
Inder, 47, ertrinkt in der Adda bei der Rettung von Bruder und Neffen; 4-Jähriger stirbt später
Ein 47-jähriger Inder ertrank in der Adda bei Mailand, während er seinen Bruder und seinen 4-jährigen Neffen in Sicherheit brachte; das Kind starb Stunden später in einem Krankenhaus in Bergamo trotz längerer Wiederbelebungsversuche.
Der Vorfall
Gegen 12:30 Uhr am Samstag, den 18. Juli 2026, versammelte sich eine Familie indischer Herkunft am Golfo Rivolta, einer Lichtung am Ufer der Adda, wo die Provinzen Cremona und Mailand aufeinandertreffen. Der Vater, 45, der in Rivolta d'Adda lebt, betrat als Erster das Wasser. Sein 4-jähriger Sohn folgte ihm, geriet aber fast sofort in ernste Schwierigkeiten. Der Bruder des Vaters, ein 47-jähriger Inder (einige Berichte geben sein Alter mit 46 an), der in Portugal lebte und nach Italien gereist war, um ein paar Tage Urlaub mit der Familie zu verbringen, stürzte sich ohne Zögern in den Fluss. Es gelang ihm, seinen Bruder und das Kind zu erreichen und sie zurück zum Ufer zu drängen, aber die Strömung riss ihn fort. Er ertrank, vermutlich auch überwältigt von der körperlichen Anstrengung.
Die Rettungsaktion
Der Alarm löste einen Großeinsatz aus. Carabinieri der Station Rivolta d'Adda und der Kompanie Pioltello trafen ein, zusammen mit Feuerwehrtauchern aus Mailand, mehreren Krankenwagen und zwei Rettungshubschraubern, die von Mailand und Como aus starteten. Der Ort ist notorisch schwer zugänglich: Die Retter mussten einen langen Fußweg zurücklegen, bevor sie das Wasser erreichten. Die Leiche des Onkels wurde etwa 300 Meter flussabwärts von der Stelle gefunden, an der er zuletzt gesehen worden war, am Ufer, das im Gebiet der Metropolitanstadt Mailand liegt. Für ihn gab es keine Rettung mehr. Das Kind wurde in einem kritischen Zustand geborgen. Die Notärzte führten über einen längeren Zeitraum Wiederbelebungsmaßnahmen durch, zunächst auf dem Kiesufer und dann während des Hubschraubertransports zum Krankenhaus Papa Giovanni XXIII in Bergamo. Alle Versuche blieben vergeblich. Gegen 14:30 Uhr erklärte das medizinische Team das Kind für tot.
Ein beliebter, aber gefährlicher Ort
Der Golfo Rivolta wird in den Sommermonaten von vielen besucht, birgt jedoch tückische Strömungen und unregelmäßige Tiefen. Der Flusslauf der Adda kann sich schnell ändern, und die abgelegene, schwer zugängliche Lage macht eine rechtzeitige Rettung äußerst schwierig. Die Tragödie hat erneut die Risiken des Badens in unbeaufsichtigten Flussbereichen deutlich gemacht, selbst an Stellen, die ruhig erscheinen.
Die Familie und die Ermittlungen
Der Vater, der dank des Eingreifens seines Bruders überlebte, wurde wegen eines Schocks behandelt. Die Leichen des 47-Jährigen und des 4-Jährigen wurden der Justizbehörde zur Verfügung gestellt und in die Leichenhalle gebracht. Die Carabinieri setzen ihre Ermittlungen fort, um die genauen Umstände des Unfalls zu klären. Der Onkel, der Vater und das Kind sind alle indischer Herkunft. Der Onkel hatte zuvor in Portugal gelebt und war für einen kurzen Urlaub in Italien.
- Vater und Sohn betreten die Adda; Kind kämpft, Onkel springt zur Hilfe.
- Carabinieri, Feuerwehrtaucher, Krankenwagen und zwei Hubschrauber erreichen den abgelegenen Ort.
- Leiche des Onkels 300 Meter flussabwärts gefunden; er ist bereits tot.
- Kind im Krankenhaus Papa Giovanni XXIII in Bergamo nach langer Wiederbelebung für tot erklärt.


