KI-generiert·Mehr erfahren
© Le Figaro.fr
Einzelsport·vor 4 Tagen

Französischer Kunstturner Gaël Da Silva stirbt mit 41 Jahren bei Verkehrsunfall – hinterlässt Frau und drei Kinder

Gaël Da Silva, Bronzemedaillengewinner bei den Europameisterschaften 2012 und Mitglied des französischen Olympiateams in London, wurde am Dienstagmorgen bei einem Verkehrsunfall getötet. Er wurde 41 Jahre alt.

Eine Karriere voller Widerstandskraft jäh beendet

Die französische Turngemeinschaft trauert um Gaël Da Silva, der am Dienstag, den 26. Mai, im Alter von 41 Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Da Silva, unter seinem Spitznamen „Gaou“ bekannt, war Spezialist am Boden, Reck und an den Ringen und in den 2000er Jahren eine feste Größe im französischen Nationalteam. Sein Tod wurde von mehreren französischen Medien bestätigt. Sein ehemaliger Teamkollege Yann Cucherat sagte gegenüber Le Progrès, er sei „am Boden zerstört“ über die Nachricht.

Die unglaubliche Gewalt dieser Nachricht, für einen so jungen Jungen, berührt mich. Wir kannten uns am Pôle France in Lyon, er war ein liebenswerter, sehr großzügiger Mensch. Die Mannschaft stand in seinen Augen über ihm selbst.

Überwindung von Widrigkeiten

Da Silvas Weg an die Spitze war von außergewöhnlicher Beharrlichkeit geprägt. Im Jahr 2004, nachdem er die Olympischen Spiele in Athen bereits aufgrund einer schweren Knieverletzung verpasst hatte, wurde er bei einem Motorradunfall von einem Auto erfasst. Er erzählte später, dass sein erster Glücksfall darin bestand, von einem Feuerwehrmann angefahren zu werden, der es schaffte, seine Blutung zu stillen. Nach mehreren Operationen und einer langen Rehabilitation lernte er wieder gehen und kehrte mit Blick auf die Spiele 2008 in Peking ins Training zurück.

In meinem Krankenhausbett sah ich, wie das Turnen sich von mir entfernte, aber ich wollte dort nicht aufhören.

Dieser olympische Traum zerschellte erneut, als er sich nur drei Tage vor der Abreise nach Peking im Training einen Kreuzbandriss zuzog. Unbeirrt baute er seine Fitness erneut auf.

Der Höhepunkt 2012

Seine Beharrlichkeit zahlte sich 2012 aus. Bei den Europameisterschaften in Montpellier gewann Da Silva die Bronzemedaille am Boden – die einzige Medaille, die die französische Delegation bei diesem Wettkampf erringen konnte. Dieser Erfolg sicherte ihm die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 in London, wo er der französischen Mannschaft zu einem achten Platz verhalf und im Einzelfinale am Boden mit dem zehnten Platz knapp das Finale verpasste.

Wichtige Stationen in Gaël Da Silvas Karriere
  1. Verpasst die Olympischen Spiele in Athen aufgrund einer Knieverletzung; Wochen später überlebt er einen schweren Motorradunfall, nachdem er von einem Auto erfasst wird.
  2. Erleidet drei Tage vor den Olympischen Spielen in Peking im Training einen Kreuzbandriss, der ihn zum Rückzwingt.
  3. Hilft Frankreich, bei den Weltmeisterschaften in Rotterdam den fünften Platz im Mannschaftswettbewerb zu erreichen.
  4. Gewinnt die Bronzemedaille am Boden bei den Europameisterschaften in Montpellier.
  5. Nimmt an den Olympischen Spielen in London teil: 8. im Mannschaftswettbewerb, 10. in der Boden-Qualifikation.
  6. Tritt im Alter von 28 Jahren vom Leistungssport zurück.
  7. Stirbt im Alter von 41 Jahren bei einem Verkehrsunfall.

Bereits bei den Weltmeisterschaften 2010 in Rotterdam hatte er zum fünften Platz der französischen Mannschaft beigetragen. Außerdem sammelte er mehrere nationale Titel, darunter Siege in Toulon (2008), Toulouse (2011) und Nantes (2012).

Leben nach dem Sport

Da Silva zog sich 2013, ein Jahr nach den Spielen in London, im Alter von 28 Jahren aus dem Leistungssport zurück. Er wechselte in den Beruf des technisch-kaufmännischen Vertreters für Gymnova, ein Unternehmen für Turnausrüstung. Nur zehn Tage vor seinem Tod wurde er bei den französischen Mannschaftsmeisterschaften in Amiens gesehen.

Er hinterlässt seine Frau Camille Schmutz Da Silva, selbst eine ehemalige Turnerin, die an den Olympischen Spielen 2004 in Athen teilnahm, und ihre drei Kinder: Hugo (12), Jules (9) und Lou (6).

Vaulx-en-Velin · Montpellier · London

7 Quellen

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Kein Tracking, keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Kultur & Sport
Paris · Nanterre
Rom · Venedig · Turin · Codroipo