
Schweiz trifft im WM-Achtelfinale auf Petkovics Algerien nach dramatischem letzten Gruppenspieltag
Eine 8-Prozent-Chance wurde am letzten Abend der Gruppenphase Wirklichkeit und beschert der Schweiz ein Achtelfinal-Duell mit einem alten Bekannten: Ex-Nati-Coach Vladimir Petkovic, der mittlerweile Algerien trainiert.
Ein unwahrscheinliches Qualifikationsszenario
Vor den letzten Gruppenspielen berechneten Datenanalysten von The Athletic nur eine 8-Prozent-Wahrscheinlichkeit, dass die Schweiz im Achtelfinale auf Algerien treffen würde. Drei konkrete Ergebnisse waren nötig: Kroatien besiegt Ghana, DR Kongo besiegt Usbekistan und Algerien spielt unentschieden gegen Österreich. In den frühen Morgenstunden des Sonntags waren alle drei eingetreten und die Paarung besiegelt.
Die Petkovic-Geschichte
Im Zentrum der Begegnung steht Vladimir Petkovic, von 2014 bis 2021 Schweizer Nationaltrainer und immer noch der Nati-Coach mit dem höchsten Punkteschnitt pro Spiel (1,79). Unter ihm erreichte die Schweiz bei der Euro 2021 das Viertelfinale, nachdem sie im Achtelfinale Frankreich besiegt hatte, und überstand bei der WM 2018 die Gruppenphase. Petkovic hat Algerien seit Februar 2024 unter Vertrag und verlängerte kürzlich seinen Vertrag bis 2028. Murat Yakins Team trifft nun auf den Coach, der viele seiner Führungsspieler geprägt hat.
Algeriens Turnierverlauf
Algerien, in der FIFA-Weltrangliste auf Platz 29, qualifizierte sich als einer der acht besten Gruppendritten für die K.o.-Runde. Das Turnier begann mit einer 0:3-Niederlage gegen Argentinien, gefolgt von einem 2:1-Sieg über Jordanien und dem entscheidenden Unentschieden gegen Österreich. Es ist erst das zweite Mal, dass Algerien eine WM-K.o.-Phase erreicht; 2014 zwangen sie die späteren Weltmeister Deutschland im Achtelfinale in die Verlängerung.
Schlüsselspieler und Marktwerte
Der algerische Kader umfasst mehrere Namen, die in den besten europäischen Ligen bekannt sind. Riyad Mahrez, nun 35 Jahre alt und bei Al-Ahli, bringt jahrelange Erfahrung von Manchester City mit. Linksverteidiger Rayan Aït-Nouri spielt für Manchester City, während Amine Gouiri (Marseille), Ramy Bensebaini (Dortmund) und Fares Chaibi (Eintracht Frankfurt) für Tiefe sorgen. Torhüter Luca Zidane, Sohn von Zinedine Zidane, saß im letzten Gruppenspiel auf der Bank. Der kollektive Marktwert liegt bei rund 260 Millionen Euro, etwa 70 Millionen Euro weniger als der Schweizer Kader.
- Schweiz
- 330 Mio. €
- Algerien
- 260 Mio. €
Was auf dem Spiel steht
Weder die Schweiz noch Algerien hat je ein WM-K.o.-Spiel gewonnen. Das wird sich in Vancouver am 2. Juli (05:00 Uhr Schweizer Zeit) ändern. Der Sieger zieht ins Viertelfinale ein, ebenfalls in Vancouver, gegen Kolumbien, das sich mit einem 0:0-Unentschieden gegen Portugal den ersten Platz in der Gruppe K sicherte.


