Film & Medien · Teheran
Iran verurteilt Regisseur Jafar Panahi in Abwesenheit zu fünf Jahren Haft
Ein Teheraner Gericht hat den Palme-d'Or-Preisträger in Abwesenheit verurteilt und die Beschlagnahme seines Vermögens angeordnet, wie sein Anwalt am Dienstag, 27. Oktober 2026, mitteilte. Der Anwalt erklärt, ihm sei nie mitgeteilt worden, dass eine Verhandlung angesetzt war.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von europa press, Deutsche Welle, Notícias ao Minuto und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Ein Teheraner Revolutionsgericht hat Jafar Panahi nach Angaben seines Anwalts Mostafa Nili, der am Dienstag, 27. Oktober 2026, mit Etemad sprach, zu fünf Jahren und einem Monat Haft verurteilt.
Das Gericht ordnete die Einziehung von Panahis gesamten beweglichen und unbeweglichen Vermögen an, verhängte ein zweijähriges Ausreise- und Social-Media-Verbot und ließ seine Bankkonten sperren.
Nili sagte, Panahi sei nicht über die Verhandlung informiert worden; in der Akte heißt es, die Behörden hätten ihn nicht finden können, obwohl er nach Angaben des Anwalts am 30. März in den Iran zurückgekehrt ist.
Gegen Panahi sind drei Verfahren offen. 2020 wurde er zu sechs Jahren Haft und einem 20-jährigen Berufsverbot für das Filmemachen verurteilt; von Juli 2022 bis Februar 2023 saß er im Evin-Gefängnis.

- März 2026Panahi kehrt nach Angaben seines Anwalts in den Iran zurück
- September 2026Panahi erscheint in einem weiteren Verfahren vor der Justiz
- 27.10.Ein Teheraner Gericht verurteilt Panahi in Abwesenheit zu fünf Jahren und einem Monat Haft
Ein Urteil in Abwesenheit
Ein Revolutionsgericht in Teheran hat Jafar Panahi in Abwesenheit für schuldig befunden und zu fünf Jahren und einem Monat Haft verurteilt, wie sein Anwalt Mostafa Nili der reformorientierten Zeitung Etemad sagte. Das Gericht ordnete zudem die Einziehung seines gesamten beweglichen und unbeweglichen Vermögens an, verhängte ein Ausreiseverbot sowie ein zweijähriges Verbot der Nutzung sozialer Medien und ließ seine Bankkonten sperren. Nach Angaben Nilis stammt das Urteil von der Zweigstelle 26 des Teheraner Revolutionsgerichts und wurde am Dienstag, 27. Oktober 2026, bekannt. Auch die halbamtliche Nachrichtenagentur Isna gab die Darstellung des Anwalts wieder.
Benachrichtigung und Aufenthaltsort
Nili sagte, seinem Mandanten sei nie eine Verhandlung in dem Verfahren mitgeteilt worden, das dem neuen Urteil zugrunde liegt. Die Konten seien kurz vor Bekanntwerden des Urteils gesperrt worden, und das Verteidigerteam habe von der Strafe erst nach einem Besuch bei der Vollstreckungsabteilung der Staatsanwaltschaft für Kultur und Medien erfahren. In der Akte werde Panahi außerhalb Irans verortet; die Behörden hätten ihn nicht ausfindig machen können, obwohl er nach Angaben Nilis am 30. März in das Land zurückgekehrt sei. Ein Bericht nennt den 10. April als Rückkehrdatum, während der Kampfhandlungen im Iran-Krieg. Nili sagte zudem, gegen Panahi sei am 20. Mai von der Zweigstelle 16 der Staatsanwaltschaft für Kultur und Medien ein Haftbefehl erlassen worden – am selben Tag, an dem Panahi in einem anderen Verfahren bei der Zweigstelle 26 des Revolutionsgerichts anwesend war. Im September erschien er in einem weiteren Verfahren vor der Justiz, und nun sind drei Verfahren gegen ihn offen.
Eine Reihe früherer Urteile
Panahi wurde mehrfach festgenommen und inhaftiert. 2020 wurde er zu sechs Jahren Haft und 20 Jahren ohne das Recht verurteilt, Filme zu drehen, Drehbücher zu schreiben oder ins Ausland zu reisen. Im Juli 2022 trat er die Strafe im Evin-Gefängnis an und kam im Februar 2023 nach rund sieben Monaten Haft wieder frei. LaVanguardia berichtet von einer weiteren einjährigen Haftstrafe im Dezember 2025 wegen Propaganda gegen das System. HRANA, eine persischsprachige Nachrichtenagentur für Menschenrechtsfragen, schreibt, dieses frühere Urteil habe ebenfalls zweijährige Reise- und Social-Media-Verbote umfasst. Mizan Online, die Nachrichtenagentur der Justiz, über die die Behörden Verurteilungen üblicherweise publik machen, hat das neue Urteil nicht gemeldet.
Erfolg in Cannes und internationales Profil
Panahi ist einer der bekanntesten Regisseure Irans. 1995 gewann er in Cannes die Caméra d'Or für „Der weiße Ballon“, 2000 in Venedig den Goldenen Löwen für „Der Kreis“ und 2015 in Berlin den Goldenen Bären für „Taxi“. Im Mai 2025 verließ er Iran erstmals seit 15 Jahren, um seinen Film Un simple accidente in Cannes vorzustellen, wo er die Palme d'Or gewann. Der Film wurde 2026 für zwei Oscars nominiert. Das neue Urteil fällt nach dieser internationalen Tour und seiner Rückkehr in den Iran im Frühjahr.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- europa pressEin iranisches Gericht verurteilt den gefeierten Filmemacher Jafar Panahi zu fünf...Un tribunal iraní condena al aclamado cineasta Jafar Panahi a cinco... · Original auf Spanisch
- Deutsche WelleIran verurteilt Filmemacher Jafar Panahi zu 5 Jahren HaftIrán condena a 5 años de prisión al cineasta Jafar Panahi · Original auf Spanisch
- Notícias ao MinutoFilmemacher Jafar Panahi Ziel einer neuen Verurteilung im IranRealizador Jafar Pahani alvo de nova condenação no Irão · Original auf Portugiesisch
- LaVanguardiaIran verurteilt Filmemacher Jafar Panahi zu 5 Jahren Haft und Beschlagnahmung seines VermögensIrán condena al cineasta Jafar Panahi a 5 años de prisión y la confiscación de sus bienes · Original auf Spanisch
- Jafar Panahi
- Iranischer Regisseur, in Abwesenheit von einem Teheraner Gericht verurteilt, Palme-d'Or-Gewinner 2025 für Un simple accidente
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