
Nordkorea feuert nicht identifiziertes Projektil in Richtung Japanisches Meer nach trilateralen Manövern
Der südkoreanische Generalstab hat am Samstagmorgen ein nicht identifiziertes Projektil entdeckt, das von der Ostküste Nordkoreas abgefeuert wurde – einen Tag nachdem Seoul, Washington und Tokio fünftägige gemeinsame Militärmanöver beendet hatten.
Entdeckung des Projektilstarts vor der Ostküste
Am frühen Samstagmorgen, dem 12. September 2026, startete Nordkorea ein nicht identifiziertes Projektil in Richtung der Gewässer vor seiner Ostküste. Der südkoreanische Generalstab entdeckte den Start und bestätigte die militärische Aktion gegenüber Nachrichtenagenturen in Seoul. Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap übermittelte die erste Meldung über das Projektil um 05:46 Uhr Ortszeit am Samstag in Seoul, was 23:00 Uhr am Freitag auf dem spanischen Festland und den Balearen entsprach. Das Projektil wurde in Richtung des Japanischen Meeres abgefeuert, das in Südkorea auch als Ostmeer bekannt ist. Das südkoreanische Militär meldete, dass der Start am Samstagmorgen erfolgte, gab aber zunächst keine weiteren Details bekannt. Zum Zeitpunkt der ersten Berichte der südkoreanischen Verteidigungsbehörden hatten Regierungsvertreter in Japan keine offizielle Stellungnahme zu dem Start abgegeben.
Militärische Bewertung und technische Analyse in Seoul
Nach der Entdeckung des Starts erklärte der südkoreanische Generalstab, dass die Verteidigungskräfte mit der Auswertung des Projektils begonnen hätten. Südkoreanische Militäranalysten leiteten eine Überprüfung der technischen Daten und der Flugreichweite des Projektils ein, um die Eigenschaften der Waffe zu bestimmen. Der Generalstab in Seoul bestätigte die Entdeckung, ohne konkrete Angaben zur Flugbahn, Geschwindigkeit oder zum endgültigen Einschlagpunkt des Projektils zu machen. Die südkoreanischen Militärbehörden hielten eine aktive Überwachung der See- und Luftkorridore vor der Ostküste aufrecht. Verteidigungsbeamte bestätigten, dass die technischen Auswertungen noch andauern, um festzustellen, ob es sich bei dem abgefeuerten Projektil um eine ballistische Rakete oder eine andere Art von militärischer Ausrüstung handelte.
Abschluss der trilateralen Militärmanöver
Der Start am Samstag erfolgte einen Tag, nachdem Südkorea, die Vereinigten Staaten und Japan fünftägige gemeinsame Militärmanöver beendet hatten. Die drei Länder schlossen ihre gemeinsamen Militärmanöver am Freitag, dem 11. September 2026, ab. Die Regierung in Pjöngjang betrachtet gemeinsame Militärübungen der USA, Südkoreas und Japans als Sicherheitsbedrohung für Nordkorea. Der Abschluss der fünftägigen trilateralen Übung lag weniger als 24 Stunden vor der Entdeckung des nicht identifizierten Projektils vor der nordkoreanischen Küste. Die südkoreanischen Verteidigungsbehörden hielten nach dem Ende der trilateralen Manöver die militärische Bereitschaft aufrecht, während ihr Generalstab die regionale Entwicklung überwachte.
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- Der südkoreanische Generalstab entdeckt ein nicht identifiziertes Projektil, das in Richtung Ostmeer abgefeuert wurde
Diplomatischer Hintergrund und vorherige Raketentests im August
Der Start am 12. September 2026 erfolgte etwas mehr als drei Wochen, nachdem Nordkorea am 20. August 2026 einen früheren Waffentest durchgeführt hatte. Bei diesem Test Mitte August feuerte Nordkorea eine Salve von Kurzstreckenraketen ins Japanische Meer, nachdem Südkorea und die USA gemeinsame Militärmanöver abgehalten hatten. Diese August-Salve erfolgte nur Stunden, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, dass er beabsichtige, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un noch vor Jahresende zu treffen. Trump hatte öffentlich dazu aufgerufen, den diplomatischen Dialog mit dem nordkoreanischen Führer wieder aufzunehmen. Zusätzlich zu seinem Aufruf zu neuen Gesprächen hatte Trump zuvor eine Verkleinerung des Umfangs der gemeinsamen US-südkoreanischen Militärmanöver als Geste gegenüber Kim angeordnet.


