Diplomatie · Washington, D.C., Teheran und Genf
Ölpreis fällt um über 5 % nach US-Iran-Abkommen, doch Analysten warnen: Energieschock „ist nicht vorbei“ und Erholung wird Monate dauern
Die Ölpreise fielen am Montag um mehr als 5 %, während asiatische Aktienmärkte deutlich zulegten, nachdem die Vereinigten Staaten und der Iran ein Rahmenabkommen zur Beendigung ihres Krieges und zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus angekündigt hatten. Analysten warnten jedoch, dass der Energieschock noch nicht überwunden sei und eine vollständige Normalisierung der Lieferwege Monate in Anspruch nehmen werde.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von in.gr, NEWS 24/7, ΣΚΑΪ und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Trump kündigte am Sonntag ein Rahmenabkommen mit dem Iran an; eine formelle Unterzeichnung ist für Freitag in der Schweiz geplant, wonach die Straße von Hormus wieder mautfrei geöffnet werden soll.
Brent fiel auf 82,83 USD/Barrel und WTI auf 80,14 USD/Barrel, beide mit einem Minus von über 5 %, da die Märkte die erwartete Rückkehr der Golf-Lieferungen einpreisten.
Daniel Hines (ANZ) erklärte, der Energieschock sei „nicht vorbei“ und warnte, dass Minenräumung, Schiffsüberholungen und der Wiederaufbau von Lagerbeständen eine vollständige Erholung um Wochen oder Monate verzögern könnten.
Wood Mackenzie schätzt, dass die irakischen Ölexporte, die durch die Blockade stark gestört wurden, etwa ein Jahr benötigen könnten, um wieder ihre volle Kapazität zu erreichen, während Saudi-Arabien und die VAE sich deutlich schneller erholen können.
Der Nikkei 225 gewann 5,5 %, der Kospi 5,7 % und der philippinische Index 6 %, da Anleger auf eine nachlassende Inflation und geringeren Zinsdruck setzen.
Iranische Medien berichteten, die mautfreie Passage gelte nur für 60 Tage, während US-Vizepräsident Vance eine dauerhafte Regelung erwartet; der vollständige Text wird nach der Zeremonie am Freitag veröffentlicht.
- 28.02.Straße von Hormus nach iranischen Angriffen faktisch für den Großteil der Schifffahrt geschlossen.
- 14.06.Trump kündigt Rahmenabkommen auf Truth Social an und erklärt, die Straße werde ohne Maut wiedereröffnet.
- 15.06.Ölpreise fallen um über 5 %; asiatische Aktienmärkte erholen sich aufgrund der Erleichterung über das Abkommen.
- 20.06.Formelle Unterzeichnungszeremonie in der Schweiz geplant; Öffnung der Straße nach Minenräumung erwartet.
Das Abkommen
Präsident Donald Trump gab am Sonntag auf Truth Social bekannt, dass die Vereinigten Staaten eine Einigung mit dem Iran erzielt hätten, um den Krieg zu beenden und die Straße von Hormus wieder für den schifffahrtsfreien Verkehr zu öffnen, verbunden mit einer sofortigen Aufhebung der US-Seeblockade iranischer Häfen. Ein entsprechendes Memorandum of Understanding wurde von Trump, Vizepräsident JD Vance und dem iranischen Parlamentspräsidenten Mohammad Bagher Ghalibaf unterzeichnet, wie ein hochrangiger US-Vertreter am Montag bestätigte. Die offizielle Unterzeichnungszeremonie ist für Freitag in der Schweiz geplant.
Trump forderte die weltweite Schifffahrt auf, den Betrieb wieder aufzunehmen. „Schiffe der Welt, startet eure Motoren. Lasst das Öl fließen!“, schrieb er. In einem weiteren Beitrag erklärte er, die Straße werde nach der Unterzeichnung am Freitag geöffnet, wobei Minen geräumt würden. Der stellvertretende iranische Außenminister Kazem Gharibabadi bestätigte das Abkommen, sagte jedoch, der vollständige Text werde erst nach der Zeremonie veröffentlicht.
