
Ukraine greift Ölterminal in St. Petersburg mit massivem Drohnenschwarm an – Russland meldet 72 abgeschossene UAVs
Ukrainische Streitkräfte haben in der Nacht einen massiven Drohnenangriff auf St. Petersburg gestartet und dabei ein Ölterminal in Russlands zweitgrößter Stadt getroffen, wie lokale Behörden am Samstag mitteilten. Die Luftabwehr schoss 72 Drohnen ab, es wurden keine Opfer gemeldet.
Der Angriff
Ukrainische Drohnen haben in der Nacht ein Ölterminal im Kirowski-Bezirk von St. Petersburg angegriffen, wie Gouverneur Alexander Beglow mitteilte. Der Angriff traf die Anlage und verursachte nach Beglows Worten „technogene“ Folgen, die schnell behoben wurden. Es wurden keine Verletzten oder Toten am Terminal gemeldet.
Der Angriff traf das Gebiet eines Ölterminals im Kirowski-Bezirk. Die technischen Folgen wurden behoben. Es gab keine Opfer.
Luftabwehr
Russische Luftabwehrsysteme fingen 72 unbemannte Luftfahrzeuge über der Stadt ab, so Beglow. Eine der abgeschossenen Drohnen stürzte auf das Gelände des historischen Peterhof-Komplexes, einer UNESCO-Welterbestätte, verursachte jedoch weder Schäden noch Verletzungen. Der Gouverneur hatte die Bewohner zuvor aufgefordert, während des Angriffs in ihren Häusern zu bleiben.
Die Luftabwehrkräfte schossen 72 unbemannte Luftfahrzeuge ab, von denen eines in Peterhof abstürzte. Es gab keine Opfer oder Schäden.
Eskalation der Angriffe auf Energieinfrastruktur
Kiew hat in diesem Jahr seine Angriffe auf die russische Energieinfrastruktur verstärkt, was in einigen Regionen zu Treibstoffknappheit geführt hat. Der Angriff auf St. Petersburg gehört zu den tiefsten Vorstößen auf russisches Territorium seit Kriegsbeginn und traf eine Stadt mit 6 Millionen Einwohnern, weit entfernt von der Frontlinie. Eine russische Website zur Treibstoffverfolgung, GdeBENZ, wurde am Freitag zudem durch einen DDoS-Angriff unzugänglich gemacht, wie Le Monde berichtet.
Breiterer Kontext
Der Drohnenangriff erfolgte, während sich die europäischen NATO-Mitglieder und Kanada darauf vorbereiteten, auf einem Bündnisgipfel in Ankara am 7. und 8. Juli Militärhilfe in Höhe von 70 Milliarden Euro für die Ukraine für die Jahre 2026 und 2027 zuzusagen – ohne Beteiligung der USA. Unterdessen starb ein zehnjähriges Mädchen im Krankenhaus, nachdem es am Freitag bei russischem Beschuss in Losowa, Oblast Charkiw, verletzt worden war, wie regionale Behörden mitteilten.


