
Mónica Oltra kehrt als Compromís-Kandidatin für das Bürgermeisteramt von Valencia in die Politik zurück, unterstützt von linken Parteien
Mónica Oltra wurde am 4. Juli 2026 als Compromís-Kandidatin für das Bürgermeisteramt von Valencia bestätigt, vier Jahre nach ihrem Rücktritt als Vizepräsidentin. Sie rief zu einem breiten linken Bündnis auf und stellte den Wohnungsbau in den Mittelpunkt ihres Programms.
Rückkehr in die Politik
Mónica Oltra machte am Samstag den ersten Schritt zurück in die Politik, als Compromís sie auf einer außerordentlichen Versammlung im Jardín Botánico zu ihrer Kandidatin für das Bürgermeisteramt von Valencia kürte. Der Ort war symbolträchtig: Hier wurde 2015 die Vereinbarung besiegelt, die die Ära der Botànic-Regierung einleitete. Oltra, die 2022 als Vizepräsidentin der Generalitat zurücktrat, sagte der Versammlung, dass ihr vierjähriges Fernbleiben ihr die Gelegenheit gegeben habe, den Vormarsch rechter und rechtsextremer Denkmuster zu beobachten und zu reflektieren.
Mit euch allen vereint können wir es schaffen. Ich möchte die Bürgermeisterin der Regierung sein, die Valencia liebt.
- Vereinbarung im Jardín Botánico leitet die Ära der Botànic-Regierung ein.
- Oltra tritt als Vizepräsidentin zurück, nachdem sie im Missbrauchsvertuschungsfall angeklagt wurde.
- Oltra kündigt ihre Rückkehr in die Politik an.
- Als Compromís-Kandidatin für das Bürgermeisteramt von Valencia bestätigt.
Wohnen als Recht
Oltra widmete einen großen Teil ihrer Rede dem Wohnungsbau, der ihrer Meinung nach kein Recht mehr, sondern ein Luxusgut geworden sei. Sie argumentierte, dass die Stadt nicht bewohnbar sei ohne menschenwürdigen Wohnraum für die Menschen, die dort 365 Tage im Jahr leben, nicht nur vier. Sie bezeichnete es als demokratische Anomalie, dass diejenigen, die Häuser bauen, sie sich nicht leisten könnten, und setzte die Verfügbarkeit von Grundstücken für bezahlbaren Wohnraum als Priorität.
Die Stadt kann nicht wie ein Monopoly-Spiel gestaltet werden. Städtebau muss die Wirtschaft in den Dienst der produktiven Tätigkeit stellen, nicht der Spekulation.
Sie sagte, der Städtebau müsse wie ein Skalpell wirken, um der Spekulation der Mächtigsten die Flügel zu stutzen, und das Auto könne nicht der Herr der Stadt sein. Wenn Städte gekühlt werden müssten, müssten auch private Räume ihren Beitrag leisten.
Einheit und interne Debatte
Oltra schlug einen gemeinsamen, neutralen Raum vor, der auf Compromís aufbaut, aber darüber hinausgeht und Nachbarn und Einzelpersonen einschließt, nicht nur eine Summe von Parteilogos. Sie bat die Koalition um Großzügigkeit. Der Vorschlag stößt auf Widerstand des nationalistischen Flügels von Compromís, angeführt von Joan Baldoví, der kürzlich sagte, dass es wichtiger sei, die Wahlurnen zu füllen, als die Akronyme zu sprengen.
Wichtiger, als die Akronyme zu sprengen, ist es, die Wahlurnen zu füllen.
Eine aktuelle Umfrage auf Basis von CIS-Daten deutet darauf hin, dass Compromís bei den Regionalwahlen ohne jegliche Ergänzungen die PSPV überholen könnte, was die Skepsis von Baldovís Més Compromís verstärkt.
Unterstützung der Linken
Esquerra Unida, Podemos, Sumar und Esquerra Republicana del País Valencià entsandten alle Vertreter zu der Versammlung und sprachen sich für Einheit aus. Rosa Pérez von EU sagte, es sei an der Zeit, die Summe zu sprengen, um die Wahlurnen zu füllen. Adrián Navalon von Podemos versprach, an Oltra Seite zu stehen. Die gemeinsame Stimmenzahl dieser Parteien bei den letzten Kommunalwahlen erreichte kaum 10.000, ein Rückgang von über 16.000 im Jahr 2019 und fast 20.000 im Jahr 2015.
- 2015
- 20000 Stimmen
- 2019
- 16000 Stimmen
- 2023
- 10000 Stimmen
Rechtlicher Schatten
Oltra wird weiterhin wegen des angeblichen Vertuschens von sexuellem Missbrauch durch ihren Ex-Mann an einem minderjährigen Pflegekind zwischen Ende 2016 und 2017 ermittelt. Sie wartet zusammen mit einem Dutzend ehemaliger Kollegen aus der von ihr geleiteten Abteilung für soziale Eingliederung auf ihren Prozess. Compromís betrachtet den Fall als eine Form von Lawfare, die von der extremen Rechten angestiftet wurde. Oltra ging in ihrer Rede nicht direkt auf das Verfahren ein, aber ihre Rückkehr wurde als Kampf gegen die Vorstellung gerahmt, dass der Triumph der Rechten unvermeidlich sei.


