
Spanischer Richter eröffnet Verfahren gegen Ehefrau des Premierministers und steht wegen Polizei-Fluchtvorwurfs vor Disziplinarverfahren
Richter Juan Carlos Peinado eröffnete das mündliche Verfahren gegen Begoña Gómez, Ehefrau von Premierminister Pedro Sánchez, und verhängte strenge Sicherheitsmaßnahmen. Der CGPJ tagt heute dringend, um Disziplinarmaßnahmen zu prüfen, nachdem der Richter angedeutet hatte, die Polizei könnte ihr zur Flucht verhelfen.
Die Entscheidung des Richters
Am Samstag erließ Richter Juan Carlos Peinado eine Verfügung zur Eröffnung des mündlichen Verfahrens gegen Begoña Gómez wegen mutmaßlicher Einflussnahme, Bestechung zwischen Privatpersonen, Veruntreuung und Unterschlagung öffentlicher Gelder. Er verhängte Sicherheitsmaßnahmen: Einzug ihres normalen und diplomatischen Reisepasses, Ausreiseverbot aus Spanien und die Verpflichtung, sich alle 15 Tage beim Gericht zu melden.
Diese Beamten, entweder aus eigenem Antrieb oder auf Anweisung ihrer Vorgesetzten, könnten genau diejenigen sein, die bei der Fluchthilfe zusammenarbeiten.
Politische und polizeiliche Reaktionen
Die Andeutung des Richters, die Polizeieskorte könnte Gómez zur Flucht verhelfen, löste Empörung aus. Die Polizeigewerkschaften Jupol und SUP bezeichneten dies als „unerträgliche, skandalöse und miserable Beleidigung“ und „eine wahre Barbarei“. Innenminister Fernando Grande-Marlaska reichte eine formelle Beschwerde bei der CGPJ-Präsidentin Isabel Perelló ein und nannte die Äußerungen „eine Angelegenheit von größter Schwere“.
Innerhalb der PSOE sehen einige das Vorgehen des Richters als überzogen an, was möglicherweise die eigene Basis mobilisieren könnte.
Die Regierung stellt den Fall als Teil einer breiteren „Lawfare“-Kampagne gegen die Linke dar.Am Ende wird Peinado dafür sorgen, dass Pedro die Wahlen gewinnt.
Dringlichkeitssitzung des CGPJ
Die ständige Kommission des CGPJ trat heute um 9:00 Uhr zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen, um über die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen Richter Peinado wegen eines „schweren Vergehens“ zu entscheiden. Justizkreise weisen darauf hin, dass eine Disziplinarstrafe seine richterlichen Entscheidungen nicht automatisch aufheben würde, aber das institutionelle Ansehen der Ermittlungen beschädigen könnte.
- Richter Peinado eröffnet mündliches Verfahren und verhängt Sicherheitsmaßnahmen, darunter Passentzug.
- CGPJ hält Dringlichkeitssitzung ab, um Disziplinarmaßnahmen gegen Richter Peinado zu prüfen.
Weiterer juristischer Druck auf die Regierung
Der Fall Begoña Gómez ist einer von mehreren Ermittlungskomplexen, die die Regierung Sánchez betreffen. Der ehemalige Premierminister José Luis Rodríguez Zapatero wurde kürzlich angeklagt, und Verfahren gegen den früheren Minister José Luis Ábalos, den Parteifunktionär Santos Cerdán und den Bruder des Präsidenten laufen weiter. Die Regierung wirft den Richtern politisch motivierte Verfolgung vor, während Richtervereinigungen vor steigender Spannung und Gefahren für die Gewaltenteilung warnen.


