
Polen testet am Dienstag im Rahmen der Übung „ALARM-2026“ landesweit die Luftschutzsirenen
Am 21. Juli werden zwischen 7:00 und 19:00 Uhr in ganz Polen die Sirenen im Rahmen der Übung „ALARM-2026“ ertönen, um die Warn- und Alarmsysteme des Landes bei Luftangriffsdrohungen zu testen.
Was geplant ist
Am Dienstag, dem 21. Juli, führt Polen eine landesweite Übung unter dem Codenamen „ALARM-2026“ (oder „ALARM-26“, je nach Quelle) durch. Die vom Ministerium für Inneres und Verwaltung in Zusammenarbeit mit dem Regierungszentrum für Sicherheit (RCB) und dem Ministerium für Nationale Verteidigung organisierte Übung dauert von 7:00 bis 19:00 Uhr. Ihr erklärter Zweck ist es, die Wirksamkeit der Warnsysteme und Sicherheitsverfahren im Zusammenhang mit der Alarmierung der Bevölkerung vor Gefahren aus der Luft zu testen. Falls organisatorische oder technische Probleme die Durchführung der Übung am 21. Juli verhindern, wurde als Ausweichtermin der folgende Tag, der 22. Juli, zu denselben Uhrzeiten festgelegt.
Was die Bewohner hören werden
Während der Übung werden über die Sirenen zwei Arten von akustischen Alarmsignalen ausgestrahlt. Ein durchgehendes, moduliertes Sirenensignal von drei Minuten Dauer kündigt den Alarm an. Ein durchgehendes, gleichmäßiges Sirenensignal von drei Minuten Dauer signalisiert dessen Aufhebung. Diese Signale können im Laufe des Tages mehrmals ausgesendet werden. Die Behörden betonen, dass die Signale ausschließlich zu Übungszwecken dienen und keine echte Gefahr anzeigen.
Das Testen von Verfahren und Lösungen ist ein wichtiges Element des Systems, das der Gewährleistung einer umfassend verstandenen Sicherheit dient.
Wie die Bewohner vorab benachrichtigt werden
Bevor die Sirenen aktiviert werden, erhalten die Bewohner eine einmalige informative RCB-Warnung auf ihre Mobiltelefone. Die Nachricht wird nicht wiederholt. Zusätzliche Benachrichtigungen werden über die Anwendung des Regionalen Warnsystems (RSO) und über lokale Medien verbreitet. In Łódź ist der Versand der RCB-Warnung für Montag, den 20. Juli, einen Tag vor dem Ertönen der Sirenen, geplant.
Lokale Beteiligung und Systemprüfungen
Jede Woiwodschaft wird sich beteiligen, darunter Großstädte wie Warschau, Krakau, Łódź, Breslau und Stettin. Die Übung wird nicht nur die Verfahren überprüfen, sondern auch die Reaktion des Systems auf Überlastungen, das Risiko von Ausfällen sowie die Hörbarkeit und Wirksamkeit der Sirenen. In Stettin hat die Abteilung für Krisenmanagement und Zivilschutz die Bewohner gebeten, die Hörbarkeit der Sirenen per E-Mail zu melden, wobei sie ihren genauen Standort und angeben sollen, ob das Signal deutlich hörbar, schwach oder unhörbar war. Die Stadt betreibt derzeit 77 Sirenen und plant, in diesem Jahr 30 weitere zu installieren.
Informationen von den Bewohnern werden helfen, die Gebiete der Stadt zu identifizieren, in denen die Anzahl der Alarmsirenen im Rahmen des weiteren Ausbaus des Akustischen Alarmsystems der Stadt Stettin erhöht werden sollte.
Breslaus Investitionen in die Warninfrastruktur
Breslau hat sein Alarmsystem kontinuierlich ausgebaut. Allein im letzten Jahr gab die Stadt über 1,2 Millionen Złoty für neue Sirenen aus, weitere Investitionen sind geplant. Regelmäßige Übungen ermöglichen es der Stadt, den Systembetrieb zu überprüfen und die Bewohner darauf vorzubereiten, Signale bei tatsächlichen Notfällen richtig zu erkennen.
Was die Bewohner tun sollten
Die Behörden in allen Regionen bitten die Öffentlichkeit, Ruhe zu bewahren und beim Ertönen der Sirenen keine besonderen Maßnahmen zu ergreifen. Die Bewohner werden auch gebeten, Familie und Bekannte zu informieren, um unnötige Beunruhigung zu vermeiden. Die Übung wird als routinemäßiger Test beschrieben; ähnliche Übungen finden regelmäßig statt.
