
PASOK bringt in Griechenland Änderungsantrag zur Senkung der Kraftstoffverbrauchsteuern bei Ölpreisspitzen ein
Die griechische Oppositionspartei PASOK hat einen parlamentarischen Änderungsantrag eingebracht, der eine automatische Senkung der Kraftstoffverbrauchsteuern vorsieht, sobald die globalen Rohölpreise die offiziellen Haushaltsprognosen übersteigen.
Vorgeschlagener Mechanismus zur Kraftstoffbesteuerung
Die gesamte Parlamentsfraktion der griechischen Oppositionspartei PASOK brachte einen Änderungsantrag ein, der einen dauerhaften Anpassungsmechanismus für die Sonderverbrauchsteuer auf Benzin und Diesel schaffen soll. Dem Vorschlag zufolge soll der Steuersatz sinken, sobald der internationale Rohölpreis den Referenzpreis übersteigt, der der offiziellen Haushaltsplanung des Landes zugrunde liegt.
Der Mechanismus leitet überschüssige Mehrwertsteuereinnahmen, die durch höhere Energiepreise entstehen, direkt in befristete Senkungen der Verbrauchsteuer an der Zapfsäule um und verhindert so steigende Staatseinnahmen zulasten der Verbraucher, ohne den Staatshaushalt zu belasten.
Parlamentarische Debatte
Der Änderungsantrag wurde im Rahmen eines Gesetzentwurfs des Entwicklungsministeriums eingereicht, der am Donnerstag im Parlament beraten werden soll. PASOK-Chef Nikos Androulakis soll in der Sitzung vor den Abgeordneten sprechen und die Energiepläne der Partei vorstellen.
Dem Vorschlag zufolge stützt sich die Aktivierungsschwelle ausschließlich auf die Brent-Rohöl-Annahmen im makroökonomischen Rahmen des Staatshaushalts und klammert bewusst Referenzpreise für raffinierte Produkte wie Platts sowie Raffineriemargen aus.

