
Polen stellt strafrechtliche Ermittlungen zu niederländischem F-35-Raketentreffer auf Haus in Wyryki ein
Die Staatsanwaltschaft Lublin stellte ihre Ermittlungen zu einem AIM-9X-Raketentreffer ein, der ein Haus in Wyryki-Wola zerstörte, und befand, dass die Militärangehörigen im Rahmen ihrer rechtlichen Befugnisse gehandelt hatten.
Ermittlungen ohne Anklage eingestellt
Am 10. September 2026 gab die Staatsanwaltschaft Lublin die Einstellung ihrer Ermittlungen zu dem Raketentreffer bekannt, der ein Wohnhaus in Wyryki-Wola getroffen hatte. Der Vorfall ereignete sich genau ein Jahr zuvor während eines nächtlichen Militäreinsatzes zum Abfangen eingehender unbemannter Luftfahrzeuge. Die Staatsanwälte kamen zu dem Schluss, dass die Handlungen der Befehlshaber und Piloten gemäß Artikel 17 Absatz 1 Punkt 2 der polnischen Strafprozessordnung keine Straftat darstellten. Die Ermittler stellten fest, dass die Militärangehörigen im Rahmen ihrer gesetzlichen Pflichten und offiziellen Befugnisse gehandelt hatten. Sprecher Marcin Kozak bestätigte, dass der Fall formell ohne Anklage gegen irgendwelche Dienstmitglieder geschlossen wurde.
Das Drohneneindringen und der Abfang
Der Abfangeinsatz fand in der Nacht vom 9. auf den 10. September 2025 statt, als drei unbemannte Luftfahrzeuge aus Belarus in der Region Wyryki in den polnischen Luftraum eindrangen. Polnische F-16 und niederländische F-35-Kampfjets wurden alarmiert, um den Luftraum zu sichern, und feuerten insgesamt drei Luft-Luft-Raketen ab. Der operative Befehlshaber der Streitkräfte, General Maciej Klisz, erteilte den Befehl zur Neutralisierung der Ziele aufgrund einer unmittelbaren Bedrohung der Staatssicherheit. Während des Einsatzes verfehlte eine von einer niederländischen F-35 abgefeuerte AIM-9X Sidewinder Block II-Rakete ihr Ziel und traf das Dach eines Wohnhauses. Staatsanwalt Marcin Kozak erläuterte den operativen Kontext des Einsatzes.
In dieser Nacht operierten verschiedene Jagdfliegerpaare in diesem Gebiet. Wir stellten fest, dass das Dach des Gebäudes von einer AIM-9X Sidewinder Block II-Rakete getroffen wurde, die vom Piloten eines F-35-Kampfjets, einem niederländischen Piloten, abgefeuert wurde. Es war eine unbeabsichtigte Handlung; der Befehl wurde vom operativen Befehlshaber der Streitkräfte erteilt. Er erfolgte gemäß den Verfahren. Der Schuss wurde im Rahmen taktischer Verfahren abgegeben, die darauf abzielten, Wohngebiete der Bevölkerung vor eingehenden Drohnen zu schützen.
Forensische Befunde und rechtliche Rechtfertigung
Eine ballistische Analyse des forensischen Labors der Militärgendarmerie ergab, dass die strukturelle Zerstörung durch die Detonation des Sprengkopfes der Rakete beim Aufprall verursacht wurde. Sowohl F-16- als auch F-35-Flugzeuge führen ähnliche Munition, insbesondere AIM-120 AMRAAM C7- und AIM-9X-Varianten, was zunächst die Identifizierung der Abschussplattform erschwerte. Kommandologbücher und Aussagen des Luftverteidigungsdiensthabenden bestätigten, dass der niederländische Pilot streng nach den Befehlen des operativen Befehlshabers handelte. Die Staatsanwälte stellten fest, dass das Ereignis zwar die formalen Kriterien der Herbeiführung einer öffentlichen Gefahr erfüllte, die gesetzliche Pflichtverteidigung jedoch die strafrechtliche Rechtswidrigkeit ausschloss. Die Staatsanwaltschaft beschrieb den rechtlichen Rahmen der Befehlsentscheidung.
Der Befehl zur Neutralisierung der Objekte erfolgte gemäß den Verfahren und dem Grundsatz des Vorrangs des Schutzes menschlichen Lebens. Der daraus resultierende Sachschaden in Wyryki-Wola war eine unvermeidbare Kollateralfolge einer dynamischen Reaktion auf eine unmittelbare Bedrohung der Staatssicherheit.
Sachschaden und Wiederaufbau
Die Raketenexplosion zerstörte das Dach und die Wände des Wohnhauses von Alicja und Tomasz Wesołowski und beschädigte ein Nebengebäude, angrenzende Gebäude von drei Familien sowie zwei private Personenkraftwagen. Keine Bewohner oder Militärangehörigen erlitten bei der Explosion körperliche Verletzungen. Nach bautechnischen Bewertungen wurde das beschädigte Haus im März 2026 vollständig abgerissen. Das Ministerium für Nationale Verteidigung übernahm die Verantwortung für den Unfall und überwachte und finanzierte den vollständigen Wiederaufbau des Anwesens. Die Familie Wesołowski soll vor Ende 2026 in ihr neu aufgebautes Haus zurückkehren.
- An air-defense missile from a Dutch F-35 strikes a house in Wyryki-Wola during a drone interception.
- The damaged residential building is dismantled ahead of state-funded reconstruction.
- Displaced homeowners Alicja and Tomasz Wesołowski are visited as rebuilding continues.
- The Lublin District Prosecutor's Office officially discontinues the criminal investigation.
- The Wesołowski family is scheduled to return to their rebuilt residence.

