Regierung · Paris

Rima Hassan reicht Strafanzeige gegen französischen Innenminister wegen Indiskretion ein

Die Europaabgeordnete Rima Hassan hat beim Gerichtshof der Republik Strafanzeige gegen den französischen Innenminister Laurent Nuñez erstattet, weil dieser fälschlicherweise behauptet haben soll, die Polizei habe bei ihr illegale Drogen gefunden.

KI-Text auf Grundlage von Berichten von 20minutes, Le Monde.fr, Le Figaro.fr und weiteren Medien. Geändert . So entsteht er

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Kurz gefasst

Foto: AN2303, CC0 (Wikimedia Commons, Ausschnitt). Archivbild, 2024
Wie es dazu kam
  1. April 2026Rima Hassan wird im Rahmen einer Untersuchung wegen des Vorwurfs der Terrorismusverherrlichung in Polizeigewahrsam genommen.
  2. 17.09.France 2 strahlt eine Untersuchung aus, die berichtet, dass Laurent Nuñez falsche Drogenvorwürfe vertraulich bestätigt habe.
  3. 18.09.Rima Hassan reicht Strafanzeige beim Gerichtshof der Republik ein, während LFI den Fall an den Kassationsgerichtshof verweist.

Die Strafanzeige vor dem Gerichtshof

Die Europaabgeordnete Rima Hassan hat am Freitag, den 18. September 2026, beim Gerichtshof der Republik formell Strafanzeige gegen den französischen Innenminister Laurent Nuñez erstattet. Die Anzeige wirft dem Innenminister Verletzung des Untersuchungsgeheimnisses vor, nachdem er angeblich falsche Behauptungen über ihre polizeiliche Gewahrsamnahme im April verbreitet hatte. Ihr Anwalt Vincent Brengarth gab die rechtlichen Schritte während einer Pressekonferenz bekannt und bezeichnete die Situation als Staatsskandal. Brengarth argumentierte, dass die ministerielle Bestätigung Aussagen eine falsche Glaubwürdigkeit verliehen habe, die Hassans persönliche und politische Reputation geschädigt hätten. Der Gerichtshof der Republik ist das besondere französische Justizorgan, das für die Verhandlung von Strafsachen gegen amtierende Regierungsminister zuständig ist.

„Er hat dazu beigetragen, Informationen Gewicht und Glaubwürdigkeit zu verleihen, die nicht der Realität entsprachen, was Rima Hassan diskreditierte und ihren Ruf schädigte.“

Vincent Brengarth

Fernsehrecherche und falsche Drogenvorwürfe

Die Anzeige geht auf eine Berichterstattung zurück, die im investigativen Fernsehmagazin Complément d'enquête des Senders France 2 ausgestrahlt wurde. Der investigative Bericht besagte, dass Nuñez in einem Zugabteil ohne Mikrofone oder Kameras mit Journalisten gesprochen und detaillierte Behauptungen über synthetische Drogen bestätigt habe. Die Diskussion betraf Behauptungen, die Polizei habe ein Kokainderivat aus Hassans persönlichen Gegenständen während ihrer Inhaftierung im April sichergestellt, die wegen des Vorwurfs der Terrorismusverherrlichung erfolgte. Eine spätere Überprüfung bestätigte, dass die Behauptungen falsch waren und die Abgeordnete während ihrer Gewahrsamnahme keine illegalen Substanzen bei sich trug. Die Enthüllung stellte den Ruf des Innenministers für administrative Zurückhaltung in Frage.

Ministerielle Verteidigung und Dementi von Medienindiskretionen

Nuñez reagierte am Donnerstag auf die Enthüllungen der Sendung und wies die Vorwürfe zurück, er habe vertrauliches Fallmaterial unrechtmäßig durchgestochen. Er erklärte, die Journalisten hätten die vollständigen Behauptungen bereits gehabt, als sie ihn im Zug zu einem vertraulichen Gespräch ansprachen. Der Innenminister bestand darauf, dass seine Äußerungen keine koordinierte Presseoffensive oder eine vorsätzliche Verletzung der richterlichen Vertraulichkeit darstellten. Er betonte, er habe lediglich in einem informellen Rahmen außerhalb offizieller Briefings auf Fragen geantwortet.

„Ich habe keine Indiskretionen gegenüber der Presse verursacht.“

Laurent Nuñez, Französischer Innenminister

Eskalierende politische Gegenreaktion und parlamentarische Überweisung

Die Kontroverse löste eine sofortige Verurteilung durch die linke Partei La France Insoumise aus, die die Erklärung des Ministers als Schuldeingeständnis bezeichnete. Abgeordnete der Partei verschärften ihre Reaktion, indem sie den Fall wegen Verstößen gegen das Geheimnis von Ermittlungen an den Generalstaatsanwalt am Kassationsgerichtshof verwiesen. Parteivertreter forderten politische Verantwortung, wobei der Abgeordnete Antoine Léaument direkt den Rücktritt Nuñez' von seinem Kabinettsposten forderte. Jean-Luc Mélenchon kommentierte auf dem sozialen Netzwerk X, dass verdeckte Staatsoperationen die Regierungshandlungen lenkten, während die Abgeordnete Gabrielle Cathala versprach, der parlamentarische Druck auf den Minister werde anhalten.

„Wenn ein Minister dazu beiträgt, einer falschen Erzählung gegen einen politischen Gegner Glaubwürdigkeit zu verleihen, muss dies als Staatsaffäre betrachtet werden.“

Gabrielle Cathala, Mitglied

David Gouard, ein leitender Dozent für Politikwissenschaft an der Universität Toulouse-Jean Jaurès, bezeichnete den Streit als vorteilhaft für La France Insoumise. Gouard erklärte, die Kontroverse entspreche der etablierten Wahlstrategie der Partei der politischen Polarisierung und verstärke ihre Argumente, dass Staatsbehörden illegitime Methoden gegen Oppositionsfiguren einsetzten.

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