
Tadej Pogacar gewinnt Auftaktzeitfahren der Vuelta a España in Monaco mit 0,09 Sekunden Vorsprung
Der slowenische Fahrer setzte sich auf dem 9,4 Kilometer langen Straßenkurs von Monte Carlo gegen Ethan Hayter durch, sicherte sich sein erstes rotes Führungstrikot und den 20. Saisonsieg des Jahres 2026.
Kampf auf dem Straßenkurs von Monaco
Tadej Pogacar gewann am Samstag die Auftaktetappe der Vuelta a España 2026 und schlug Ethan Hayter im Einzelzeitfahren in Monaco um neun Hundertstelsekunden. Beide Fahrer absolvierten den 9,4 Kilometer langen Kurs in 10 Minuten und 57 Sekunden, doch der Slowene sicherte sich den Tagessieg und das erste rote Führungstrikot. Die Strecke durch Monte Carlo umfasste 59 Höhenmeter und folgte teilweise der Formel-1-Grand-Prix-Strecke von der Casino-Steilrampe bis zum Ziel. Pogacar startete als vorletzter Fahrer, nachdem die morgendliche Hitze die frühen Regenschauer vertrieben hatte. Der in Monaco lebende Fahrer betonte, dass seine tägliche Vertrautheit mit den technischen Kurven eine entscheidende Rolle gespielt habe.
Es ist ein seltsames Gefühl, das Zeitfahren mit einem so knappen Vorsprung zu gewinnen. Ich habe nicht damit gerechnet. Ich bin sicher, dass ich diese 0,09 Sekunden gewonnen habe, als ich an meinem Haus vorbeigefahren bin, denn das war der technisch anspruchsvollste Teil der Strecke.
Britische Herausforderung und Tarling's Tribut
Die Decathlon-CMA-CGM-Fahrer Jordan Labrosse, Sander De Pestel, Oscar Chamberlain und Leo Bisiaux hielten während des ersten Teils der Etappe die Spitzenpositionen. Callum Thornley von Red Bull-Bora-hansgrohe verbesserte dann die Bestzeit, bevor Joshua Tarling von Netcompany Ineos mit 11:01 Minuten die provisorische Führung übernahm. Tarling startete acht Tage, nachdem sein Bruder Finlay bei einem Unfall während der Volta a Portugal ums Leben gekommen war. Hayter, der für Soudal Quick-Step fährt, senkte die Zeit bald auf 10:57 Minuten, bevor Pogacar die Sekunden egalisierte und ihn in den Hundertstelsekunden übertrumpfte.
Als ich zum Start fuhr, sah ich, dass Josh die beste Zeit hatte. Ich hätte ihm heute wirklich den Sieg gewünscht, ich habe für ihn gejubelt. Dann erreichte ich den Zwischenzeitpunkt und hörte einen anderen Namen: Es war Ethan Hayter, der drei Sekunden Vorsprung auf mich hatte.
- Tadej Pogacar
- 657 s
- Joshua Tarling
- 661 s
- Ivan Romeo
- 675 s
- Enric Mas
- 690 s
- Sepp Kuss
- 702 s
- Felix Gall
- 703 s
Zeitabstände in der Gesamtwertung
Der technische Kurs schuf bereits auf weniger als zehn Rennkilometern Abstände zwischen den Gesamtklassement-Anwärtern. Primož Roglič, der mit der Startnummer 1 als viermaliger Champion antrat, belegte mit 22 Sekunden Rückstand auf Pogacar (Startnummer 11) den 24. Platz. Carlos Rodríguez wurde mit 27 Sekunden Rückstand 34., während Matthias Skjelmose sieben Sekunden hinter Roglič ins Ziel kam. Richard Carapaz belegte mit 33 Sekunden Rückstand auf den Tagessieger den 52. Platz. Ivan Romeo beendete das Rennen mit 11:15 Minuten als bester Spanier auf Platz 19, Enric Mas fuhr 11:30 Minuten, Sepp Kuss 11:42 Minuten und Felix Gall 11:43 Minuten.
- Ethan Hayter
- 0.09 s
- Ivan Romeo
- 18 s
- Primož Roglič
- 22 s
- Carlos Rodríguez
- 27 s
- Richard Carapaz
- 33 s
Die Strecke voraus
Der Sieg bedeutete Pogacars 128. Karriereerfolg und seinen 20. Saisonsieg im Jahr 2026, einen Monat nach seinem fünften Tour-de-France-Titel. Rennleiter Javier Guillén stellte fest, dass die Medienakkreditierungen und die Fernsehberichterstattung nach Pogacars Teilnahmebestätigung am 3. August deutlich zugenommen haben. Das 21 Etappen umfassende Rennen bleibt für die nächsten zwei Tage in Frankreich, bevor es am Dienstag Andorra erreicht. Die Route 2026 führt durch den Mittelmeerbogen ohne Etappen in Kantabrien oder Madrid und endet am 13. September in Granada.