Reaktion des Ölmarktes
Rohöl der Sorte Brent zur Lieferung im August fiel um 5,14 % auf 82,83 USD pro Barrel, während West Texas Intermediate für Juli um 5,58 % auf 80,14 USD pro Barrel nachgab – einer der stärksten Tagesrückgänge seit Beginn des Krieges Ende Februar. Vor der Ankündigung des Abkommens hatten die Preise Anfang Juni noch 97 USD pro Barrel erreicht. Etwa 20 % der weltweiten Ölströme passierten die Straße, bevor der Iran die Wasserstraße am 28. Februar faktisch schloss und damit die größte Versorgungsunterbrechung der Geschichte auslöste.
- Anfang Juni 2026
- 97 $/bbl
- 15. Juni 2026
- 83 $/bbl
Daten aus dem Artikeltext
Warum die Erholung langsam verlaufen wird
Analysten warnten, dass das Abkommen keine sofortige Rückkehr zur Normalität bedeute. Daniel Hines, leitender Rohstoffstratege bei ANZ, erklärte, der Energieschock „ist nicht vorbei“ und er erwarte nicht, dass der Schiffsverkehr in naher Zukunft wieder das Vorkriegsniveau erreiche. „Die schwierige Phase liegt noch vor uns. Es wird ein sehr, sehr anspruchsvoller Erholungsprozess“, sagte er gegenüber CNBC. Er nannte Minenräumungsrisiken, die Wartung von rund 200 im Persischen Golf festsitzenden Schiffen sowie erschöpfte globale Reserven als Hindernisse, deren Beseitigung Wochen oder sogar ein bis zwei Monate dauern könnte.
Bart Melek, globaler Leiter der Rohstoffstrategie bei TD Securities, schätzte, dass selbst bei einer sofortigen Normalisierung der Ströme bis November 800 Mio. Barrel an Lagerbeständen verloren gehen würden. Hines fügte hinzu, dass ein Brent-Preis um 80 USD den Markt in den nächsten drei bis sechs Monaten nicht ausgleichen würde, und prognostizierte für das dritte Quartal eine Spanne im niedrigen 90-USD-Bereich.
Ungleicher Neustart bei den Produzenten
Das Tempo der Erholung wird sich bei den Golfproduzenten stark unterscheiden. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate dürften dank ihrer resilienten Infrastruktur Produktion und Exportterminals relativ schnell wieder hochfahren. Der Irak steht vor dem schwierigsten Weg: Seine südlichen Felder, die vollständig von Seeexporten über den Basra-Hub abhängig sind, wurden weitgehend stillgelegt. Alan Gelder, Senior Vice President bei Wood Mackenzie, sagte, der Irak „könnte sich in einer viel schwierigeren Lage befinden, da sie unter einer viel stärkeren Blockade stehen und ihre Felder komplexer sind.“ Modelle von Wood Mackenzie schätzen, dass es etwa ein Jahr dauern könnte, bis die irakischen Liefermengen wieder ihre volle Kapazität erreichen.
„Wir wissen nicht, was 'offen' für die Straße von Hormus bedeutet.“
Diese technische Skepsis bedeutet, dass die Freigabe gelagerter Ladungen und der Beginn neuer Lieferungen nicht unmittelbar auf die Unterzeichnung folgen werden.
Märkte erholen sich durch Erleichterung
Die Aktienmärkte in ganz Asien legten kräftig zu. Japans Nikkei 225 stieg um 5,5 %, der südkoreanische Kospi gewann bis zu 5,7 % und der philippinische Leitindex stieg um über 6 %, was den größten Anstieg seit sechs Jahren darstellt. US-Futures deuteten nach oben, wobei S&P 500-Kontrakte um etwa 1 % und Nasdaq-Futures um 1,8 % zulegten. Der MSCI Asia Index gewann rund 3 %.
- Nikkei 225
- 5.5 %
- Kospi
- 5.7 %
- Taiex
- 2.7 %
- ASX 200
- 1.5 %
- Hang Seng
- 1 %
- Philippinen
- 6 %
- Indonesien
- 5 %
Daten aus dem Artikeltext
Josh Gilbert, Analyst bei eToro, sagte gegenüber Bloomberg: „Die Märkte haben monatelang auf diese Nachricht gewartet und die Erleichterung ist bereits spürbar. Dies ist jedoch immer noch ein Schritt des Optimismus, nicht der Gewissheit. Die Welt wird erst dann vollständig zur Ruhe kommen, wenn das Abkommen unterzeichnet ist, was bedeutet, dass Anleger vorsichtig bleiben müssen.“ Khoon Goh, Leiter der Asien-Research-Abteilung bei ANZ, merkte an, dass der Ölpreisrückgang den Zentralbanken bei der Inflation etwas Entlastung verschaffen würde, zumal die Zinsentscheidung der Federal Reserve in dieser Woche ansteht.
