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Kurz gefasst

  • CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 ermöglichen die Ausführung von Code aus der Ferne; NOS bewertete beide mit 9,2 auf einer Skala von 1 bis 10. Laut PHP Foundation erhalten nur PHP 8.2 und neuer noch Patches.

  • Finnland nahm alle Behördenwebsites offline, das französische Innenministerium meldete nicht erreichbare Seiten lokaler Verwaltungen. Auch die niederländische Cybersicherheitsbehörde ging vorsorglich offline.

  • Cloudflares Technologievorstand Dane Knecht sprach von ersten Angriffen, Sansec erwartete massenhafte Attacken innerhalb von 15 Minuten nach der Veröffentlichung. Matthijs Koot sagte, Exploit-Code zirkuliere bereits.

  • Die PHP-Entwickler bestätigten das Update am Mittwoch, 21. Oktober, laut NOS erschien es gegen vier Uhr nachmittags. Wordfence warnte, automatische Updates würden den Fix nicht einspielen.

Rotterdam
Rotterdam, Antwerpen · Niederlande, Belgien
Wie es dazu kam
  1. 20.10.PHP-Entwickler warnen vor zwei kritischen Lücken und kündigen einen Fix an
  2. Früher Mittwoch, 21. OktoberScreenshots mit Beschreibungen der Lücken erscheinen auf X, nachdem Details in einem Hackerforum veröffentlicht wurden
  3. 21.10.Behörden- und öffentliche Websites in ganz Europa gehen vorsorglich offline
  4. Mittwochnachmittag, 21. OktoberEntwickler bestätigen, dass ein Korrektur-Update verfügbar ist

Was passiert ist

Zwei kritische Schwachstellen in PHP, der Programmiersprache, auf der ein großer Teil des Webs basiert, veranlassten Administratoren in ganz Europa am Mittwoch, 21. Oktober, Websites offline zu nehmen. Die PHP-Entwickler hatten am Dienstag, 20. Oktober, gewarnt, dass ein Patch bevorstehe. Am frühen Mittwoch erschienen auf X Screenshots, die die Lücken beschrieben, nachdem Details in einem bekannten Hackerforum veröffentlicht worden waren; laut NRC ermöglichen diese Angaben Hackern den Versuch, die Lücke zu finden und auszunutzen. Die Entwickler bestätigten später, dass ein Korrektur-Update verfügbar sei, und NOS berichtete, es sei gegen vier Uhr nachmittags erschienen – zu einem Zeitpunkt, an dem die Lücke offenbar bereits seit Stunden ausgenutzt worden war.

Die Lücken

Die beiden Schwachstellen CVE-2026-109618 und CVE-2026-109619 werden laut N-tv unter dem Namen PHP2Shell geführt. Sie erlauben Kriminellen, aus der Ferne eigenen Code auf betroffenen Servern auszuführen, was die vollständige Kontrolle über eine Website oder Zugriff auf Kundendaten ermöglichen könnte. NOS bewertete jede Lücke mit 9,2 auf der CVE-Skala, die von 1 bis 10 reicht. Die PHP Foundation erklärte, die Lücken beträfen alle PHP-Installationen, die Webanfragen bedienen, bis zurück zu PHP 5 aus dem Juli 2004, doch nur PHP 8.2 und neuer erhielten noch Patches. Wordfence warnte, automatische Updates würden den Fix nicht einspielen, sodass Website-Betreiber klären müssten, wer PHP auf ihren Servern aktualisiert.

CVSS-Schweregrad der einzelnen PHP-LückenCVSS-Wert (von 10)
CVE-2026-1096189,2
CVE-2026-1096199,2
CVE-2026-109618
9.2 CVSS-Wert (von 10)
CVE-2026-109619
9.2 CVSS-Wert (von 10)

Daten aus dem Artikeltext

Behörden- und öffentliche Seiten gehen offline

Mehrere Regierungen handelten vorsorglich. Finnland nahm alle seine Behördenwebsites offline, während das französische Innenministerium mitteilte, die Websites der lokalen Verwaltungsstellen seien vorübergehend nicht erreichbar. In den Niederlanden gingen DigiD, Thuisarts.nl und die Website der Tweede Kamer offline, ebenso Teile des Nationalen Cybersicherheitszentrums (NCSC) sowie Seiten von Medien und Parteien. In Rotterdam waren die Informationsseite Rijnmond Veilig, der Verkehrsbetrieb RET und der Hafen Rotterdam offline; der Hafen erklärte, es gebe keine operativen Probleme. In Belgien waren die Schulplattform Smartschool, die Titel Libelle und Knack sowie mehrere Kliniken im Raum Antwerpen nicht erreichbar, während in Deutschland die Seiten Baden-Württembergs, der Stadt Mainz, der Berliner Charité und des Bundesbauministeriums abgeschaltet wurden. Auch die Wikimedia Foundation fuhr einige ihrer Systeme herunter.

