Regierung · Warschau
Sławomir Patyra als Richter am polnischen Verfassungsgericht vereidigt und verweigert sofort die Rechtsprechung aus Solidarität mit vier blockierten Kollegen
Sławomir Patyra legte am Dienstag vor Präsident Karol Nawrocki den Eid ab und erklärte anschließend, dass er bis zur Amtsübernahme von vier im März gewählten Richtern an keinen Verfahren des Verfassungsgerichts teilnehmen werde.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Do Rzeczy, oko.press, Kurier Lubelski und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Sławomir Patyra wurde am 28. Juli 2026 von Präsident Karol Nawrocki als Richter am Verfassungsgericht vereidigt, mehr als einen Monat nach seiner Wahl durch den Sejm am 11. Juni.
Unmittelbar nach der Zeremonie kündigte Patyra an, die Rechtsprechung zu verweigern und an keiner organisatorischen Arbeit teilzunehmen, bis vier im März gewählte Richter ihr Amt antreten dürfen.
Die vier Richter (Maciej Taborowski, Marcin Dziurda, Krystian Markiewicz, Anna Korwin-Piotrowska) legten am 9. April in der Säulenhalle des Sejm einen Eid ab, den der TK-Präsident Bogdan Święczkowski jedoch für unwirksam erklärte.
Patyra erklärte, dass das Fehlen der vier rechtmäßig gewählten Richter in den Spruchkörpern einen Schatten der Rechtswidrigkeit auf alle Entscheidungen des Gerichts werfe.
Er betonte, er habe den Eid „im Präsidentenpalast, aber vor der Nation“ geleistet, und er und die im März gewählten Richter seien mobilisiert, um das Gericht wieder in seine verfassungsgemäße Form zu bringen.
Ein Antrag des Präsidenten zu einem Kompetenzkonflikt über die vier Richter liegt seit April beim Verfassungsgericht.
- 11.06.Der Sejm wählt Sławomir Patyra als Nachfolger von Andrzej Zielonacki
- 28.06.Zielonackis Amtszeit endet
- 28.07.Patyra legt den Eid vor Präsident Nawrocki ab und kündigt anschließend den Boykott der Rechtsprechung an
Eid und sofortiger Boykott
Präsident Karol Nawrocki nahm am Dienstag, dem 28. Juli 2026, den Eid von Sławomir Patyra als Richter am Verfassungsgericht entgegen. Patyra war am 11. Juni vom Sejm gewählt worden, um den Sitz von Andrzej Zielonacki zu besetzen, dessen neunjährige Amtszeit am 28. Juni endete. Über einen Monat wartete Patyra darauf, dass der Präsident die Zeremonie ansetzte, und schrieb zweimal an die Kanzlei, ohne eine Antwort zu erhalten. Gegenüber TVN24 sagte er, er führe die Verzögerung nicht auf eine bestimmte Absicht zurück, sondern vermute, es handele sich um eine Frage des Terminkalenders des Präsidenten.
Kurz nach der Zeremonie im Präsidentenpalast erschien Patyra vor dem Gebäude des Gerichts und kündigte an, die Rechtsprechung zu verweigern. Er werde eine förmliche Erklärung der Ablehnung einreichen und an keinen Verfahren teilnehmen, einschließlich organisatorischer Angelegenheiten, bis vier weitere vom Sejm im März gewählte Richter ihr Amt antreten dürften.
„Ich beabsichtige, eine Erklärung zur Ablehnung der Rechtsprechung einzureichen, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass ich heute den Eid auf die Verfassung leiste und diese Verfassung morgen breche. Das ist absolut unvereinbar mit meinen Vorstellungen davon, was das Ethos eines Richters am Verfassungsgericht sein sollte.“
Die vier blockierten Richter
Der Streit dreht sich um sechs Richter, die im März 2026 vom Sejm gewählt wurden: Magdalena Bentkowska, Dariusz Szostek, Maciej Taborowski, Marcin Dziurda, Krystian Markiewicz und Anna Korwin-Piotrowska. Präsident Nawrocki nahm im April die Eide von Bentkowska und Szostek entgegen. Die übrigen vier legten am 9. April in der Säulenhalle des Sejm einen Eid ab, der die Formel enthielt, dass sie „vor dem Präsidenten“ schwören, und sandten die unterschriebenen Texte an die Präsidentenkanzlei.
Der Präsident des Verfassungsgerichts, Bogdan Święczkowski, entschied, dass die Zeremonie im Sejm nicht als gültiger, vor dem Präsidenten geleisteter Eid behandelt werden könne, und die vier Richter durften ihr Amt nicht antreten. Ein Antrag des Präsidenten zu einem Kompetenzkonflikt in dieser Sache liegt seit April beim Verfassungsgericht.
Patyras Begründung
Patyra bezeichnete den Ausschluss der vier Richter als rechtlich unbegründet und erklärte, er handele aus Solidarität mit ihnen. Er stellte fest, dass die derzeitige Zusammensetzung des Gerichts eine vollständige Arbeitsfähigkeit nicht zulasse, weil das Fehlen von vier rechtmäßig gewählten Richtern in den Spruchkörpern jede Entscheidung des Gremiums belaste.
„Denn das Fehlen von vier rechtmäßig gewählten Richtern im Verfahren der Besetzung der Spruchkörper wirft heute einen Schatten der Rechtswidrigkeit auf alle Entscheidungen, die das TK heute treffen wird.“
Er betonte, er habe den Eid „im Präsidentenpalast, aber vor der Nation“ geleistet, und verwies auf den Wortlaut des Eides, der die Treue zur Nation und zur Verfassung verlange. Er und die im März gewählten Richter bildeten ein Team, das voll mobilisiert sei, um das Gericht wieder in seine verfassungsgemäße und systemgerechte Form zu bringen, und ihre beruflichen Biografien würden einen Mehrwert für Fragen im Zusammenhang mit den Garantien der Rechtsstaatlichkeit bringen.
„Ich bewerte es aus rechtlicher Sicht als ein sehr bedauerliches Ereignis – ich spreche von den vier Richtern, die auf die Möglichkeit warten, ihr Amt anzutreten und ein Arbeitsverhältnis zu begründen.“
Wie es weitergeht
Patyra ist der siebte Richter, der in diesem Jahr an das Gericht gewählt wurde, und der dritte, von dem Nawrocki einen Eid entgegengenommen hat. Sein Boykott bedeutet eine weitere Belastung der ohnehin angespannten Zusammensetzung des Gerichts. Die vier Richter können ihre Posten weiterhin nicht antreten, und der Antrag des Präsidenten zum Kompetenzkonflikt ist noch nicht entschieden. Patyra sagte, er wolle sich nicht auf politische Spekulationen einlassen, beschrieb seine Rolle am Gericht jedoch unter den gegenwärtigen Umständen als schwierig und undankbar.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Do RzeczyNowo zaprzysiężony sędzia TK nie zamierza orzekać. Podał powód
- oko.pressPrezydent przyjął ślubowanie od sędziego TK Sławomira Patyry
- Kurier LubelskiSędzia TK Sławomir Patyra złożył ślubowanie przed prezydentem. Zapowiada, że nie będzie orzekał
- NIEZALEZNA.PLŚlubował przed prezydentem, teraz ogłasza bojkot. Sędzia Patyra odmawia orzekania w Trybunale Konstytucyjnym
- Karol Nawrocki
- Präsident Polens, der Patyras Eid entgegennahm
- Bogdan Święczkowski
- Präsident des Verfassungsgerichts, der den April-Eid im Sejm für unwirksam erklärte
- Orte
- Warschau
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