
Ehemaliger Bürgermeister von Porto, Nuno Cardoso, stirbt im Alter von 64 Jahren – Stadt und Institutionen trauern
Der frühere Bürgermeister von Porto, Nuno Cardoso, ist am Montagmorgen im Alter von 64 Jahren im Hospital de Santo António gestorben. Daraufhin verhängten die Stadtverwaltung und mehrere Institutionen offizielle Trauer.
Tod und offizielle Trauer
Der ehemalige Bürgermeister von Porto, Nuno Cardoso, ist in den frühen Morgenstunden des Montags im Hospital de Santo António in Porto im Alter von 64 Jahren gestorben.
Nach seinem Tod erließ der amtierende Bürgermeister von Porto, Pedro Duarte, eine Anordnung, die für den 8. und 9. September 2026 zwei Tage städtische Trauer verhängte. Da eine außerordentliche Stadtratssitzung nicht sofort einberufen werden konnte, unterzeichnete Duarte die Maßnahme am Montag, um sie auf der Exekutivsitzung am Dienstag zu ratifizieren. Zusätzlich zur städtischen Ehrung erklärte die Santa Casa da Misericórdia do Porto ab Montag eine zweitägige institutionelle Trauer. Cardoso unterhielt über zwei Jahrzehnte hinweg Verbindungen zu der wohltätigen Einrichtung, war ab 2000 Ehrenbruder und bekleidete in mehreren Amtsperioden zwischen 2007 und 2016 Verwaltungspositionen im Büro der Generalversammlung.
Politische Karriere und städtischer Wandel
Cardoso war ausgebildeter Ingenieur und Professor an der Fakultät für Ingenieurwissenschaften der Universität Porto (FEUP) und leitete Águas do Douro e Paiva.
Er übernahm zwischen 1999 und 2002 die Führung des Rathauses von Porto, nachdem er Fernando Gomes abgelöst hatte, der die Stadtverwaltung verließ, um in die nationale Regierung zu wechseln. Während seiner Amtszeit als Bürgermeister betreute Cardoso wichtige Stadt- und Infrastrukturprojekte, leitete den Ausbau des Metro-do-Porto-Netzes und organisierte die Initiative Porto 2001 – Europäische Kulturhauptstadt. Bereits Anfang 2026 hatte Bürgermeister Duarte Cardoso die Ehrenmedaille der Stadt für seine öffentlichen Verdienste verliehen. Cardoso kandidierte auch bei späteren Bürgermeisterwahlen als unabhängiger Kandidat: 2013 und erneut bei den Kommunalwahlen im Oktober 2025 für das Bündnis Nós Cidadãos!/PPM, bei dem er 2.190 Stimmen erhielt.
- Übernimmt das Amt des Bürgermeisters von Porto als Nachfolger von Fernando Gomes
- Auszeichnung als Ehrenbruder der Santa Casa da Misericórdia do Porto
- Betreuung des Programms Porto 2001 – Europäische Kulturhauptstadt
- Beendet seine Amtszeit als Bürgermeister von Porto, Rui Rio folgt ihm nach
- Startet seine Kandidatur für das Bürgermeisteramt von Porto
- Erhält 2.190 Stimmen bei der Kommunalwahl in Porto
- Stirbt im Alter von 64 Jahren im Hospital de Santo António in Porto
Nationale und lokale politische Würdigungen
Politiker aus ganz Portugal würdigten Cardosos bürgerschaftliches und öffentliches Engagement. Staatspräsident António José Seguro hob Cardosos Einsatz in technischen, akademischen und kommunalen Ämtern hervor.
In verschiedenen Momenten und bei der Ausübung unterschiedlicher Aufgaben hat Nuno Cardoso entscheidend zu einer modernen, offenen, kultivierten und ambitionierten Vision der Stadt beigetragen und damit Spuren hinterlassen, die noch lange über seine Zeit hinaus Bestand haben werden.
Auch frühere Bürgermeister von Porto aus dem gesamten politischen Spektrum drückten ihre Trauer aus. Rui Rio, der das Rathaus von 2002 bis 2013 für die Koalition PSD/CDS-PP leitete, bezeichnete den Ausgang als ungerecht.
Eine Nachricht, die mich sehr traurig macht. Mein Vorgänger im Rathaus von Porto ist viel zu früh gegangen.
Rui Moreira, der zwischen 2013 und 2025 Bürgermeister war, erinnerte an ihre Freundschaft, die bis ins Jahr 2000 zurückreicht.
Reaktionen aus Zivilgesellschaft, Region und Sport
Der Bezirksverband Porto der Sozialistischen Partei (PS) veröffentlichte eine Erklärung, in der er tiefe Trauer bekundete und der Familie und den Kollegen Cardosos sein Beileid aussprach. Der frühere Bürgermeister von Matosinhos, Narciso Miranda, beschrieb Cardoso als besonnene Persönlichkeit, die Demokratie und Freiheit verteidigte, und erinnerte an seine regelmäßige Teilnahme an einem monatlichen zivilgesellschaftlichen Diskussionskreis in Matosinhos. Auch der Fußballverein FC Porto gab eine offizielle Kondolenzbekundung heraus, in der er Cardosos jahrzehntelanges bürgerschaftliches Engagement und seine hingebungsvolle Unterstützung für den Sportverein würdigte. Der Verein lobte seine langjährige Verbundenheit mit der Stadt und die öffentlichen Initiativen, die er im Laufe seiner Karriere vorangetrieben hatte.