Fix, Übergangslösungen und Warnungen

Dane Knecht, Technologievorstand von Cloudflare, erklärte auf X, das Unternehmen aktualisiere als Übergangslösung seine Firewall-Regeln.

„Wir sehen erste Angriffe aufkommen und passen die Gegenmaßnahmen an, sobald neue Angriffsvektoren auftauchen.“

Dane Knecht

Er betonte, diese Maßnahme sei nur vorübergehend, und drängte Betreiber, die Version zu installieren, sobald sie erscheine. Die Sicherheitsfirma Sansec schrieb vor den Fixes, sie erwarte massenhafte Angriffe innerhalb von 15 Minuten nach der Veröffentlichung. Die Sicherheitshinweise der PHP Foundation waren deutlich in der Bewertung der Optionen.

„Es gibt keine vollständigen Gegenmaßnahmen, das Update ist die einzige sichere Wahl.“

PHP Foundation

NOS merkte an, das Filtern verdächtigen Datenverkehrs könne nicht jeden Versuch stoppen, weshalb viele Betreiber ihre Seiten lieber abschalteten, als auf den Patch zu warten.

Reaktionen von Fachleuten

Lukasz Olejnik, unabhängiger Sicherheitsberater und Gast-Senior-Forschungsstipendiat am King's College London, brachte die Lage drastisch auf den Punkt.

„Das ist kein Probealarm.“

Lukasz Olejnik

Er verglich PHP mit kritischer Infrastruktur und warnte, Millionen Systeme könnten betroffen sein; der schlimmste Fall wären sich selbst verbreitende Schadprogramme über weite Teile des Internets. Matthijs Koot von Bureau Veritas Cybersecurity sagte am Mittwochmorgen, er habe seine eigene Website offline genommen, und Exploit-Code zirkuliere bereits. Der Internetexperte Bert Hubert sagte, offline zu sein sei besser als gehackt zu werden, und er unterstützte die Entscheidung, DigiD abzuschalten. Das Cybersicherheitsunternehmen Huntress schrieb, PHP sei überall zu finden, und verwies darauf, dass es WordPress-, Drupal-, Joomla- und Magento-Seiten, Shared-Hosting-Plattformen und viele Programme antreibe, die es nicht offen ausweisen.

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Heutiger Brief · 5 Min. zum AnhörenRussland lässt Stephen Hubbard bei Witkoff-Besuch freiLive · 5 ThemenUkraine-Friedensgespräche in Miami

Quellen und Kontext

  • The Independentvor 1 Std.Regierungsseiten wegen Sicherheitsbedenken bei Programmiersprache abgeschaltetGovernment sites down amid security concerns over programming language · Original auf Englisch
  • NRCvor 1 Std.Die Probleme rund um die Programmiersprache PHP werden als das schwerste Cyber-Leck seit Jahren bezeichnet. Was ist los?De problemen rond programmeertaal PHP worden het ernstigste cyberlek in jaren genoemd. Wat is er aan de hand? · Original auf Niederländisch
  • AD.nlvor 1 Std.Mehrere wichtige Websites in der Region Rijnmond offline: RET, Gemeinden und SicherheitsregionVerschillende belangrijke websites in de regio Rijnmond uit de lucht: RET, gemeenten en veiligheidsregio · Original auf Niederländisch
  • ČT24 - Nejdůvěryhodnější zpravodajský web v ČR - Česká televizevor 1 Std.Regierungen schalten Websites wegen Sicherheitslücken in der Programmiersprache PHP abVlády odstavují weby kvůli bezpečnostním chybám v programovacím jazyku PHP · Original auf Tschechisch

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Erste Fassung heute um 11:26, letzte Änderung heute um 17:05.

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In diesem Text

  1. 1Was passiert istWas passiert ist
  2. 2Die LückenDie Lücken
  3. 3Behörden- und öffentliche Seiten gehen offlineBehörden- und öffentliche Seiten gehen offline
  4. 4Fix, Übergangslösungen und WarnungenFix, Übergangslösungen und Warnungen
  5. 5Reaktionen von FachleutenReaktionen von Fachleuten

Auf Grundlage von Berichten von

The Independent, NRC, AD.nl, ČT24, N-tv, NOS, de Volkskrant, Wired

Liste der Quellen

Digital · Rotterdam und Antwerpen

Zwei kritische PHP-Lücken legen Behördenseiten in ganz Europa lahm

Zwei kritische Schwachstellen in der Programmiersprache PHP haben am Mittwoch, 21. Oktober, dazu geführt, dass Behörden, Kliniken und öffentliche Websites in mehreren europäischen Ländern offline gingen. Die PHP-Entwickler veröffentlichten am Nachmittag ein Korrektur-Update.

Rotterdam
Antwerpen

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KI-Text auf Grundlage von Berichten von The Independent, NRC, AD.nl und weiteren Medien. Geändert heute um 17:05.

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