
Pentagon klassifiziert Iran-Kriegsopfer neu und teilt Opferzahl in zwei Kategorien auf
Eine neue Kategorie 'Overseas Operations' auf der Pentagon-Website trennt vier Tote und 207 Verwundete seit dem 7. Juli von der früheren Gesamtzahl der Operation Epic Fury und schürt Vorwürfe, die Trump-Administration manipuliere Zahlen, um die Uhr des War Powers Act zurückzusetzen.
Das Verteidigungsministerium (Pentagon) hat über das Wochenende mit dem Defense Casualty Analysis System (DCAS) eine separate Opferkategorie eingeführt und vier in erneuten Kämpfen getötete Soldaten sowie 207 Verwundete aus der Gesamtzahl des Iran-Kriegs herausgenommen. Die Änderung erhöht die Gesamtzahl der Verwundeten auf 624 seit Beginn der Operation Epic Fury am 28. Februar, macht das vollständige Opferbild aber auf einen Blick schwerer lesbar.
Bilanzverschiebung
Anfang letzter Woche hatte die DCAS-Website 18 Tote und 482 Verwundete ausgewiesen. Diese Zahlen sanken dann auf 14 Tote und 420 Verwundete – eine Reduzierung, die Pentagon-Sprecher Joel Valdez auf „Anomalien“ und „vorübergehende Datenstörungen“ zurückführte. Bis Sonntag erschien eine neue Webseite mit der Bezeichnung „Overseas Operations“, die die vier zuvor fehlenden Todesfälle aufführte und 207 Verwundete seit dem 7. Juli auflistete. Zusammen mit den korrigierten Zahlen der Operation Epic Fury beläuft sich die Gesamtzahl nun auf 18 Tote und 624 Verwundete.
Behauptungen über Vertuschung sind Erfindungen, die das amerikanische Volk nach dem Tod von drei gefallenen Soldaten weiter verunsichern sollen.
Das Pentagon hat nicht klargestellt, ob alle 207 Verwundeten in der neuen Kategorie bei iranbezogenen Operationen verletzt wurden. Eine Anfrage des Weißen Hauses um Stellungnahme blieb unbeantwortet.
War Powers Act-Uhr
Regierungsvertreter argumentieren, dass die Waffenruhe vom 7. April die 60-Tage-Frist nach dem War Powers Act von 1973 gestoppt habe, sodass der am 6. Juli wieder aufgenommene Feldzug rechtlich als separate Operation behandelt werden könne. Die neue Opfererfassung ab dem 7. Juli folgt dieser Rechtsauslegung. Kritiker merken an, dass noch nie ein Konflikt auf diese Weise in zwei separate Zählungen aufgeteilt wurde.
Die vier Toten in der neuen Kategorie
Die vier seit Ende letzter Woche getöteten Soldaten waren kurzzeitig aus der offiziellen Opferzahl verschwunden. Zwei starben bei einem iranischen Angriff auf die Muwaffaq-Salti-Luftwaffenbasis in Jordanien am 17. Juli, ein dritter am darauffolgenden Tag; ein vierter wurde am 19. Juli auf der Luftwaffenbasis Erbil im Nordirak bei einer kontrollierten Detonation einer abgeschossenen iranischen Drohne getötet. Ihre Namen wurden erst durch die neue Seite „Overseas Operations“ wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Reaktionen aus dem Kongress
Abgeordnete beider Parteien haben die Darstellung der Regierung infrage gestellt. Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie wies das neue System in den sozialen Medien zurück.
Lassen Sie mich diesen absurden Trick erklären: Das Pentagon tut so, als habe es zwei Iran-Kriege gegeben, getrennt durch eine kurze Waffenruhe.
Der anhaltende Streit hat die Bedenken von Veteranenverbänden und Militärfamilien hinsichtlich der Transparenz vertieft, da die eigenen Sprecher des Pentagons zuvor erklärt hatten, dass seit dem 7. Juli weniger als 100 Soldaten verwundet worden seien – eine Zahl, die durch die nächtliche Datenbankaktualisierung nun mehr als verdoppelt wurde.
- USA starten Operation Epic Fury gegen den Iran.
- Waffenruhe mit dem Iran beginnt, pausiert die Uhr des War Powers Act.
- Waffenruhe bricht zusammen; fast tägliche Luftangriffe werden wieder aufgenommen.
- Pentagon bezeichnet dieses Datum später als Beginn von 'Overseas Operations'.
- Zwei US-Soldaten bei einem iranischen Angriff auf die Muwaffaq-Salti-Luftwaffenbasis in Jordanien getötet; ein dritter stirbt am nächsten Tag an seinen Verletzungen.
- Vierter Soldat auf der Luftwaffenbasis Erbil im Nordirak bei einer kontrollierten Detonation einer abgeschossenen iranischen Drohne getötet.
- Pentagon aktualisiert DCAS mit neuer Kategorie 'Overseas Operations', setzt vier Todesfälle wieder ein, erhöht Verwundetenzahl auf 624.
- Operation Epic Fury (vor dem 7. Juli)
- 14 Soldaten
- Overseas Operations (seit dem 7. Juli)
- 4 Soldaten
- Verwundete (vor dem 7. Juli)
- 417 Soldaten
- Verwundete (seit dem 7. Juli)
- 207 Soldaten