Umstrittene Bedingungen und nächste Schritte
Iranische Staatsmedien berichteten, dass die Straße nur für 60 Tage mautfrei sein werde, danach solle sie unter die gemeinsame Verwaltung von Iran und Oman gestellt werden. Vizepräsident Vance sagte gegenüber CNBC, die USA erwarteten, dass sie langfristig mautfrei bleibe. Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif kündigte an, dass Washington und Teheran eine sofortige und dauerhafte Einstellung der militärischen Operationen an allen Fronten, einschließlich des Libanon, vereinbart hätten. Pakistan und Katar fungierten als Mediatoren bei den Gesprächen.
Frontline-CEO Lars Barstad äußerte sich optimistisch, dass bei Glaubwürdigkeit des Abkommens die Tankertransite „ziemlich schnell“ wieder aufgenommen würden. Viele Händler und Analysten bleiben jedoch bis zur Veröffentlichung des endgültigen Textes vorsichtig.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- in.grΤο πετρελαϊκό σοκ "δεν έχει τελειώσει" προειδοποιούν αναλυτές
- NEWS 24/7Πόσο σύντομα μπορεί η οικονομία να επιστρέψει στην κανονικότητα μετά τη συμφωνία ΗΠΑ-Ιράν;
- ΣΚΑΪΚατρακυλάει το πετρέλαιο με φόντο τη συμφωνία ΗΠΑ-Ιράν και το άνοιγμα του Ορμούζ
- Η ΝαυτεμπορικήΓιατί θα αργήσουμε να δούμε πτώση της τιμής των καυσίμων στα πρατήρια
- Donald Trump
- US-Präsident, der das Rahmenabkommen mit dem Iran und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus ankündigte
- JD Vance
- US-Vizepräsident, der das Memorandum of Understanding unterzeichnete und eine langfristige mautfreie Nutzung der Straße erwartet
- Mohammad Bagher Ghalibaf
- Parlamentspräsident des Iran, der das Memorandum of Understanding mit den USA unterzeichnete
- Kazem Gharibabadi
- Stellvertretender iranischer Außenminister, der das Abkommen bestätigte und die Veröffentlichung des Textes nach der Unterzeichnung ankündigte
- Shehbaz Sharif
- Premierminister von Pakistan, der die sofortige und dauerhafte Waffenruhe an allen Fronten, einschließlich Libanon, verkündete
- Daniel Hines
- Leitender Rohstoffstratege bei ANZ, der warnte, dass der Energieschock „nicht vorbei“ sei und eine langsame Erholung prognostizierte
- Bart Melek
- Globaler Leiter der Rohstoffstrategie bei TD Securities, der bis November einen Verlust von 800 Mio. Barrel an Lagerbeständen schätzte
- Neil Shearing
- Chefvolkswirt bei Capital Economics, der in Frage stellte, ob es sich um einen fragilen Waffenstillstand oder eine dauerhafte Einigung handelt
- Daniel Sternoff
- Senior Researcher am Center on Global Energy Policy der Columbia University, der auf die Unsicherheit bezüglich der Bedeutung einer „offenen“ Straße hinwies
- Alan Gelder
- Senior Vice President für Raffinerien, Chemikalien und Ölmärkte bei Wood Mackenzie, der sagte, die Erholung des Irak könne etwa ein Jahr dauern
- Josh Gilbert
- Analyst bei eToro, der die Marktreaktion als Ausdruck von Optimismus, nicht von Gewissheit bezeichnete
- Khoon Goh
- Leiter der Asien-Research-Abteilung bei ANZ, der anmerkte, dass der Ölpreisrückgang den Zentralbanken bei der Inflation Entlastung verschaffe
- Lars Barstad
- CEO des Tankerunternehmens Frontline, der sagte, Tankertransite könnten bei Glaubwürdigkeit des Abkommens schnell wieder aufgenommen werden
- Orte
- Washington, D.C., Teheran, Genf
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