Ihre Datenschutzeinstellungen

Wir verwenden Analyse, um Pollar zu verbessern, und mit Ihrer Einwilligung Marketing-Tools (Meta, X), um unsere Werbung zu messen. Sie können dies jederzeit in den Einstellungen ändern.

Datenschutzerklärung
Pollar
StartFragenLiveBriefOriginalsSucheKarteMärkteBenachrichtigungenFür Sie
SträngeMärkte
NewsroomPollar unterstützen
Datenschutz
Von Leserinnen und Lesern getragen

Kostenlos, und das bleibt so

Keine Werbung. Die Mitgliedschaft hält Pollar unabhängig.

ab3,49 €/Monat

Pollar unterstützen
Mitgliedschaft

Mitglieder sehen dieses Feld nicht.

  • Unterstützer3,49 €/Monat
  • Förderer7,99 €/Monat
Pollar unterstützen

Heutiger Brief

Schweden wählt die härtere Rechte

Russische Drohnen testen NATOs Ostflanke, Ölschocks und KI-Politik verschärfen sich

Der Krieg rückte an Europas Grenze und griff auf die Energiemärkte über, während Washington Grenzen dafür ziehen wollte, welche Ziele die Ukraine angreifen darf. Anderswo stimmte Schweden über eine scharfe politische Wende ab, Indonesien suchte in rauer See, und das Silicon Valley entdeckte, dass Vorsicht teuer sein kann.

Brief lesen

Jetzt live

Alle Live-Berichte
  • Schweden wählt neues Parlament

    Der Abstand zwischen den politischen Blöcken verringert sich bei der Hälfte der Auszählung. Die Mitte-Links-Koalition führt weiterhin.

Im Rampenlicht

Alle Stränge

Europäische Union · Aktualisiert vor 12 m

Brüssel gegen die Hauptstädte: EU-Integration

Neue Erkenntnisse fügen lediglich Berichtsdetails zur bereits dokumentierten Carney-Geschichte über eine assoziierte Mitgliedschaft hinzu; in diesem Zyklus ist kein separates neues Ereignis aufgetreten.

StartBriefSträngeFragen
Kategorien
© Norddeutscher Rundfunk
Regierung·15. Juni

Landtagsausschuss in Mecklenburg-Vorpommern kritisiert Behörden im Umgang mit rechtsextremer Gewalt und NSU-Erbe

Nach fast fünf Jahren kommt ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss in Mecklenburg-Vorpommern zu dem Schluss, dass Polizei, Justiz und Verfassungsschutz bei rechtsextremen Straftaten und der Opferbetreuung wiederholt versagt haben, und legt rund drei Dutzend Empfehlungen vor.

Ergebnisse des Ausschusses

Eine fünfjährige Untersuchung des NSU-Untersuchungsausschusses des Landtags von Mecklenburg-Vorpommern hat erhebliche Defizite im behördlichen Umgang mit rechtsextremer Gewalt aufgezeigt. Der Ausschuss, der mehrheitlich von SPD, Linken und Grünen getragen wurde, stellte fest, dass Polizei, Justiz und der Verfassungsschutz in zentralen Bereichen nicht ausreichend aufgestellt waren. Rund drei Dutzend Empfehlungen wurden nun vorgelegt, um die Erkennung von Gefahren, den behördenübergreifenden Informationsaustausch und die Betreuung von Opfern rechtsextremer Angriffe zu verbessern. Der Abschlussbericht unterliegt derzeit noch der Geheimhaltung und soll im Juli 2026 dem Landtag präsentiert werden.

Das misstrauische und diffamierende Verhalten gegenüber den Angehörigen von Mehmet Turgut war weder menschlich angemessen noch fachlich zu rechtfertigen.

— Michael Noetzel

Kritik am Umgang mit Opfern

Ein zentraler Kritikpunkt ist die langjährige Skepsis der Behörden gegenüber Opfern und deren Familien. Der Obmann der Linken, Michael Noetzel, verwies auf den Fall Mehmet Turgut, der 2004 in Rostock von der Neonazi-Terrorzelle NSU in einem Imbiss erschossen wurde. Den Angehörigen sei mit Misstrauen begegnet worden, die offizielle Reaktion wurde als empathielos und unprofessionell beschrieben. Der Ausschuss beharrt darauf, dass die Anerkennung rechtsextremer Gewalt und ein angemessener Umgang mit Opfern von Beginn an in der Polizeiausbildung verankert werden müssen. Die SPD-Obfrau Martina Tegtmeier forderte eine verbindliche Verpflichtung für die Polizei, Opfer über spezialisierte Beratungsangebote zu informieren, während die Grünen-Obfrau Constanze Oehlrich forderte, den NSU-Komplex zu einem festen Thema in Schulen, der Berufsausbildung und der öffentlichen Erinnerungskultur zu machen.

