Gesundheit & Bildung · London
Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs bei geimpften jungen Frauen auf null gesunken, zeigt Lancet-Studie
In England wurden zwischen 2020 und 2024 keine Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs bei Frauen im Alter von 20 bis 24 Jahren verzeichnet. Das HPV-Impfprogramm hat laut einer neuen Analyse in The Lancet schätzungsweise fast 200 Leben gerettet.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von France 24, RTE.ie, SudOuest.fr und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Zwischen 2020 und 2024 wurden in England keine Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs bei Frauen im Alter von 20 bis 24 Jahren verzeichnet – ein Novum über einen Fünfjahreszeitraum.
Forscher schätzen, dass seit Beginn des Impfprogramms im Jahr 2008 rund 200 junge Frauen vor dem Tod durch Gebärmutterhalskrebs bewahrt wurden.
Im Alter von 12 oder 13 Jahren geimpfte Mädchen haben heute eine fast null Chance, vor dem 30. Lebensjahr an Gebärmutterhalskrebs zu sterben.
Nur 75,5 % der Mädchen in England wurden im Schuljahr 2024/25 in der 11. Klasse geimpft, was das WHO-Ziel von 90 % verfehlt und künftige Fortschritte gefährdet.
Cancer Research UK und das Gesundheitsministerium fordern gezielte Maßnahmen zur Steigerung der Impfbereitschaft, darunter Nachholimpfungen in Apotheken und Selbsttest-Kits.
Studienergebnisse
Eine von Cancer Research UK finanzierte und von der Queen Mary University of London geleitete Studie ergab, dass zwischen 2020 und 2024 erstmals über einen Fünfjahreszeitraum keine Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs bei Frauen im Alter von 20 bis 24 Jahren in England verzeichnet wurden. Ohne Impfung wären in dieser Altersgruppe etwa 23 Todesfälle zu erwarten gewesen. Die in The Lancet veröffentlichte Analyse schätzt, dass seit der Einführung der Impfung gegen humane Papillomviren (HPV) für schulpflichtige Mädchen im Jahr 2008 etwa 200 junge Frauen vor dem Tod durch diese Krankheit bewahrt wurden. Kinder, die im Alter von 12 oder 13 Jahren geimpft wurden, haben heute ein nahezu null Risiko, vor dem 30. Lebensjahr an Gebärmutterhalskrebs zu sterben.
„Wir schätzen, dass die HPV-Impfung seit ihrer Einführung fast 200 junge Frauen in England vor dem Tod durch Gebärmutterhalskrebs bewahrt hat.“
Die Studie berichtete außerdem über einen Rückgang der Todesfälle durch Gebärmutterhalskrebs bei Frauen im Alter von 20 bis 24 Jahren zwischen 2015 und 2019 um 80 %. Bei geimpften Frauen, die heute 30 bis 34 Jahre alt sind, ist das relative Risiko, an der Krankheit zu sterben, um 63 % geringer.
Wie der Impfstoff wirkt
HPV ist eine Gruppe von Viren, die durch engen Haut-zu-Haut-Kontakt übertragen werden, und Hochrisikostämme verursachen 99,7 % der Gebärmutterhalskrebserkrankungen. Der Impfstoff verhindert etwa 90 % der Gebärmutterhalskrebserkrankungen und schützt auch vor anderen HPV-bedingten Krebserkrankungen des Anus, Penis, der Vagina, Vulva, des Mundes und Rachens sowie vor Genitalwarzen. Die meisten HPV-Infektionen heilen symptomlos aus, aber anhaltende Hochrisiko-Infektionen können Jahre später zu Krebsvorstufen und Krebs führen.
„Wir wissen, dass der HPV-Impfstoff äußerst wirksam ist, um Gebärmutterhalskrebs zu verhindern, bevor er entsteht, und zum ersten Mal zeigen diese Ergebnisse, dass er Leben rettet.“
Trotz des Erfolgs des Impfstoffs bleibt Gebärmutterhalskrebs die 14. häufigste Krebserkrankung bei Frauen im Vereinigten Königreich, mit rund 3.300 Neuerkrankungen pro Jahr. Frauen im Alter von 25 bis 64 Jahren wird weiterhin empfohlen, an der Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge teilzunehmen, da die Impfung nicht alle krebserregenden HPV-Typen abdeckt.
