
Olympiacos präsentiert 250-Millionen-Euro-Plan für privates Stadion und kritisiert Regierung wegen Verzögerung bei Höhenverordnung
Der Präsident von Olympiacos FC, Vangelis Marinakis, präsentierte Pläne für ein neues, privat finanziertes Georgios-Karaiskakis-Stadion mit über 53.000 Plätzen im Piräus und kritisierte die griechische Regierung für die Verzögerung einer Höhenverordnung, die den Baubeginn des Projekts auf 2027 verschoben hat.
Olympiacos-Präsident Vangelis Marinakis hielt am 2. Juli 2026 eine Pressekonferenz im Städtischen Theater von Piräus ab, um die Pläne des Vereins für ein neues Stadion am Standort des bestehenden Georgios-Karaiskakis-Stadions vorzustellen.
Ein Stadion für die Zukunft
Die neue Spielstätte wird das größte reine Fußballstadion Griechenlands sein und über 53.000 Zuschauer fassen. Es ist auf vier Ebenen ausgelegt und wird von einem 30.000 Quadratmeter großen bioklimatischen Dach gekrönt. Marinakis bezeichnete das Projekt als eine Investition in die Zukunft des Vereins und eine notwendige Modernisierung für ein Team, das aus seinem derzeitigen Zuhause herausgewachsen ist.
Das aktuelle Karaiskakis kann unsere Traummannschaft nicht mehr aufnehmen. Das neue Stadion wird unser Theater der Träume sein.
Private Finanzierung und öffentliche Reibung
Das gesamte Projekt wird mehr als 250 Millionen Euro kosten und ausschließlich von Marinakis und Olympiacos finanziert, ohne dass Staatsgelder beantragt wurden. Der Bürgermeister von Piräus, Yiannis Moralis, der bei der Veranstaltung sprach, forderte die Regierung zu schnellem Handeln auf und sagte, das Einzige, was benötigt werde, sei eine Gesetzesänderung der zulässigen Gebäudehöhe.
Die Höhenänderung ist das Einzige, was wir von der Regierung verlangen.
Marinakis warf der Regierung eine unverständliche Verzögerung vor. Er enthüllte, dass im September 2025 ein Schreiben mit der Bitte um eine Verordnung zur Erhöhung der maximalen Stadionhöhe von 40 auf 52–54 Meter gesendet worden sei. Ohne diese könne der Bau nicht beginnen.
Wir verlangen keinen einzigen Euro vom Staat. Die Regierung hat uns verzögert, und ich verstehe nicht, warum. Hätten wir die Verordnung gehabt, hätten wir diesen Mai beginnen können und wären im August 2028 in das Stadion einziehen können.
Einrichtungen und Fanerlebnis
Die Pläne umfassen ein Medienzentrum von 2.000 Quadratmetern mit einem Amphitheater für 320 Sitzplätze, 1.000 Quadratmeter Bürofläche, über 100 Luxuslogen, mehr als 5.000 Quadratmeter Premium-Gastronomiebereiche und 5.000 Quadratmeter für Restaurants, Cafés und Kioske. Insgesamt 10.000 Quadratmeter LED-Bildschirme werden die größte Polyeder-Anzeige in Europa bilden. Die Bewegung im Stadion soll durch 32 Rolltreppen, 60 Aufzüge, 20 Doppeltreppen und 70 Zugangstore erleichtert werden.
Zeitplan und vorübergehende Spielstätte
- Schreiben an die griechische Regierung mit der Bitte um eine Verordnung zur Erhöhung der zulässigen Stadionhöhe
- Ursprünglich angestrebter Baubeginn wegen ungelöster Höhenverordnung verpasst
- Frühestmöglicher Baubeginn
- Voraussichtliche Fertigstellung und Eröffnung nach etwa zweijähriger Bauzeit (Olympiacos spielt in der Zwischenzeit im OAKA)
Aufgrund der ins Stocken geratenen Höhenverordnung kann der Bau nun frühestens im Mai 2027 beginnen. Der Bau wird voraussichtlich etwa zwei Jahre dauern, in denen Olympiacos seine Heimspiele im Olympiastadion von Athen (OAKA) austragen wird. Das Projekt zielt darauf ab, nicht nur die Infrastruktur des Vereins zu verändern, sondern auch als Entwicklungsmotor für die Region Piräus zu dienen.


