Diplomatie · Assisi, Rom und Karak

Papst Leo XIV. lehnt in Assisi-Friedensbotschaft religiöse Rechtfertigung von Krieg ab

Papst Leo XIV. hat eine Videobotschaft an das interreligiöse Treffen in Assisi geschickt, nachdem Ärzte ihm von einer Reise abgeraten hatten, und erklärt, nur der Friede sei heilig. Zum 40. Jahrestag des Assisi-Gebetstages von 1986, den Johannes Paul II. einberufen hatte, wies er jede religiöse Rechtfertigung von Krieg zurück.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, Rai news, AP NEWS und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: Estonian Foreign Ministry, CC BY 4.0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt)
Wie es dazu kam
  1. 13.10.Der Papst wird operiert und sagt später seine Reise nach Assisi ab
  2. 25.10.Das dreitägige Treffen in Assisi beginnt
  3. 27.10.Die Videobotschaft des Papstes wird an die Delegierten in Assisi übermittelt

Eine Botschaft statt einer Reise

Papst Leo XIV. sollte am Dienstag, 27. Oktober, persönlich am Treffen in Assisi teilnehmen, sagte die Reise jedoch auf ärztlichen Rat ab, während er sich von einer am 13. Oktober durchgeführten Operation erholt. Stattdessen zeichnete er eine Videobotschaft auf, die den Delegierten des Treffens mit dem Titel „Unarmed and Disarming Peace“ gezeigt wurde. Die Gemeinschaft Sant'Egidio organisierte die dreitägige Veranstaltung aus Anlass des 40. Jahrestages des Weltgebetstages für den Frieden 1986 in Assisi, den Johannes Paul II. einberufen hatte. Unter den Delegierten waren der Erzbischof von Canterbury, Sarah Mullally, sowie muslimische, buddhistische und weitere christliche Würdenträger.

Kein heiliger Krieg, nur Frieden

Der Papst wies jede religiöse Rechtfertigung von Krieg zurück und argumentierte, wer im Namen der Religion kämpfe, treffe in Wahrheit die Religion selbst. Er rief Religionsführer und Völker auf, damit aufzuhören, weitere Kriege vorzubereiten, und überall den Frieden wieder aufzubauen. In seinen übersetzten Worten war die zentrale Forderung kurz und direkt.

„Wir müssen überall den Frieden wieder aufbauen, nicht weitere Kriege vorbereiten. Es gibt keinen heiligen Krieg: Nur der Friede ist heilig.“

Papst Leo XIV.

Er rief zudem zu einem Geist der Vermittlung und des Dialogs auf, den er mit dem „Geist von Assisi“ verband, und sagte, die Gläubigen müssten in einer von ihm so bezeichneten Kultur der Macht die religiöse Legitimierung von Krieg zurückweisen. Die Botschaft forderte die Verantwortlichen auf, die Sprache der Arroganz durch die Sprache des Friedens, der Verhandlung und der Verständigung zu ersetzen. Das Gebet beschrieb er als die demütige Stärke der Gläubigen, die gegenüber den Mächten der Welt schwach erscheinen möge, und bat um Gebete für jene, die Krieg und Terrorismus wollen.

Globalisierung und die Rückkehr des Krieges

Der Papst erinnerte daran, dass das erste Assisi-Treffen während des Kalten Krieges stattfand, einer Zeit, die sich seiner Darstellung nach stark von heute unterscheidet. Nach 1989 hätten viele Menschen geglaubt, die Globalisierung werde der Welt dauerhaften Frieden sichern. Er argumentierte, die Globalisierung habe nicht automatisch Einheit oder Frieden gebracht, sondern fundamentalistische, identitäre und nationalistische Reaktionen befördert – ein Punkt, den er mit seiner im Mai veröffentlichten Enzyklika Magnifica humanitas verband. Er beschrieb eine beunruhigende Rehabilitierung des Krieges als Instrument der internationalen Politik und sagte, die Vorstellung, Waffenlager als wirksamstes Mittel zur Abschreckung anzulegen, verrate die Erinnerung an das 20. Jahrhundert. Zudem sei zu viel Hoffnung in die Fähigkeit der Märkte gesetzt worden, Wohlstand, Demokratie und Sicherheit zu schaffen.

Assisi-Treffen und Konflikte in der Region

Das Treffen brachte nach Angaben von Rai 384 Vertreter von Religionen, Kulturen und Institutionen aus 53 Ländern zusammen. Zum Programm gehörten 24 runde Tische und 155 Redner, die über Abrüstung, die Klimakrise, Demokratie und Solidarität diskutierten. Besondere Aufmerksamkeit fanden die Konflikte im Nahen Osten, in der Ukraine und in Russland sowie Krisen in mehreren afrikanischen Ländern. Hala Al-karib, Teilnehmerin und Regionaldirektorin des SIHA Network, das Menschenrechtsverletzungen dokumentiert, schilderte die Lage im Sudan. Nach ihren Angaben sind in den vier Jahren seit Beginn dieses Konflikts mehr als 250.000 Zivilisten gestorben, während Häuser, Kirchen, Moscheen und Museen geplündert werden und sexuelle Gewalt häufiger geworden ist.

Dimension des Assisi-Treffens, 25. bis 27. Oktober
Vertreter
384
Länder
53
Runde Tische
24
Redner
155

Daten aus dem Artikeltext

Anschlag in Jordanien und das Ende des Treffens

Die Teilnehmer verwiesen zudem auf einen Anschlag auf Gläubige in der orthodoxen Georgskirche in Harmoud, Karak, in Jordanien, der Berichten zufolge Tote und Verletzte gefordert hatte. Der Papst sagte, er sei dieser Gemeinde und dem gesamten Land nahe.

„Ich bin dieser Gemeinde und dem gesamten Land nahe.“

Papst Leo XIV.

Die Teilnehmer hatten auch an den früheren Angelus-Appell des Papstes erinnert, weiter für den Frieden zu beten. Rai berichtete, das Treffen habe am 27. Oktober in Assisi geendet, am dritten Tag seines Programms.

Fragen zu diesem Text

Quellen und Kontext

Assisi, Rom, Karak · Italien, Jordanien

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