
NOS Alive 2026 endet mit Florence + the Machine und Buraka Som Sistema Reunion, kündigt Rückkehr 2027 vom 8. bis 10. Juli an
Über 160.000 Besucher füllten an drei Tagen den Passeio Marítimo de Algés. Die letzte Nacht bot Lorde, Teddy Swims und einen Abschlussauftritt von Buraka Som Sistema zu ihrem 20-jährigen Jubiläum.
Drei Tage Musik und Menschenmassen
Die 18. Ausgabe von NOS Alive endete am Samstag, den 11. Juli 2026, am Passeio Marítimo de Algés in Lissabon. An drei Tagen zog das Festival rund 160.000 Menschen an, wobei zwei Tage ausverkauft waren, so Festivaldirektor Álvaro Covões. Mehr als 120 Künstler, Bands und Autoren traten auf acht Bühnen auf – eine Größenordnung, die Covões zufolge bewies, dass „alle Bühnen Hauptbühnen sind“.
Alle Bühnen sind Hauptbühnen. Die neue Literaturbühne war ebenfalls ein Erfolg und eine Quelle des Stolzes.
Der Hauptbühnenplan erstreckte sich über drei verschiedene Nächte: Donnerstag eröffneten Twenty One Pilots, Nick Cave & The Bad Seeds, A Perfect Circle und The Royston Club; Freitag wurde von den Foo Fighters zusammen mit The Warning, Skunk Anansie und Wolf Alice geprägt; Samstag brachte ein genreübergreifendes Finale von Don Wests Soul über Florence + the Machines atmosphärischen Rock bis zur lang erwarteten Reunion von Buraka Som Sistema.
- Twenty One Pilots, Nick Cave & The Bad Seeds, A Perfect Circle, The Royston Club
- Foo Fighters, The Warning, Skunk Anansie, Wolf Alice
- Don West, Teddy Swims, Lorde, Florence + the Machine, Buraka Som Sistema
Samstags letztes Line-up
Das letzte Programm auf der NOS-Bühne dauerte rund acht Stunden, beginnend um 17:30 Uhr mit dem australischen Sänger Don West, dessen Set auf zeitgenössischem Soul und R&B basierte. Es folgte der amerikanische Sänger Teddy Swims, dessen Aufstieg durch den Welthit „Lose Control“ und eine Mischung aus Soul, Pop, Rock und Country befeuert wurde. Die Neuseeländerin Lorde kehrte am frühen Abend mit ihrem charakteristisch intimen, emotional aufgeladenen Pop auf eine portugiesische Festivalbühne zurück. Um 22:35 Uhr übernahm die britische Band Florence + the Machine, wobei Florence Welchs opernhafte Intensität, orchestrale Arrangements und visuelle Spektakel den Auftritt zum Höhepunkt des Abends machten. Das Festival endete mit Buraka Som Sistema, die den Anlass nutzten, um zwei Jahrzehnte der Verschmelzung von Kuduro mit elektronischer Musik zu feiern.
Fans campieren für die erste Reihe
Dutzende Fans begannen fast 24 Stunden vor Öffnung der Tore am Samstag Schlange zu stehen, um einen Platz ganz vorne für Florence + the Machine zu ergattern. Zu den Ersten gehörten Inês und Leonor, die direkt aus dem Distrikt Porto anreisten. Ihre Warteausrüstung umfasste Essen, Wasser, Sonnenschutz und warme Kleidung für die frühen Morgenstunden. Die Hingabe unterstrich die Anziehungskraft der emotionalen Live-Shows der britischen Band, während sich eine ähnliche Gruppe früh für Lordes Auftritt später am Tag versammelte. Die Tore öffneten um 15:00 Uhr, und am Nachmittag füllte sich der Strandort bereits.
Foo Fighters-Stream bricht Rekorde
Das Konzert der Foo Fighters am Freitagabend wurde live weltweit gestreamt, eine Initiative, die laut Covões Zuschauerrekorde brach. Der Stream verschaffte dem Festival eine globale Reichweite und ergänzte die Vor-Ort-Zahlen von 160.000 an drei Tagen. An diesem Tag debütierte auch eine neue Literaturbühne, die die Organisatoren als Quelle des Stolzes und als erfolgreiche Wette bezeichneten.
NOS Alive 2027 angekündigt
Wie es Tradition ist, nutzte das Festival seinen Abschlusstag, um die nächste Ausgabe zu bestätigen: NOS Alive 2027 findet am 8., 9. und 10. Juli statt. Es wird die 19. Ausgabe des Festivals sein. Covões merkte an, dass derzeit keine portugiesische Headliner-Reunion in der Größenordnung früherer Rückkehrer in Sicht sei, aber Künstlerankündigungen würden bald beginnen. Mit den beiden ausverkauften Tagen in diesem Jahr und dem Erfolg des Foo Fighters-Streams wird die Ausgabe 2027 darauf abzielen, die Serie ausverkaufter Menschenmengen in Algés fortzusetzen.


