
Polnische Polizei und ABW beschlagnahmen Schusswaffen bei Razzia in Warschau gegen drei russische Staatsangehörige
Polnische Polizei und Beamte des Inlandsgeheimdienstes haben drei russische Staatsbürger festgenommen und drei Schusswaffen bei einer Razzia in einer Wohnung im Warschauer Bezirk Wola beschlagnahmt.
Polizeieinsatz und Waffenbeschlagnahme
Beamte der Hauptstadtdienststelle zur Bekämpfung von Kriminalterror und Totschlag in Zusammenarbeit mit dem Anti-Terror-Zentrum der Inlandsicherheitsbehörde (ABW) drangen am Wochenende des 22.–23. August 2026 in eine Wohnung im Warschauer Bezirk Wola ein. Der Einsatz folgte auf Hinweise, dass eine organisierte kriminelle Gruppe an dem Ort aktiv sei. Da die Strafverfolgungsbehörden damit rechneten, dass die Bewohner bewaffnet sein könnten, führten taktische Einheiten den Zugang unter strengen Sicherheitsvorkehrungen durch. Die Beamten sicherten die Räumlichkeiten und nahmen drei russische Staatsbürger tschetschenischer Herkunft im Alter von 21, 25 und 42 Jahren fest.
Bei einer Durchsuchung der Innenräume entdeckten Ermittler drei Schusswaffen sowie passende Munition, die in einem Schlafzimmerschrank versteckt waren. Bei zwei der sichergestellten Waffen waren die Werksseriennummern absichtlich unkenntlich gemacht worden.
Jacek Wiśniewski, Pressesprecher der Warschauer Polizeidirektion, erläuterte den Einsatz in einer offiziellen Stellungnahme:
Aufgrund des hohen Risikos, dass die Männer bewaffnet sein könnten, wurde der Zugang zur Wohnung in Warschau-Wola mit besonderen Vorsichtsmaßnahmen durchgeführt.
Rechtsverfahren und Untersuchungshaft
Die Beamten brachten die drei Männer zur Warschauer Polizeidirektion für formelle Vernehmungen und Verfahrensschritte. Die Staatsanwaltschaft Warschau-Wola prüfte die Beweise und erhob Anklage gegen den 42-jährigen Verdächtigen wegen unerlaubten Besitzes von Schusswaffen und Munition. Nach dem polnischen Strafgesetzbuch wird illegaler Waffenbesitz mit einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu acht Jahren bestraft. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete das Bezirksgericht die Untersuchungshaft für den 42-Jährigen für die Dauer von drei Monaten an.
Die beiden anderen Personen wurden nach separaten rechtlichen Rahmenbedingungen behandelt. Die polnischen Behörden leiteten ein offizielles Ausweisungsverfahren gegen den 25-jährigen russischen Staatsbürger ein, um ihn des Landes zu verweisen. Der Jüngste der Gruppe, ein 21-jähriger Mann, sagte als Zeuge aus und wurde ohne Anklage aus dem Polizeigewahrsam entlassen. Forensische Spezialisten erhielten die beschlagnahmten Schusswaffen, um festzustellen, ob die Waffen funktionsfähig sind und ob ballistische Untersuchungen sie mit früheren ungeklärten Straftaten in Verbindung bringen.
- Polizei- und ABW-Beamte durchsuchen die Wohnung in Wola, nehmen drei Männer fest und beschlagnahmen drei Schusswaffen.
- Warschauer Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigen die dreimonatige Untersuchungshaft des 42-jährigen Verdächtigen und die Abschiebung des 25-Jährigen.
Identifizierte Verdächtige und offizielle Reaktion
Nach inoffiziellen Informationen von RMF FM handelt es sich bei dem 42-jährigen festgenommenen Verdächtigen um Asłambiek S., einen russischen Mixed-Martial-Arts-Kämpfer tschetschenischer Herkunft, der Polen bei Profikämpfen vertreten hat. Asłambiek S. ist ein ehemaliger KSW-Weltergewichtschampion und Turniergürtelgewinner. Er ist zudem ein Cousin von Mamed Ch., einem bekannten MMA-Athleten, der im Juli 2026 zu einer Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten sowie einer Geldstrafe von 280.000 Polnischen Złoty verurteilt wurde. Diese Verurteilung betraf den Erwerb oder den Versuch des Erwerbs gestohlener Luxusfahrzeuge, darunter Modelle wie BMW M6 GT, Porsche Panamera und BMW 750 xDrive, in Polen und Tschechien.
Die Unterinspektorin Monika Kaczyńska vom Presseteam der Warschauer Polizeidirektion und Innenminister Marcin Kierwiński bestätigten den gemeinsamen Einsatz am 27. August 2026 öffentlich. Kierwiński veröffentlichte eine Nachricht auf der Social-Media-Plattform X, in der er die Warschauer Polizei und die ABW-Beamten für die Durchführung des Einsatzes lobte.