Unabhängigen Pollar unterstützen

Die Mitgliedschaften Unterstützer und Förderer halten jeden Artikel kostenlos lesbar und fügen Offline-Lesen, Audio und einen sponsorenfreien Brief hinzu.

Mitgliedschaftsstufen ansehen

Politische Reaktionen

Während SPD, Linke und Grüne den Bericht begrüßten, tat die AfD die gesamte Untersuchung als Steuerverschwendung ab und erklärte, sie habe kein substanzielles Ergebnis geliefert. Die CDU gab ein Sondervotum ab und warnte die rot-rote Koalition davor, dem Bericht eine politische Schlagseite zu geben. Die Arbeit des Ausschusses beleuchtete zudem das sogenannte Nordkreuz-Netzwerk, eine mutmaßlich rechtsextreme Gruppierung, die weitere Fragen zum Umgang des Staates mit Extremismus aufwarf.

Kontext zum NSU

Zwischen 2000 und 2007 ermordete der Nationalsozialistische Untergrund zehn Menschen, darunter acht Unternehmer türkischer Herkunft, einen griechischer Herkunft sowie eine Polizistin. Mehmet Turgut wurde in Rostock getötet. Das Trio hinter der Zelle – Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt – entzog sich bis 2011 der Entdeckung, als Mundlos und Böhnhardt kurz vor ihrer Festnahme Suizid begingen. Zschäpe wurde 2018 als Mittäterin zu lebenslanger Haft verurteilt.

Wichtige Daten zur NSU-Untersuchung und dem parlamentarischen Ausschuss
  1. 2004Mehmet Turgut wird vom NSU in einem Imbiss in Rostock ermordet.
  2. 2011Mundlos und Böhnhardt begehen Suizid; die NSU-Terrorzelle wird aufgedeckt.
  3. 2018Beate Zschäpe wird als Mittäterin zu lebenslanger Haft verurteilt.
  4. 2021Der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern setzt den NSU-Untersuchungsausschuss ein.
  5. 15. Juni 2026Der Ausschuss präsentiert rund drei Dutzend Empfehlungen und schließt seine Arbeit ab.
  6. 2026-07Der Abschlussbericht soll dem Landtag in Schwerin vorgelegt werden.
Schwerin · Rostock
Michael NoetzelMartina TegtmeierConstanze OehlrichMehmet TurgutBeate ZschäpeUwe MundlosUwe Böhnhardt
RostockSchwerinUwe MundlosBeate ZschäpeUwe BöhnhardtMichael NoetzelMehmet TurgutConstanze OehlrichMartina Tegtmeier

5 Quellen

  • NSU-Ausschuss sieht Fehler im Kampf gegen rechte Gewalt
    Norddeutscher Rundfunk·15. Juni
  • NSU-Untersuchungsausschuss sieht Handlungsbedarf
    Süddeutsche Zeitung·15. Juni
  • Untersuchungsausschuss: NSU-Untersuchungsausschuss sieht Handlungsbedarf
    ZEIT ONLINE·15. Juni
  • NSU-Untersuchungsausschuss: Über 30 Empfehlungen an Behörden
    stern.de·15. Juni
  • NSU-Untersuchungsausschuss: Über 30 Empfehlungen an Behörden
    DIE WELT·15. Juni

Pollar Weekly abonnieren

Die Woche in Nachrichten, jeden Freitag. Kostenlos.

Kostenlos. Keine Werbung. Jederzeit abbestellbar.

Mehr aus Politik & Wirtschaft
Wahlen·seit 11. Sept.·akt. vor 2 Std.
© NRC

Schwedische Wahlbehörde prognostiziert 175-174-Mehrheit im Parlament für das Mitte-Links-Bündnis

Vorläufige Auszählungen geben Magdalena Anderssons Oppositionsbündnis 175 Sitze gegenüber 174 für Ulf Kristerssons Regierungskoalition, nachdem erste Hochrechnungen einen größeren Vorsprung angezeigt hatten.

Artikel lesen
Energie & Handel·seit 13. Sept.·akt. vor 4 Std.
© The New York Times

Trump bittet Selenskyj, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen, da US-Diesel sechs Dollar erreicht

Von Irland aus erklärte US-Präsident Donald Trump, er habe Wolodymyr Selenskyj gebeten, russische Dieselanlagen zu verschonen, und führte die hohen Treibstoffpreise auf ukrainische Drohnenangriffe zurück, nicht auf Störungen im Nahen Osten.

Artikel lesen
Diplomatie·seit 9. Sept.·akt. vor 5 Std.
© TSF Rádio Notícias

Trump verspricht Aufhebung der Zölle auf irischen Whiskey und bekräftigt Unterstützung für ein vereintes Irland

Bei einem Auftritt in Doonbeg kündigte US-Präsident Donald Trump die Aufhebung der 15%igen Importzölle auf irischen Whiskey an und bekräftigte seine Forderung nach einer Vereinigung Nordirlands mit der Republik.

Artikel lesen
KI-generiert·
Mehr erfahren