
Madrid kann Penthouse für 6,3 Millionen Euro nicht verkaufen – Minister verteidigt Kauf in der Versammlung
Planifica Madrid erhielt bei einer Auktion für ein Penthouse in Chamberí zum Preis von 6,7 Millionen Euro kein einziges Gebot, während der Regionalminister Miguel Ángel García Martín den ursprünglichen Kauf für 6,3 Millionen Euro vor der Madrider Regionalversammlung verteidigte.
Gescheiterte Auktion und Ausschussanhörung
Am 17. September 2026 erklärte das öffentliche Unternehmen Planifica Madrid die Auktion für ein Luxus-Penthouse an der Paseo de General Martínez Campos für gescheitert, nachdem kein einziges Gebot eingegangen war. Die Regionalregierung hatte den Startpreis auf 6,7 Millionen Euro festgesetzt, um die Immobilie in Chamberí zu veräußern, die sie am 14. April 2026 für 6,3 Millionen Euro erworben hatte. Die Bekanntgabe fiel mit dem Erscheinen von Miguel Ángel García Martín, Regionalminister für Präsidentschaft, Justiz und Kommunalverwaltung, vor der Madrider Regionalversammlung zusammen, um sich zum Kauf zu äußern. García Martín betonte, dass das Vermögensobjekt vollständig aus eigenen Mitteln des öffentlichen Unternehmens ohne zusätzliche regionale Beiträge beschafft worden sei.
- Planifica Madrid kauft das Penthouse in Chamberí für 6,3 Millionen Euro
- Präsidialabteilung erstellt Bedarfsanalysebericht zur Rechtfertigung der institutionellen Nutzung
- Kauf wird öffentlich bekannt, was die Regionalregierung zur Ankündigung einer Auktion veranlasst
- Auktion endet ohne Gebote, während Regionalminister den Kauf in der Versammlung verteidigt
Rechtfertigung des Erwerbs
In seiner Parlamentsrede bestritt García Martín die Vorwürfe, das Penthouse sei als offizielle Residenz für die Regionalpräsidentin Isabel Díaz Ayuso gedacht gewesen. Er legte dem Haus Unterlagen vor, darunter einen Bedarfsanalysebericht der Präsidialabteilung vom 2. Juli 2026, fast drei Monate nach dem Geschäftsabschluss. Laut García Martín wurde die Immobilie als ergänzender institutioneller Arbeitsraum während der laufenden Renovierungsarbeiten in der Real Casa de Correos ausgewählt, die 2025 begonnen hatten. Der Bericht sah auch eine Nutzung für das Krisenmanagement und als vorübergehende Unterkunft für zu Besuch weilende Würdenträger oder regionale Behörden vor.
Die Autonome Gemeinschaft Madrid hat nie eine Immobilie als Residenz für die Präsidentin gekauft, die, wie immer, in ihrem eigenen Haus lebt.
- Kaufpreis (April 2026)
- 6.3 Mio. Euro
- Auktionsstartpreis (September 2026)
- 6.7 Mio. Euro
Zusammenstöße im Parlamentssaal
Die Oppositionsparteien in der Versammlung griffen die Erklärungen an, insbesondere den Zeitpunkt der Rechtfertigungsdokumente und die Ausgabenbefugnis, die dem CEO von Planifica Madrid, Pedro Corbalán, erteilt worden war. Die Parlamentsdebatte führte zu ungeordneten Wortwechseln, was den Präsidenten der Versammlung, Enrique Ossorio, zu einem direkten Eingreifen veranlasste.
Sind Sie nicht so interessiert an diesem Auftritt? Dann seien Sie ruhig, seien Sie ruhig. Seien Sie ruhig!
Vertreter der PSOE warfen der Verwaltung vor, rückwirkende Berichte erstellt zu haben, um eine rechtliche Grundlage für eine willkürliche Entscheidung zu schaffen, und fragten, was aus den 23 Millionen Euro werde, die für das Gebiet Sierra Oeste versprochen worden seien. Der Abgeordnete von Más Madrid, Hugo Martínez Abarca, richtete Kritik an den regionalen Sprecher und argumentierte, García Martín sei nur eingesetzt worden, um die Aufmerksamkeit von Ayuso abzulenken.
Sie sind ein Niemand, Sie sind die Marionette, die vorgebracht wurde, um die Schläge einzustecken, die ihr zustehen.
Politische Folgen und ungeklärte Mittel
Die Kontroverse um das Penthouse in Chamberí begann, nachdem der Kauf am 29. Juli 2026 öffentlich bekannt wurde und ans Licht kam, dass Planifica Madrid die Immobilie an die Regionalverwaltung vermietet hatte. Während Ayuso die Wohnung zunächst als temporäres Büro bezeichnete, verpflichtete sich die regionale Exekutive anschließend, die Immobilie zu versteigern und den gesamten Erlös für den Wiederaufbau nach Waldbränden in der Region zu verwenden. Da die Ausschreibung über 6,7 Millionen Euro keine Käufer anzog, behält die Regionalregierung das Eigentum an der leerstehenden Immobilie, während die Oppositionsparteien weiterhin vollen Zugang zur vollständigen Beschaffungsakte fordern.