Impfprogramm und Herausforderungen bei der Durchimpfung
Der HPV-Impfstoff wurde 2008 für Mädchen in England und 2019 für Jungen eingeführt, mit Nachholkampagnen für ältere Jahrgänge. Irland, das 2024 seinen eigenen Aktionsplan zur Eliminierung von Gebärmutterhalskrebs auflegte, begann 2010 mit der Impfung von Mädchen und 2019 mit der Impfung von Jungen. Die Weltgesundheitsorganisation strebt bis 2030 eine Impfrate von 90 % der Mädchen gegen HPV im Alter von 15 Jahren an, als Teil einer globalen Strategie zur Eliminierung von Gebärmutterhalskrebs.
- WHO-Ziel (Mädchen bis 15 Jahre)
- 90 %
- England (Mädchen, 2024/25)
- 75.5 %
Daten aus dem Artikeltext
Die Durchimpfungsrate ist in den letzten Jahren gesunken. Im Schuljahr 2024/25 wurden in England 75,5 % der Mädchen und 70,5 % der Jungen in der 11. Klasse geimpft, weit unter dem Ziel von 90 %. Die britische Gesundheitsbehörde UK Health Security Agency berichtete, dass im gleichen Zeitraum 76 % der Mädchen bis zum Alter von 15 Jahren geimpft waren. Das Gesundheits- und Sozialministerium erklärte, es werde die Impfbereitschaft durch Nachholkampagnen in Apotheken und den Versand von Selbsttest-Kits an Frauen, die nicht an der Vorsorge teilgenommen haben, steigern.
„Es ist unerlässlich, dass die britische Regierung und die Gesundheitssysteme dies dringend mit gezielten Maßnahmen angehen, um Gemeinschaften zu erreichen, in denen die Impfbereitschaft am niedrigsten ist.“
Persönliche Auswirkungen
Alexandra Legg verließ die Schule kurz vor der Einführung des Impfstoffs. Im Jahr 2021, im Alter von 30 Jahren, wurde bei ihr während der Hochzeitsplanung Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert. Die Behandlung umfasste die Entfernung von Lymphknoten und die Erhaltung eines kleinen Teils ihres Gebärmutterhalses, und ein Jahr später brachte sie ihre Tochter Ivy zur Welt. Heute setzt sie sich für die Impfung ein.
„Ich bin eine echte Befürworterin dieses Impfstoffs, und wenn Ivy alt genug ist, wird sie als Erste in der Schlange stehen.“
Die britische Regierung hat sich verpflichtet, Gebärmutterhalskrebs bis 2040 als öffentliches Gesundheitsproblem zu eliminieren. Der Hauptautor Professor Peter Sasieni bezeichnete die derzeitige Reduzierung der Todesfälle als „die Spitze des Eisbergs“ und prognostizierte, dass mit zunehmendem Alter der geimpften Generationen viele weitere Leben gerettet werden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- France 24Angleterre: chute des décès du cancer du col de l'utérus grâce à la vaccination
- RTE.ieCervical cancer death risk before 30 'zero' after HPV jab
- SudOuest.frCancer du col de l'utérus : le vaccin HPV confirme son effet spectaculaire au Royaume-Uni
- BBCHPV vaccine: Key questions answered as cervical cancer deaths fall to zero in women under 24 - follow live
- Peter Sasieni
- Professor für Krebsepidemiologie an der Queen Mary University of London und Hauptautor der Lancet-Studie
- Michelle Mitchell
- Geschäftsführerin von Cancer Research UK
- Alexandra Legg
- Überlebende von Gebärmutterhalskrebs und Befürworterin der HPV-Impfung
- Orte
- London
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