Film & Medien · Warschau, Breslau und Cannes

Polen wählt Paweł Pawlikowskis 'Fatherland' als offiziellen Oscar-Kandidaten

Ein neunköpfiges Auswahlkomitee wählte einstimmig Paweł Pawlikowskis Nachkriegsdrama 'Fatherland' als polnischen Beitrag für die Kategorie 'Bester internationaler Film' bei den Oscars 2027.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von TVN24, Deadline, wnp.pl und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Gabriel Hutchinson / WikiPortraits, CC BY-SA 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 2019'Cold War' erhält drei Oscar-Nominierungen, darunter für die beste Regie
  2. Mai 2026'Fatherland' feiert Premiere im Wettbewerb von Cannes und gewinnt den Regiepreis
  3. 18.09.Polen wählt 'Fatherland' als offiziellen Beitrag für die Academy Awards

Entscheidung des Auswahlkomitees

Ein neunköpfiges Auswahlkomitee, das vom Polnischen Filminstitut berufen und vom Produzenten Jan Naszewski geleitet wurde, wählte am 18. September 2026 einstimmig Paweł Pawlikowskis „Fatherland“ (Ojczyzna) aus. Das Komitee bewertete sieben eingereichte polnische Filme, darunter Werke von Jan Holoubek, Piotr Domalewski und Michał Marczak. Die Mitglieder beschrieben das Werk als eine vollständige, multidimensionale künstlerische Errungenschaft, die narrative und visuelle Kunstfertigkeit durch die Beiträge polnischer Filmkünstler vereint.

Besetzung, Handlung und regionale Produktion

Geschrieben von Pawlikowski und Henk Handloegten, dreht sich „Fatherland“ um den Nobelpreis-gekrönten deutschen Autor Thomas Mann, gespielt von Hanns Zischler, und seine Tochter Erika, dargestellt von Sandra Hüller. Die Handlung spielt im Sommer 1949, sechzehn Jahre nachdem Mann Deutschland verlassen hatte, und zeigt Vater und Tochter, die in einem schwarzen Buick durch ein geteiltes Land reisen, vom amerikanisch verwalteten Frankfurt ins sowjetisch kontrollierte Weimar, um an der Zweihundertjahrfeier von Goethes Geburtstag teilzunehmen. Zum weiteren Cast gehören August Diehl als Klaus Mann, Devid Striesow und Anna Madeley.

Pawlikowski arbeitete mit seinem bewährten Technikteam zusammen, darunter Kameramann Łukasz Żal, Kostümbildnerin Aleksandra Staszko, Editor Piotr Wójcik sowie Szenenbildnerinnen Katarzyna Sobańska und Marcel Sławiński. Obwohl die Handlung in Deutschland spielt, fanden die Dreharbeiten hauptsächlich in Polen in Niederschlesien statt. Im WFF-Wrocław-Filmstudio wurde das Innere von Manns Nachkriegshaus in Los Angeles nachgebaut, während Außenszenen an Originalschauplätzen in Legnica, Wałbrzych, Ludwikowice Kłodzkie und einer Glashütte in Pieńsk gedreht wurden.

Internationale Anerkennung und Cannes-Preis

„Fatherland“ feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Internationalen Filmfestspiele von Cannes im Mai 2026, wo Pawlikowski ex aequo den Preis für die beste Regie erhielt. Der Film wurde als multinationales Gemeinschaftsprojekt von Unternehmen aus Polen, Deutschland, Frankreich und Italien produziert; den US-Vertrieb sicherte sich Mubi. Nach seiner internationalen Festivaltournee ging der Film in den Hauptwettbewerb des 51. Polnischen Filmfestivals in Gdynia, wo er um die Goldenen Löwen konkurrierte.

„Wie meine früheren Filme thematisiert auch „Fatherland“ die Wirren der Geschichte, das Exil und unsere Zugehörigkeit. Es verbindet einen dramatischen historischen Moment mit einer ganz besonderen menschlichen Geschichte.“

Paweł Pawlikowski, Regisseur und Co-Autor von 'Fatherland'

Trilogie-Abschluss und Produzentenportfolio

Das Drama vervollständigt eine informelle Nachkriegstrilogie von Pawlikowski, die mit „Ida“ und „Cold War“ begann. Der Filmwissenschaftler und Kritiker Michał Oleszczyk bezeichnete die Auswahl als erwarteten und passenden Schritt für den Regisseur, wies jedoch auf die Konkurrenz in der internationalen Kategorie durch den spanischen Beitrag „La Bola Negra“ hin.

Für die Produzentin Ewa Puszczyńska von Extreme Emotions ist „Fatherland“ der fünfte Spielfilm in ihrer Karriere, der in der Kategorie „Bester internationaler Film“ bei den Academy Awards eingereicht wurde, nach „Ida“, „Cold War“, Jasmila Žbanićs „Quo Vadis, Aida?“ und Jonathan Glazers „The Zone of Interest“.

„Manche mögen denken, dass ich, weil es nicht mein erstes Mal ist, keine Emotionen mehr habe. Dabei habe ich riesige Emotionen, meine Stimme zittert und ich zittere am ganzen Körper.“

Ewa Puszczyńska, Produzentin von 'Fatherland' für Extreme Emotions

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

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