einsatz fiel mit einem laufenden Dorffest in Goldach zusammen, was zusätzlichen Fußgängerverkehr und logistische Komplexität in den umliegenden Straßen verursachte.
Evakuierung von Schülern und Lehrkräften
Der Polizeieinsatz unterbrach eine Schülerparty, die am Freitagabend in der Sekundarschule stattfand. Als Schutzmaßnahme sammelten die Einsatzkräfte rund 300 Schüler und Lehrkräfte in dafür vorgesehenen Räumen im Schulgebäude Wartegg. Polizeibeamte betreuten und beaufsichtigten alle im Gebäude untergebrachten Personen kontinuierlich, während taktische Teams das Gebäude durchsuchten und die Sicherheit im Inneren bestätigten. Anschließend organisierte die Kantonspolizei eine geordnete, begleitete Evakuierung, um sicherzustellen, dass alle 300 Anwesenden das Gelände unter Polizeischutz verlassen und sicher nach Hause zurückkehren konnten. Die Beamten richteten Sicherheitskontrollpunkte an den wichtigsten Zufahrtswegen zum Campus ein, um die Bewegung der Evakuierten vom Ort weg zu koordinieren.
- Im Schulhaus Wartegg findet eine Schulparty statt, zeitgleich mit einem nahegelegenen Dorffest in Goldach.
- Die Kantonspolizei setzt Spezialeinheiten ein, nachdem Notrufe über Schüsse und eine bewaffnete Person eingegangen sind.
- Die Polizei bringt rund 300 Schüler und Lehrkräfte im Schulgebäude in Sicherheit und bestätigt, dass es keine Verletzten gibt.
Überprüfung der Notrufmeldungen
Die Kantonspolizei St. Gallen veröffentlichte gegen 22:30 Uhr eine offizielle Stellungnahme, in der sie bestätigte, dass ein umfangreicher Sicherheitseinsatz in der Gemeinde noch andauere. Die Behörden meldeten, dass weder Schüler, Lehrkräfte noch Einsatzkräfte während des Vorfalls und der anschließenden Evakuierung verletzt worden seien. Die Polizeieinsatzzentrale habe im Laufe des Abends mehrere unterschiedliche Notrufe erhalten, was die Ermittler veranlasste, ein sofortiges Überprüfungsverfahren einzuleiten, um die Gültigkeit jeder einzelnen Meldung zu prüfen. Obwohl erste Zeugenaussagen von Schüssen sprachen, erklärte ein Polizeimedienbeauftragter auf Nachfrage, dass tatsächlich keine Schüsse abgegeben worden seien. Die Polizei teilte mit, dass weitere öffentliche Informationen veröffentlicht würden, sobald die Ermittlungsteams die genauen Umstände überprüft hätten, die den Polizeieinsatz ausgelöst hatten.
Anweisungen der Schule und Auswirkungen auf die Gemeinde
Die Schulleitung leitete sofort nach Eintreffen des Polizeiaufgebots auf dem Schulgelände eine Notfallkommunikation mit den Familien ein. Die Schulleitung wies die Eltern an, nicht zum Oberstufenzentrum zu fahren, und bat sie, die Straßen für die anrückenden Polizei- und Rettungsfahrzeuge freizuhalten. Anwohner beschrieben die Atmosphäre im Viertel als verwirrend, da die Schulparty mit dem nahegelegenen Goldacher Dorffest zusammenfiel. Polizeibeamte führten in der gesamten Nachbarschaft umfangreiche Kontrollen durch, um mögliche Gefahren zu überprüfen, und waren gleichzeitig in der Nähe öffentlicher Versammlungsorte präsent. Die Kantonspolizei setzte ihre Einsatz- und Ermittlungsmaßnahmen bis spät in die Freitagnacht fort, um zu klären, wie die Meldungen über Waffen entstanden waren.


