
Peter Max, Popkünstler, dessen psychedelische Entwürfe die visuelle Kultur der 1960er prägten, stirbt mit 88
Der in Deutschland geborene Maler starb am Montag in einem Krankenhaus in Manhattan nach einem Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit, wie sein Familien-Sprecher bestätigte.
Tod in Manhattan mit 88
Popkünstler Peter Max, dessen kühne kosmische Bildsprache und farbenfrohe Poster den visuellen Stil der 1960er-Gegenkultur prägten, starb am Montag in einem Krankenhaus in Manhattan im Alter von 88 Jahren. Sein Familien-Sprecher und langjähriger Freund Michael Pagnotta gab bekannt, dass Max nach einem langen Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit und Demenz starb. Max erlangte in den späten 1960er Jahren Berühmtheit mit Werken, die gesättigte Paletten von Orange, Türkis und Neon-Grün neben schwebenden Friedenssymbolen, Tauben und Sternenexplosionen zeigten. Seine Porträts hielten Rock-Ikonen wie die Beatles, Jimi Hendrix, Mick Jagger und Bob Dylan sowie mehrere US-Präsidenten fest. Pagnotta reflektierte über die Fähigkeit des Künstlers, die spirituelle und kulturelle Stimmung jener Generation einzufangen.
Er hatte einen sehr weiten Geist. So sehr die Beatles den Soundtrack für diese Ära und diese Generation lieferten, visualisierte Peter sie, und er explodierte einfach in den späten 1960er Jahren auf der Bildfläche.
Flucht aus Europa und Ausbildung in New York
Geboren als Peter Max Finkelstein in Berlin im Jahr 1937, floh der Künstler mit seiner jüdischen Familie im Säuglingsalter vor Nazi-Deutschland. Die Familie verbrachte etwa zehn Jahre in Shanghai, bevor sie in Tibet, Israel und Paris lebte. 1953, im Alter von 16 Jahren, kam Max nach New York, wo er eine tiefe Zuneigung zu amerikanischem Jazz, Filmen und Comics entwickelte. Er studierte am Pratt Institute, der School of Visual Arts und der Art Students League of New York, wo er zunächst in realistischer Malerei ausgebildet wurde, bevor er sich Grafikdesign und Pop Art zuwandte. 1961 gründete er zusammen mit Tom Daly The Daly & Max Studio zur Produktion kommerzieller Grafik.
- Geboren als Peter Max Finkelstein in Berlin, Deutschland
- Lässt sich im Alter von 16 Jahren in New York nieder, nachdem er in Shanghai, Tibet, Israel und Paris gelebt hat
- Gründet mit Tom Daly The Daly & Max Studio für Grafikdesign
- Gestaltet das Bühnenbild von Johnny Carsons Tonight Show um
- Erscheint auf dem Cover des Life-Magazins
- Entwirft die Briefmarke 'Cosmic Jumper' für die Weltausstellung in Spokane
- Malt auf Einladung von Nancy Reagan die Freiheitsstatue im Weißen Haus
- Fungiert als offizieller Künstler für die FIFA-Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten
Massenvermarktung und öffentliche Aufträge
Max verband Kunst und Kommerz, indem er seine Entwürfe für etwa 70 Produktlinien lizenzierte, darunter Kleidung, Bettlaken, Uhren und das Telefonbuch von Manhattan (Yellow Pages). Seine Kunstwerke erschienen auf Verkehrsmitteln und zierten den Rumpf eines Kreuzfahrtschiffs der Norwegian Cruise Line sowie ein Boeing 777-Flugzeug. 1968 gestaltete Max das Bühnenbild für Johnny Carsons Tonight Show um, und im September 1969 erschien er auf dem Cover des Life-Magazins. In den 1970er Jahren beauftragte ihn die US-Bundesregierung mit der Gestaltung von 'Welcome to America'-Grenzwandbildern an den Grenzübergängen zu Kanada und Mexiko. Später entwarf er das erste Logo für MTV in den 1980er Jahren und fungierte als offizieller Künstler für Veranstaltungen wie die FIFA-Weltmeisterschaft 1994, den Super Bowl und die Olympischen Spiele. Als Reaktion auf Kritik an seiner kommerziellen Ausrichtung verglich Max seine Ambitionen mit denen historischer Meister.
Ich besetze meinen eigenen Raum in der Kunst. Ich habe mindestens so viel erreicht wie Picasso, Matisse und Braque in meinem Alter.
Künstlerisches Vermächtnis und Würdigungen der Familie
Während seiner gesamten Karriere betonte Max positive Themen und erklärte, dass er bewusst negative Themen in seinen Gedanken und auf seinen Leinwänden vermied. 1981 lud First Lady Nancy Reagan ihn ein, die Freiheitsstatue im Weißen Haus zu malen; das Werk wurde später in der Ronald Reagan Presidential Library ausgestellt. Seine späteren Porträtmotive reichten von Barack Obama bis zur Musikerin Taylor Swift. Max hinterlässt seinen Sohn Adam und seine Tochter Libra, die beide Erklärungen abgaben, die seine persönliche Wärme und seine Karriere würdigten.
Wir werden seine außergewöhnliche Kreativität, seine Wärme, seine Neugier und die Art und Weise, wie er überall Schönheit und Möglichkeiten sah, in Erinnerung behalten.

