Liam und Noel Gallagher präsentieren Oasis-Reunion-Dokumentation in Venedig
Liam und Noel Gallagher präsentierten auf dem Lido von Venedig „Oasis: Don't Look Back in Anger“, nahmen an einem nachmittäglichen Fototermin teil und ließen dann die geplante Festival-Pressekonferenz aus.
Roter Teppich auf dem Lido
Liam Gallagher (53) und Noel Gallagher (59) trafen am Samstag gemeinsam auf dem Lido von Venedig ein, um an der Weltpremiere ihrer Comeback-Dokumentation teilzunehmen. Statt dem üblichen Festivalprotokoll zu folgen und mit einem offiziellen Wagen vor den Fotografen vorzufahren, trat Liam Gallagher direkt aus dem Eingang des Festivalpalastes. Er ging auf Hunderte versammelter Fans zu, verteilte Faustgrüße und Autogramme, während Noel Gallagher kurz darauf folgte, um die Anhänger zu begrüßen. Der Hit „Wonderwall“ der Band aus dem Jahr 1995 erklang über den Lido, während die Brüder sich umarmten, Hände hielten und gemeinsam in der Öffentlichkeit lachten.
Die Comeback-Dokumentation
Der Titel „Oasis: Don't Look Back in Anger“ – die Dokumentation begleitet die ausverkaufte Reunion-Tournee der Rockgruppe, die in Cardiff, São Paulo und Manchester stattfand. Unter der Co-Regie von Dylan Southern und Will Lovelace zeigt der Film das erste gemeinsame Interview der Gallagher-Brüder vor der Kamera seit mehr als 20 Jahren. Das Drehbuch stammt von Steven Knight, der derzeit auch am nächsten James-Bond-Film schreibt. Die Dokumentation konzentriert sich auf die persönliche Bedeutung des Bandkatalogs für das Publikum und enthält Aufnahmen von Konzertbesuchern, die über Titel wie „Don't Look Back in Anger“ und „Acquiesce“ reflektieren. Die Konzertsequenzen zeigen Fans, die während der Auftritte des Vorjahres singen, weinen und sich umarmen. Mehrere Interviewpartner im Film erklären, wie sie bestimmte Songs nutzen, um persönliche Schicksalsschläge zu bewältigen oder langjährige Freundschaften zu würdigen.
Sie sind britische Arbeiterklassen-Männer, also werden sie weder High Fives austauschen noch sich umarmen oder weinen.
Versöhnung nach fünfzehn Jahren
Die Produktion beleuchtet, wie die beiden Musiker einen 15-jährigen Streit beendeten, der mit ihrem zerstrittenen Bruch begann. Die Brüder versöhnten sich 2024, ohne ausführliche formelle Gespräche zu führen, und ließen stattdessen ihren gemeinsamen musikalischen Hintergrund die Beziehung wieder aufbauen. In der Dokumentation reflektiert Liam Gallagher, dass sein früheres schwieriges Verhalten zum Teil darauf zurückzuführen sei, dass er seinen Bruder während der Jahre der Entfremdung vermisst habe. Noel Gallagher erklärt vor der Kamera, dass frühere Misshelligkeiten auf natürliche Weise verschwanden, sobald sie wieder zusammenarbeiteten.
Alles wurde vergeben, ohne dass ein einziges Wort darüber verloren wurde.
Noel Gallagher fügte hinzu, dass die spezifischen persönlichen Gewohnheiten, die einst Spannungen zwischen ihnen verursacht hatten, vollständig verschwunden seien. Liam Gallagher beschrieb ihre kreative Verbindung als die treibende Kraft hinter ihrer Rückkehr auf die Bühne.
Die Musik hat uns wieder zusammengebracht.
Pressekonferenz-Ausfall und Kinostart
Die Brüder erschienen zu einem offiziellen Nachmittags-Fototermin, bei dem Fotografen fragten, wie sie sich in Venedig fühlten. Liam Gallagher antwortete: „Biblical, man!“, während Noel Gallagher „Bellissimo“ antwortete. Beide Musiker ließen dann die geplante Nachmittags-Pressekonferenz aus, ohne eine Erklärung für ihr Fernbleiben abzugeben – ein ungewöhnlicher Schritt für Festivalteilnehmer. Regisseur Will Lovelace sprach allein im Medienraum zusammen mit dem Produktionsteam über ihr plötzliches Verschwinden.
Sie waren nur hier, um fotografiert zu werden, also sind sie hier.
Nach der Vorführung in Venedig wird „Oasis: Don't Look Back in Anger“ am 9. September 2026 in den deutschen Kinos anlaufen.
- Liam und Noel Gallagher legen ihren 15-jährigen Streit bei
- Oasis absolvieren eine ausverkaufte Reunion-Tournee mit Konzerten in Cardiff, Manchester und São Paulo
- Die Dokumentation feiert Premiere bei den Filmfestspielen von Venedig
- Der Film startet in den deutschen Kinos


