
Low-Budget-Horrorfilm 'Obsession' wird weltweiter Kinohit und festigt die YouTube-Hollywood-Pipeline
Für unter 1 Million Dollar gedreht, hat Curry Barkers Debütfilm toxische Liebe zu einer Mundpropaganda-Sensation gemacht und Vergleiche mit dem YouTube-Kollegen Kane Parsons' 'Backrooms' hervorgerufen.
Der Durchbruch eines YouTube-Regisseurs
Curry Barker, ein etwa zwanzigjähriger Filmemacher, der erstmals mit dem 800-Dollar-YouTube-Kurzfilm 'Milk & Serial' bekannt wurde, hat einen der meistdiskutierten Horrorfilme des Jahres abgeliefert. 'Obsession' wurde für zwischen 750.000 und 1 Million Dollar gedreht, ein Bruchteil typischer Blumhouse-Produktionen, und ist seit seinem US-Kinostart im Mai zu einem weltweiten Kassenschlager geworden. Der Film folgt Bear (Michael Johnston), einem gewöhnlichen jungen Mann, der einen verfluchten Gegenstand benutzt, um seine platonische Schwärmerei Nikki (Inde Navarrette) dazu zu bringen, ihn zu lieben, nur um zu sehen, wie der Wunsch in psychologische und physische Gewalt ausartet.
Eine Metapher für toxische Beziehungen
Kritiker haben den Film als scharfe Allegorie für toxische Liebe, Machismo und die Gefahren romantischer Besessenheit gelobt. Barker nutzt das Horrorgenre, um die Dynamiken von Kontrolle, Isolation und emotionalem Missbrauch zu sezieren, und zieht Vergleiche zu Leigh Whannells 'The Invisible Man'. Die Stärke des Films liegt in seiner Zurückhaltung: Statt CGI setzt Barker auf praktische Effekte wie schwarzes Klebeband an einer Tür, schattige Bildausschnitte und die intensiven Darbietungen der Schauspieler, um Beklemmung zu erzeugen.
Festival-Ursprünge und kommerzielle Explosion
'Obsession' feierte im Herbst 2025 Premiere auf den Filmfestivals von Toronto und Sitges, gewann den Spezialpreis der Jury in Sitges, löste aber keine sofortige Begeisterung aus. Der wahre Zündstoff kam nach dem US-Kinostart im Mai, als Mundpropaganda ihn zu unerwarteten Kassenerfolgen trieb. Universal hat Barker bereits für sein nächstes Projekt unter Vertrag genommen, und der Film wird nun international ausgerollt, einschließlich eines spanischen Starts Ende Juni.
- Premiere auf dem Toronto International Film Festival, verpasst den Publikumspreis
- Gewinnt den Spezialpreis der Jury auf dem Sitges Film Festival
- US-Kinostart; Mundpropaganda treibt Kassenschub
- Spanischer Kinostart bei starken Kritiken
Eine neue Welle aus dem Internet
'Obsession' ist der zweite Low-Budget-Horrorfilm eines YouTube-stämmigen Regisseurs, der in diesem Jahr durchstartet, nach Kane Parsons' 'Backrooms'. Beide Filmemacher sind in ihren Zwanzigern, beide haben sich online ein Publikum aufgebaut, bevor sie zu Spielfilmen übergingen, und beide werden von großen Horror-Labels unterstützt (Blumhouse für Barker, A24 für Parsons). Kritiker sehen in dem Duo einen Wendepunkt im zeitgenössischen Horror, der internet-Ära-Rhythmen und einen Fokus auf Isolation und Misskommunikation in den Mainstream bringt.
Darbietungen, die den Terror verankern
Michael Johnston liefert, wie eine Kritik es nennt, eine 'Scream-King'-Darbietung als der unglückliche Bear, während Inde Navarrettes Nikki als würdige Nachfolgerin von Amy Madigans oscarprämierter Rolle in 'Weapons' gefeiert wird. Navarrete, die zugibt, so empfindlich gegenüber Horror zu sein, dass sie sich während 'Hereditary' die Augen zuhielt, findet eine Verletzlichkeit, die den Abstieg ihrer Figur in die Manie sowohl glaubwürdig als auch zutiefst beunruhigend macht.


