Sicherheit · Lyon
Gericht in Lyon eröffnet Prozess gegen Mann, der Dominique Pelicot um Rat zur Betäubung und Vergewaltigung seiner Partnerin bat
Ein 39-jähriger ehemaliger Leibwächter wird beschuldigt, seine Partnerin betäubt, die Übergriffe gefilmt und die Bilder online geteilt zu haben. Ermittler fanden Nachrichten, in denen er Dominique Pelicot um Rat bat.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Le Figaro.fr, La Libre.be, France 24 und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Der 39-jährige ehemalige Leibwächter wird beschuldigt, seine Partnerin betäubt und vergewaltigt zu haben, während sie bewusstlos war, und die Taten anschließend gefilmt und online geteilt zu haben.
Nachrichten, die nach Pelicots Festnahme im September 2020 auf seinem Handy gefunden wurden, zeigen, dass der Tatverdächtige aus Lyon um Rat zur Betäubung und Vergewaltigung seiner Partnerin bat.
Die Frau berichtete von Blackouts, extremer Müdigkeit, Herzproblemen und Schwindel zwischen 2020 und 2023, ohne die Ursache zu verstehen.
Der Angeklagte soll gefälschte Profile seiner Ex-Partnerin auf Dating-Seiten erstellt haben, was dazu führte, dass Männer an ihrem Arbeitsplatz auftauchten und ein Rendezvous erwarteten.
Nach anfänglichen Geständnissen behauptet er nun, die Taten seien ein einvernehmliches „Sexspiel“ gewesen, und erklärte dem Gericht, er werde nicht alle Fakten einräumen.
- 13.06.Tatverdächtiger aus Lyon festgenommen und in Untersuchungshaft genommen; Handy beschlagnahmt.
- 11.06.Prozess vor dem Strafgericht von Rhône in Lyon eröffnet.
- 12.06.Urteil erwartet.
Der Angeklagte und die Anklage
Ein 39-jähriger ehemaliger Leibwächter, von Le Parisien als Anthony E. identifiziert, muss sich seit Donnerstag vor dem Strafgericht von Rhône in Lyon verantworten. Ihm wird vorgeworfen, seine Partnerin mit K.-o.-Tropfen vergewaltigt sowie die Taten ohne ihr Wissen gefilmt und im Internet verbreitet zu haben. Der zweitägige Prozess findet am 11. und 12. Juni 2026 statt, das Urteil wird für Freitagabend erwartet. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft.
Die Verbindung zu Dominique Pelicot
Als Dominique Pelicot am 12. September 2020 festgenommen wurde, fanden die Ermittler auf seinem Handy Nachrichten eines Mannes, der Pelicot vorschlug, nach Lyon zu kommen, um seine Partnerin zu betäuben und zu vergewaltigen. Der Tatverdächtige aus Lyon wurde erst im Juni 2023 festgenommen, fast drei Jahre später. Laut den von AFP zitierten Ermittlungsergebnissen war der Angeklagte „begierig darauf, von der Erfahrung des Herrn Pelicot zu profitieren“, um seine Frau vor dem Missbrauch in Schlaf zu versetzen. Pelicot, der eine 20-jährige Haftstrafe verbüßt, weil er seine Frau Gisèle betäubte und Dutzende Fremde zur Vergewaltigung einlud, wurde während der Ermittlungen befragt, wird aber nicht als Zeuge geladen, wie seine Anwältin Béatrice Zavarro mitteilte.
„Dominique Pelicot wird nicht als Zeuge geladen.“
Was die Ermittler fanden
Eine Durchsuchung des Handys des Angeklagten ergab Videos, die seine bewusstlose Partnerin zeigen, während er sexuelle Handlungen an ihr vornimmt. Der Ermittlungsrichter kam zu dem Schluss, dass der in den Videos sichtbare „Tiefschlaf“ der Frau „jede Form von Einwilligung ausschließt“ und „Überraschung“ kennzeichnet. Die Ermittler fanden zudem starke Beruhigungsmittel in einem Safe im Haus des Verdächtigen. Das Opfer berichtete von mehreren Blackouts und einer Phase „großer Müdigkeit zwischen 2020 und 2023 ohne Verständnis der Ursache“ sowie von Herzproblemen und Schwindel.
Filmen und Verbreitung im Internet
Dem Angeklagten wird außerdem vorgeworfen, ab Beginn der Beziehung im Jahr 2015 eine versteckte Kamera verwendet zu haben, um „seine Frau nackt“ in „der Intimität ihres Schlafzimmers“ zu filmen. Er soll die Inhalte über gefälschte Profile, die er im Namen seiner Ex-Partnerin auf der ehemaligen Dating-Seite Coco erstellt hatte, online verbreitet haben. Laut dem Opfer tauchten mehrere Männer an ihrem Arbeitsplatz auf, die glaubten, ein Date mit ihr zu haben. Auf seinem Computer wurden auch kinderpornografische Inhalte gefunden.
Die Verteidigung und der Prozess
Nachdem der Angeklagte zunächst eine Vergewaltigung und eine sexuelle Nötigung durch K.-o.-Tropfen gestanden hatte, widerrief er seine Aussagen und behauptet nun, die Taten seien Teil eines „Sexspiels“ mit der Mutter seines Sohnes gewesen, was diese bestreitet. Bei der Prozesseröffnung am Donnerstag erklärte er dem Gericht, er werde „nicht die Gesamtheit der Fakten“ einräumen.
„Ich bin hier, um Licht darauf zu werfen, was ich wirklich getan habe und was ich nicht getan habe.“
Sein Anwalt, Gabriel Versini-Bullara, bestritt die Verbindungen zwischen den beiden Männern nicht, deutete jedoch an, dass die Verbindung möglicherweise weniger bedeutsam sei als dargestellt. Die Anwältin der Klägerin, Julia Studient, sagte, die Debatte werde sich darum drehen, „das Ausmaß und die Tragweite seiner Verbindungen“ zu Pelicot zu bestimmen. Anders als Gisèle Pelicot möchte das Opfer in diesem Fall diskret bleiben und beabsichtigt nicht, sich öffentlich zu äußern.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Le Figaro.frLyon : un homme, en contact avec Dominique Pelicot, jugé pour avoir violé et drogué sa compagne
- La Libre.beUn Lyonnais, qui échangeait avec Dominique Pelicot, jugé pour viol par soumission chimique
- France 24Un Lyonnais, qui échangeait avec Dominique Pelicot, jugé pour viol par soumission chimique
- 7sur7Le procès d'un "disciple" de Dominique Pelicot s'ouvre à Lyon: viols, sédatifs et correspondance
- Anthony E.
- 39-jähriger ehemaliger Leibwächter, der sich in Lyon wegen K.-o.-Tropfen-Vergewaltigung seiner Partnerin vor Gericht verantworten muss.
- Dominique Pelicot
- Verurteilter Vergewaltiger, der eine 20-jährige Haftstrafe verbüßt, weil er seine Frau Gisèle betäubte und ihre Vergewaltigung durch Dutzende Männer inszenierte; vom Angeklagten aus Lyon um Rat kontaktiert.
- Béatrice Zavarro
- Anwältin von Dominique Pelicot, die erklärte, Pelicot werde im Prozess in Lyon nicht aussagen.
- Gabriel Versini-Bullara
- Verteidiger des Angeklagten aus Lyon.
- Julia Studient
- Anwältin der Klägerin im K.-o.-Tropfen-Prozess in Lyon.
- Orte
- Lyon
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