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Konflikte·vor 8 Std.

PGZ-Mitarbeiter wegen Spionagevorwürfen festgenommen; polnischer Geheimdienst verweist auf Beteiligung eines fremden Staates

Ein polnischer Staatsbürger, der für eine Tochtergesellschaft des staatlichen Rüstungskonzerns PGZ arbeitete, wurde am 27. Mai festgenommen und befindet sich wegen Spionage für eine fremde Macht für drei Monate in Untersuchungshaft.

Die Festnahme

Ein polnischer Staatsangehöriger, der bei einem Unternehmen der Polska Grupa Zbrojeniowa (PGZ) beschäftigt war, wurde am 27. Mai 2026 festgenommen. Die Festnahme erfolgte auf der Grundlage eines Haftbefehls der Militärabteilung der Staatsanwaltschaft Poznań. Dem Verdächtigen wird eine Straftat nach Artikel 130 § 2 des polnischen Strafgesetzbuchs vorgeworfen, die mit einer Mindeststrafe von acht Jahren Freiheitsentzug oder lebenslanger Haft geahndet wird, wenn jemand, der im Rahmen oder im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes handelt, Informationen weitergibt, die der Republik Polen schaden könnten.

Offizielle Bestätigung

Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz gab die Aktion am Freitagnachmittag, dem 29. Mai, in einem Beitrag in den sozialen Medien bekannt. Er erklärte, die Beweise seien vom Militärischen Abschirmdienst (SKW) mit Unterstützung des Inlandsgeheimdienstes (ABW) gesammelt worden. Am selben Tag ordnete das Bezirksgericht Poznań die dreimonatige Untersuchungshaft des Verdächtigen an.

Wir unterzeichnen nicht nur sehr wichtige Rüstungsverträge im Rahmen des SAFE-Programms, sondern schützen auch die polnische Rüstungsindustrie angemessen.

Der rechtliche Rahmen

Oberst Bartosz Okoniewski, stellvertretender Bezirksstaatsanwalt für Militärangelegenheiten in Poznań, bestätigte die vom stellvertretenden Ministerpräsidenten gemachten Angaben, betonte jedoch, dass die Ermittler keine weiteren Informationen preisgeben würden, um die Integrität des Verfahrens zu schützen. Die Anklage nach Artikel 130 § 2 richtet sich speziell gegen Personen, die innerhalb oder für eine ausländische Geheimdienststruktur handeln und Informationen weitergeben, deren Offenlegung dem polnischen Staat schaden könnte.

Reaktion des Sicherheitsapparats

Der Minister-Koordinator für die Geheimdienste, Tomasz Siemoniak, lobte die Aktion in den sozialen Medien und schrieb, dass sich nun ein weiterer Spionageverdächtiger in Haft befinde, und würdigte die Arbeit des SKW, des ABW und der Staatsanwaltschaft. Seine kurze Stellungnahme unterstrich die Darstellung der Regierung, dass es sich bei dem Fall um einen Teil einer umfassenderen Anstrengung zum Schutz der nationalen Sicherheit handele.

Ein weiterer Spionageverdächtiger in Haft. Gute Arbeit von SKW, ABW und der Staatsanwaltschaft!

Die strategische Rolle der PGZ

Die 2013 gegründete Polska Grupa Zbrojeniowa ist einer der größten Rüstungskonzerne Europas. Im Jahr 2024 umfasste ihr Kapitalkonzern 67 Unternehmen und Beteiligungen an 27 weiteren Unternehmen, die in den Bereichen Verteidigung, Schiffbau und neue Technologien tätig sind. Die PGZ ist der wichtigste Industriepartner für den Technischen Modernisierungsplan der polnischen Streitkräfte und produziert Radarsysteme, Gewehre, Optoelektronik, Radpanzer, Rohrartillerie, unbemannte Luftfahrtsysteme und Lösungen für das Gefechtsfeldmanagement. Der Konzern wird vom Ministerium für Staatliche Vermögenswerte verwaltet und ist der Hauptausrüstungslieferant für das polnische Militär.

Zeitleiste des PGZ-Spionagefalls
  1. Polnischer Staatsbürger und PGZ-Tochtergesellschaft-Mitarbeiter auf Grundlage eines Haftbefehls der Militärabteilung der Staatsanwaltschaft Poznań festgenommen.
  2. Verteidigungsminister Kosiniak-Kamysz gibt die Festnahme in den sozialen Medien bekannt; Bezirksgericht Poznań ordnet dreimonatige Untersuchungshaft an.
Posen

4 Quellen

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