
Polen unterzeichnet Vereinbarung zur Vorbereitung des zweiten Kernkraftwerks – Bełchatów und Konin weiterhin bevorzugt
Das Energieministerium, PEJ und PGE haben am Dienstag, dem 13. Oktober, eine Vereinbarung unterzeichnet, mit der PEJ Investor und Koordinator wird und PGE die Standortanalysen und Machbarkeitsstudien übernimmt. Das aktualisierte nationale Kernenergieprogramm sieht die Auswahl eines Technologiepartners im Jahr 2027 vor, mit Baubeginn um 2032.
Rollen in der Vereinbarung
Am Dienstag, dem 13. Oktober, unterzeichneten das Energieministerium, Polskie Elektrownie Jądrowe (PEJ) und PGE Polska Grupa Energetyczna eine Vereinbarung, die die Regeln der Zusammenarbeit bei der Vorbereitung des Baus des zweiten polnischen Kernkraftwerks festlegt. Demnach fungiert PEJ als Investor und Projektkoordinator. PGE, die dem Ministerium für Staatsvermögen untersteht, wird gemeinsam mit potenziellen Technologielieferanten vorläufige Machbarkeitsstudien erstellen und die erforderlichen Analysen der in Betracht gezogenen Standorte durchführen. Erklärtes Ziel ist es, die Ressourcen beider Unternehmen bei der Umsetzung des Programms optimal zu nutzen.
Energieminister Miłosz Motyka gab die Unterzeichnung bekannt und schrieb auf der Plattform X:
Polen ist die 20. Volkswirtschaft der Welt, doch unsere Ambitionen reichen höher. Ohne Kernenergie wird es keine starke, unabhängige Wirtschaft geben. Wir bauen bereits das erste Kernkraftwerk, und parallel beschleunigen wir die Vorbereitungen für das zweite.
Zeitplan und Auswahlverfahren
Das von der Regierung verabschiedete aktualisierte Programm der polnischen Kernenergie sieht vor, im Jahr 2027 einen strategischen Partner und Technologielieferanten für das zweite Kraftwerk auszuwählen. Der Baubeginn ist für etwa 2032 geplant, der erste Kraftwerksblock soll um 2040 den Betrieb aufnehmen. Ein wettbewerblicher Dialog zur Auswahl des Technologielieferanten und des Investitionsunternehmers läuft, an dem die Vereinigten Staaten, Frankreich und Kanada beteiligt sind. Das Ministerium bezeichnet diesen Prozess als die Phase, in der entschieden wird, wer die Technologie liefert und das Kraftwerk baut.
- Auswahl des strategischen Partners und Technologielieferanten
- Geplanter Baubeginn, etwa 2032
- Erster Kraftwerksblock soll um 2040 den Betrieb aufnehmen
Kandidatenstandorte
Bełchatów und Konin bleiben die bevorzugten Standorte für das zweite Kraftwerk. Die endgültige Entscheidung wird der Investor nach detaillierten Analysen und Feldstudien treffen. Die Standortauswahl wird in den Quellen als eine der wichtigsten Vorbereitungsphasen des Projekts beschrieben, das nach Angaben der Regierung die Energiesicherheit des Landes stärken soll.
Heimische Industrie
Der Minister sagte, polnische Unternehmen, Beschäftigte und die Industrie sollten vom Ausbau der Kernenergie bereits ab der Vorbereitungsphase profitieren. In derselben Erklärung fügte er hinzu:
Wir bündeln die Kompetenzen beider Unternehmen, damit wir die Investition effizient vorbereiten können. Wir wollen, dass polnische Unternehmen, Beschäftigte und die Industrie vom Ausbau der polnischen Kernenergie profitieren. Das ist eine Investition in unsere Sicherheit, Souveränität und wirtschaftliche Entwicklung.
Das erste Kraftwerk in Choczewo
Polens erstes Kernkraftwerk entsteht in der pommerschen Gemeinde Choczewo. Investor ist PEJ, Auftragnehmer ist ein Konsortium der amerikanischen Firmen Westinghouse und Bechtel. Der erste Reaktor, der auf der AP1000-Technologie von Westinghouse basiert, soll 2036 den Betrieb aufnehmen, die nächsten beiden Blöcke sind für 2037 und 2038 geplant. Diese Termine gelten nur für das erste Kraftwerk und nicht für das zweite.

