
Griechischer Journalist Antonis Panoutsos mit West-Nil-Virus auf der Intensivstation intubiert – Zahl der Fälle erreicht 157
Der erfahrene Sportreporter Antonis Panoutsos liegt seit über 30 Tagen auf der Intensivstation des Evangelismos-Krankenhauses in Athen, während die griechischen Gesundheitsbehörden 13 Todesfälle durch die von Mücken übertragene Krankheit verzeichnen.
Einlieferung ins Krankenhaus und medizinische Komplikationen
Der griechische Sportjournalist Antonis Panoutsos befindet sich weiterhin in kritischem Zustand auf der Intensivstation des Evangelismos-Krankenhauses in Athen. Der 78-jährige Reporter wurde am Freitag, dem 17. Juli 2026, in die Notaufnahme eingeliefert, nachdem er in seinem Haus in Chalandri kurz vor einem geplanten Sommerurlaub hohes Fieber entwickelt hatte. Die Ärzte stellten zunächst eine Infektion in einem bestimmten Organsystem fest, bevor Labortests das West-Nil-Virus mit klinischen Anzeichen einer Enzephalitis bestätigten. Zum Zeitpunkt der Einlieferung hatte er keine Vorerkrankungen. Am Samstag, dem 18. Juli 2026, erlitt Panoutsos eine septische Episode mit einer akuten Verschlechterung der Nierenfunktion. Das medizinische Personal verlegte ihn am Sonntag, dem 19. Juli 2026, auf die Intensivstation, wo er seit über 30 Tagen intubiert ist und ständig auf Komplikationen überwacht wird.
- Mit hohem Fieber von Chalandri in die Notaufnahme des Evangelismos-Krankenhauses eingeliefert
- Erleidet eine septische Episode mit Verschlechterung der Nierenfunktion
- Auf die Intensivstation verlegt und intubiert
- Befindet sich nach über 30 Tagen auf der Intensivstation weiterhin in ernstem Zustand und ist intubiert
Karriere im Sportjournalismus und öffentliches Leben
Panoutsos wurde 1948 in Kallipoli, Piräus, geboren, seine familiären Wurzeln liegen auf der Insel Hydra. Im Laufe einer jahrzehntelangen Karriere im griechischen Sportjournalismus schrieb und redigierte er für Publikationen wie Fos ton Spor, O Filathlos, To Vima und Sportday und moderierte beim Radiosender SPOR FM. Größere öffentliche Bekanntheit erlangte er durch seine langjährigen Fernseh- und Radiokooperationen mit dem Journalisten Antonis Karpetopoulos. Im November 2018 ging Panoutsos als Parlamentskandidat der Nea Dimokratia im Wahlkreis Westathen (B2) für die nationalen Wahlen 2019 in die Politik, konnte jedoch keinen Sitz erringen. Im November 2019 übernahm er eine Ernennung zum Sonderberater für Programmgestaltung innerhalb der Generaldirektion Information beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk ERT.
Ausbruch des West-Nil-Virus in Griechenland
Der Krankenhausaufenthalt fällt mit einer steigenden Zahl von West-Nil-Virus-Infektionen in Griechenland während der Übertragungssaison im Sommer 2026 zusammen. Die Gesundheitsbehörden melden, dass bis zum 19. August 2026 landesweit 157 inländische Fälle und 13 Todesfälle bestätigt wurden. Die höchste Konzentration an inländischen Infektionen tritt in der Region Ostattika auf. Das Virus zirkuliert hauptsächlich zwischen Mücken und Wildvögeln; Menschen infizieren sich durch Mückenstiche, nicht durch eine Übertragung von Mensch zu Mensch. Die Gesundheitsbehörden überwachen die Mückenpopulationen und Infektionsraten in den Regionen, da Wetterlagen mit hohen Temperaturen und Niederschlägen die Vermehrungszyklen der Überträger in städtischen und ländlichen Gebieten begünstigen.
Infektionsmuster und Überwachung in Europa
Die vom Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) bis zum 21. August 2026 zusammengestellten Überwachungsdaten stufen Griechenland in Europa sowohl bei den Gesamtinfektionen als auch bei den betroffenen Gebietseinheiten auf Platz zwei ein. Italien führt den Kontinent mit 311 lokal erworbenen Fällen in 46 Verwaltungsregionen an, gefolgt von Griechenland mit 157 Fällen in 17 Regionen. Der ECDC-Bericht stellt fest, dass bei sieben griechischen Fällen die Übertragungsorte unbekannt sind. Spanien liegt mit 63 Fällen in drei Regionen auf Platz drei, gefolgt von Nordmazedonien mit 37 Fällen, Rumänien mit 28 Fällen und Frankreich mit 17 Fällen. Serbien verzeichnet sechs Fälle, die Niederlande zwei, während Albanien, Österreich, Deutschland und Kosovo jeweils eine lokal erworbene Infektion gemeldet haben. Epidemiologen weisen darauf hin, dass die West-Nil-Übertragung in Europa typischerweise zwischen August und Anfang September ihren Höhepunkt erreicht und in den kommenden Wochen weitere lokale Fälle zu erwarten sind.
- Italien
- 311 Fälle
- Griechenland
- 157 Fälle
- Spanien
- 63 Fälle
- Nordmazedonien
- 37 Fälle
- Rumänien
- 28 Fälle
- Frankreich
- 17 Fälle
- Serbien
- 6 Fälle
- Niederlande
- 2 Fälle
- Albanien
- 1 Fälle
- Österreich
- 1 Fälle
- Deutschland
- 1 Fälle
- Kosovo
- 1 Fälle


