Energie & Handel · Riad, Salalah und Medina
Saudi-Pipeline-Stilllegung und verschobene Oman-Gespräche treiben Öl über 107 Dollar
Brent-Rohöl stieg am Montag auf 107,54 Dollar pro Barrel, nachdem Drohnenangriffe die Ost-West-Pipeline Saudi-Arabiens getroffen und ein Treffen der Golfaußenminister in Salalah abgesagt worden war.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von Der Tagesspiegel, RP Online, N-tv und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Saudi-Arabien schloss vorübergehend seine 1.200 Kilometer lange Leitung, die 4 bis 5 Millionen Barrel pro Tag transportierte, nach Angriffen in den Regionen Riad und Medina.
Der omanische Außenminister Badr al-Busaidi kündigte die Verschiebung einer regionalen Ministerkonferenz in Salalah an, die für den 14. September 2026 geplant war.
Brent-Rohöl stieg am Montagmorgen um 2,8 % auf 107,54 Dollar pro Barrel, womit der kumulierte Preisanstieg seit Jahresbeginn 2026 bei fast 80 % liegt.
Die Huthis beanspruchten am 11. September die Kontrolle über Bab al-Mandab, ein Schiff wurde in Hormus evakuiert, und Saudi-Arabien führte am 13. September über 50 Luftangriffe durch.
- 10.09.Kronprinz Mohammed bin Salman bittet in einem Telefonat mit Donald Trump um US-Militärhilfe
- 11.09.Saudi-Arabien schließt Ost-West-Pipeline nach Drohnenangriffen, Huthis erobern Insel Perim
- 13.09.Saudische Streitkräfte führen über 50 Luftangriffe durch, ein Schiff wird in Hormus getroffen, Oman verschiebt regionale Gespräche
- 14.09.Brent-Rohöl steigt im frühen Morgenhandel um 2,8 % auf 107,54 Dollar pro Barrel
Pipeline-Stilllegung und Transportengpässe
Saudi-Arabien hat den Betrieb seiner 1.200 Kilometer langen Ost-West-Pipeline vorübergehend eingestellt, nachdem Drohnenangriffe Einrichtungen in den Regionen Riad und Medina getroffen hatten. Die Pipeline hatte in den vergangenen sechs Monaten als wichtigste Transitroute für Rohöl aus dem Persischen Golf gedient und die Straße von Hormus umgangen, die aufgrund des Konflikts zwischen Iran, den Vereinigten Staaten und Israel, der im Februar 2026 begann, weitgehend geschlossen ist. Vor der Stilllegung transportierte die Pipeline zwischen vier und fünf Millionen Barrel pro Tag, was etwa 4 % bis 5 % der globalen Ölversorgung entspricht. Sowohl Riad als auch Bagdad berichteten, dass die Drohnen von irakischem Territorium aus gestartet wurden, wo iranisch unterstützte Milizen operieren. Ölkäufer und Händler stellten fest, dass die Lagerbestände an den Exportterminals am Roten Meer nur für fünf bis sieben Tage Treibstoff reichen. Weiter südlich gab die vom Iran unterstützte Huthi-Bewegung am Freitag bekannt, dass sie nach der Einnahme der strategischen Insel Perim die Kontrolle über die Bab-al-Mandab-Straße übernommen habe.
Militärische Eskalationen im gesamten Golf
Die regionale Sicherheitslage verschlechterte sich am Wochenende auf mehreren Schauplätzen weiter. In Saudi-Arabien zeigten staatliche Medien Aufnahmen von Schäden an Wohnhäusern und einer Moschee in der südlichen Provinz Dschasan nach Huthi-Drohnen- und Raketenangriffen. Huthi-Kräfte beanspruchten zudem einen Angriff auf einen saudischen Militärstützpunkt in einer benachbarten Provinz für sich. Als Reaktion führten saudische Kampfflugzeuge am Sonntag innerhalb von 24 Stunden mehr als 50 Luftangriffe gegen Huthi-Ziele durch. In der Straße von Hormus meldete die britische Seeverkehrsbehörde, dass ein Projektil ein Handelsschiff getroffen und ein Feuer entfacht habe, das die Besatzung zur Aufgabe des Schiffs zwang. Begleitet wurden die Kämpfe von diplomatischen Kontakten: Der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman telefonierte am Donnerstag mit US-Präsident Donald Trump, um direkte militärische Unterstützung gegen die Huthis zu erbitten. Washington lehnte ein sofortiges direktes militärisches Eingreifen ab, erklärte sich aber bereit, stattdessen Geheimdiensthilfe zu leisten, während Trump den Pipeline-Angriff öffentlich dem Iran zuschrieb.
Verschobene diplomatische Gespräche in Oman
Die Hoffnungen auf eine Verhandlungslösung der Seetransitkrise wurden am Wochenende auf Eis gelegt. Die Außenminister der Golfstaaten sollten sich am Montag in Salalah (Oman) treffen, wo Vertreter des Iran und Omans einen Entwurf zur Entschärfung des Konflikts um die Straße von Hormus vorlegen wollten. Am Sonntagabend gab der omanische Außenminister Badr al-Busaidi in den sozialen Medien bekannt, dass die regionale diplomatische Konferenz verschoben werde.
„Im Interesse des Konsenses wurde das für morgen in Salalah geplante regionale Treffen verschoben.“
Die Absage beendete die Erwartungen an einen sofortigen diplomatischen Durchbruch, die die Rohölpreise Ende der Vorwoche kurzzeitig nach unten gedrückt hatten.
Preissprung bei Rohöl und Ausblick auf Reparaturen
Die Rohölpreise stiegen am Montagmorgen im globalen Handel, als die Märkte die gleichzeitigen Angebotsengpässe einpreisten. Brent-Rohöl zur Lieferung im November stieg um 2,8 % auf 107,54 Dollar pro Barrel und näherte sich damit der Marke von 110 Dollar, während US-amerikanisches West Texas Intermediate um 2,3 % auf 102,34 Dollar pro Barrel zulegte. Brent ist seit Jahresbeginn 2026 um fast 80 % gestiegen, liegt aber immer noch unter dem kriegsbedingten Höchststand von mehr als 126 Dollar pro Barrel Ende April. Der Zeitplan für die Wiederherstellung der Pipelineflüsse bleibt ungewiss, da das saudische Energieministerium keinen offiziellen Zeitplan für Reparaturen vorlegte. Ein Branchenkenner deutete an, dass eine vollständige Wiederherstellung fünf bis sechs Wochen dauern könnte, während andere Marktteilnehmer eine frühere teilweise Wiedereröffnung für möglich hielten.
- Brent-Rohöl
- 107.54 $/bbl
- WTI-Rohöl
- 102.34 $/bbl
Daten aus dem Artikeltext
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Der TagesspiegelKeine Entspannung in Nahost: Ölpreise legen wieder zu - Gespräche im Oman verschoben
- RP OnlineKonflikt im Nahen Osten: Blockierte Routen treiben Ölpreis über 107 Dollar
- N-tvDer Börsen-Tag: Angriffe in Nahost - Ölüreose reahoerem direkt
- HandelsblattIran-Krieg: Angriffe in Nahost treiben Ölpreis kräftig an
- Badr al-Busaidi
- Außenminister Omans, der die Verschiebung der regionalen Gespräche in Salalah bekannt gab
- Donald Trump
- Präsident der Vereinigten Staaten, der den Angriff auf die saudische Pipeline dem Iran zuschrieb
- Mohammed bin Salman
- Kronprinz von Saudi-Arabien, der US-Militärhilfe gegen die Huthi-Kräfte beantragte
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