Kunst & Bücher · Athen
Nach 220 Jahren: Der Westgiebel des Parthenon erhält seine architektonische Einheit zurück
Der Westgiebel des Parthenon ist vollständig restauriert und sein äußeres Gerüst zum ersten Mal seit rund 220 Jahren entfernt worden, gab das griechische Kulturministerium bekannt. Damit wurden die langjährigen Lücken geschlossen, die die berühmteste Fassade des Tempels beeinträchtigt hatten.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von H Kαθημερινή, iefimerida.gr, in.gr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein Orthostat wurde aus antiken Fragmenten und neuem Marmor wieder zusammengesetzt; der zweite wurde vollständig aus neuem Marmor gehauen, wodurch das Giebelfeld wiederhergestellt wurde.
Das Außengerüst wurde von der Westfassade abgebaut und bietet erstmals seit dem frühen 19. Jahrhundert einen ungehinderten Blick auf die Proportionen des Parthenon.
Der Dienst zur Erhaltung der Akropolis-Denkmäler führte den hochkomplexen Eingriff mit millimetergenauer Präzision durch, finanziert durch den Fonds für den Wiederaufbau und die Resilienz.
- 1.01.Die Restaurierungsarbeiten am Westgiebel beginnen offiziell.
- 10.10.Das Gerüst wird vorübergehend entfernt, was den ersten freien Blick auf die Fassade seit Jahrzehnten ermöglicht.
- 18.06.Das Gerüst wird dauerhaft entfernt und die architektonische Einheit des Giebels vollständig wiederhergestellt.
Das Restaurierungsprojekt
Der Abschluss der Restaurierung des Westgiebels des Parthenon und die anschließende dauerhafte Entfernung aller Außengerüste wurde vom griechischen Kulturministerium am 18. Juni 2026 bekannt gegeben. Das Projekt stellt die architektonische Integrität des Giebels erstmals seit dem frühen 19. Jahrhundert wieder her, als die Beauftragten von Lord Elgin große Teile seines Skulpturenschmucks demontierten. Zwei neue Orthostaten wurden an den leeren Stellen des Giebelfeldes platziert und die dahinter liegende Stützmauer vollständig rekonstruiert, wodurch eine Lücke geschlossen wurde, die Generationen von Besuchern als prägende Leerstelle wahrgenommen hatten.
„Der Anblick ist wirklich bewegend. Der Giebel, den Generationen griechischer Bürger und Besucher aus aller Welt gewohnt waren, unvollständig zu sehen, gewinnt seine architektonische Einheit zurück.“
Die Arbeiten wurden vom Dienst zur Erhaltung der Akropolis-Denkmäler (YSMA) unter der Aufsicht des Komitees für die Erhaltung der Akropolis-Denkmäler (ESMA) durchgeführt und aus dem Fonds für den Wiederaufbau und die Resilienz finanziert. Die Entfernung des Gerüsts gibt die Westfassade in der vollständigsten Form, die sie seit mehr als zwei Jahrhunderten hatte, frei, wobei die Proportionen und die geometrische Verfeinerung des Tempels wieder ungehindert sichtbar sind.
Historische Schäden und Plünderung
Der Westgiebel stellte ursprünglich den Wettstreit zwischen Athena und Poseidon um die Schirmherrschaft über Athen dar, eine Komposition aus Dutzenden von Figuren, die als Höhepunkt der klassischen Bildhauerei gilt. Der Parthenon überstand Umwandlungen in eine Kirche, eine katholische Kathedrale und eine Moschee, erlitt jedoch seinen ersten katastrophalen Schlag im Jahr 1687, als eine Explosion während des Osmanisch-Venezianischen Krieges das Gebäude durchschlug und große Teile der Westseite zerstörte. Teilweise moderne Restaurierungen wurden 1844 und 1928 versucht, wobei oft Steinblöcke an willkürlichen Positionen und Eisenklammern verwendet wurden, die später weitere Schäden verursachten.
Der endgültige Verlust, der den Giebel mit sichtbaren architektonischen Löchern hinterließ, erfolgte im frühen 19. Jahrhundert, als die Beauftragten von Lord Elgin Skulpturen entfernten und Teile der Struktur demontierten. Rund 220 Jahre lang stand der Westgiebel mit diesen leeren Fassungen da, sein ursprünglicher Rhythmus war gebrochen.
Technische Präzision
Der Eingriff war einer der anspruchsvollsten, die YSMA in den letzten Jahren durchgeführt hat. Der größere Orthostat wurde durch Verbindung erhaltener antiker Fragmente mit neuem Marmor in seine ursprüngliche Geometrie zurückversetzt, während der zweite Orthostat vollständig aus neuem Marmor gehauen wurde. Kulturministerin Lina Mendoni betonte, dass das neue Material mit äußerster Genauigkeit in die unebenen Oberflächen eingepasst wurde, ohne dass es zu einem Verlust der antiken Substanz kam.
„Wenn man die Stellen betrachtet, an denen das neue Material angebracht wurde, sieht man, dass die Arbeit äußerst detailgenau ist, wobei der neue Marmor mit enormer Präzision in die vorhandenen Fragmente und den vorhandenen Teil des Westgiebels eingepasst wurde. Wir sprechen hier von wenigen Millimetern.“
Für die endgültige Platzierung der Steine wurde ein neues, spezielles Gerüstsystem installiert, das den strengsten modernen Sicherheitsstandards entspricht und so gestaltet wurde, dass es ästhetisch unauffällig am Denkmal ist.
Ein Moment von historischer Bedeutung
Mendoni bezeichnete die Enthüllung als „einen Moment von historischer Bedeutung für das Denkmal, für die Akropolis und für die Weltzivilisation“ und fügte hinzu, dass der erfolgreiche Ausgang die führende Rolle der griechischen Restaurierungsschule international bestätige. Die erste vorübergehende Entfernung des Gerüsts hatte bereits einige Monate zuvor (im Oktober 2025) stattgefunden und den Anwohnern und Führern einen ersten Blick auf die ungehinderte Fassade ermöglicht; der endgültige Abschluss in dieser Woche gibt Athen eine Ansicht zurück, die der modernen Welt zwei Jahrhunderte lang verloren war.
Der Westgiebel, der Millionen von Menschen nur in fragmentarischem Zustand vertraut geworden war, präsentiert sich nun wieder mit der architektonischen Geschlossenheit, die ihn zu einem universellen Symbol machte.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Lina Mendoni
- Griechische Kulturministerin, gab den Abschluss der Restaurierung bekannt
- Lord Elgin
- Britischer Diplomat, dessen Beauftragte Teile des Parthenon im frühen 19. Jahrhundert demontierten
- Orte
- Athen
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