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Konflikte·vor 5 Tagen

Nordkorea testet neue KI-gesteuerte Marschflugkörper und Gefechtsfeld-Atomsprengköpfe beim achten Start im Jahr 2026

Nordkorea bestätigte am Dienstag den Test eines neuen leichten Mehrzweckraketenwerfers und KI-gesteuerter Marschflugkörper – der erste Start seit 37 Tagen und der achte in diesem Jahr, während Kim Jong Un die Modernisierung seiner Fronttruppen vorantreibt.

Nordkorea hat einen bedeutenden technologischen Sprung in seinen Waffenprogrammen behauptet und am Mittwoch erfolgreiche Tests einer Reihe neuer Systeme bekanntgegeben, darunter atomwaffenfähige, durch künstliche Intelligenz gesteuerte Marschflugkörper sowie ballistische Raketen mit speziellen Sprengköpfen. Die Tests, die von Machthaber Kim Jong Un beaufsichtigt wurden, waren einen Tag zuvor vom südkoreanischen Militär registriert worden und stellen Pjöngjangs ersten Raketenstart seit 37 Tagen dar.

Was wurde getestet

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA umfassten die Starts vom Dienstag mehrere Waffensysteme. Die Tests analysierten die Leistungsfähigkeit eines „Spezialeinsatzsprengkopfes“ für eine taktische ballistische Rakete, überprüften die Zuverlässigkeit einer gelenkten Artillerierakete im Kaliber 240 mm, die mit einem „hochpräzisen autonomen Navigationssystem“ ausgestattet ist, und evaluierten ein neues leichtes Mehrzweckraketenstart- system sowie ein Mehrfachsystem für taktische Marschflugkörper. Die KCNA hob besonders die durch künstliche Intelligenz gesteuerten Marschflugkörper hervor, die für den Einsatz bei Front-Artillerieeinheiten nahe der Grenze zu Südkorea vorgesehen sind.

Diese wichtigen Waffensysteme sind ein klares Signal für die Aufrüstung unserer Streitkräfte und ein Ereignis, das große technische Fortschritte zeigt.

Flugdetails und Ortung

Der südkoreanische Generalstab meldete die Entdeckung mehrerer Projektile, darunter mindestens einer Kurzstreckenrakete, die von der nordkoreanischen Stadt Chongju in Richtung der westlichen Gewässer der Koreanischen Halbinsel abgefeuert wurden. Die Rakete flog etwa 80 Kilometer. Das südkoreanische Militär äußerte sich zunächst nicht zu den spezifischen Behauptungen der nordkoreanischen Staatsmedien bezüglich der eingesetzten neuen Technologien.

Kims strategische Vision

Kim zeigte sich besonders zufrieden mit den Marschflugkörpersystemen, die für die Fronttruppen gegenüber Südkorea bestimmt sind. Er forderte beschleunigte Anstrengungen zur Modernisierung und Stärkung seiner Artilleriekräfte, damit „niemand ihnen das Wasser reichen kann“. Der nordkoreanische Machthaber betonte die Zerstörungskraft der neuen Waffen und erklärte, es sei eine wesentliche Voraussetzung für die Operationen seiner Armee, über eine solche Macht zu verfügen.

Es ist eine wesentliche Voraussetzung für die Operationen unserer Armee, über eine solche Zerstörungskraft zu verfügen, die ausreicht, um jede gegnerische Truppe theoretisch kampfunfähig zu machen, ganz unabhängig vom Schicksal.

Geopolitischer Kontext

Diese Tests erfolgen vor dem Hintergrund einer generellen Verhärtung der Außenpolitik Pjöngjangs. Kim hat Südkorea zum „feindlichsten Feind“ seines Landes erklärt und kürzlich die Stärkung der Fronttruppen erörtert, um die Grenze in eine „uneinnehmbare Festung“ zu verwandeln. Sein diplomatischer Fokus hat sich auf Russland verlagert, das tausende nordkoreanische Soldaten und große Waffenlieferungen für den Krieg in der Ukraine erhalten hat, sowie auf China, seinen wichtigsten Verbündeten. Trotz wiederholter Äußerungen des früheren US-Präsidenten Donald Trump, die Diplomatie wiederbeleben zu wollen, ignoriert Pjöngjang diese Avancen und besteht darauf, dass Washington als Vorbedingung für Gespräche die Forderung nach nuklearer Abrüstung aufgibt. Analysten vermuten, dass Nordkorea die Erosion internationaler Normen ausnutzen könnte, um seinen Nuklearstatus zu zementieren.

Ein Eskalationsmuster

Der Start vom Dienstag war der achte nordkoreanische Raketentest in diesem Jahr und der erste seit 37 Tagen. Im April führte Pjöngjang einen Test einer ballistischen Rakete durch, um die Eigenschaften und die Leistungsfähigkeit eines Streubombensprengkopfes zu überprüfen. Das Land bleibt unter mehreren UN-Sanktionen, die seine Entwicklung von Atomwaffen und den Einsatz ballistischer Raketentechnologie verbieten – Beschränkungen, die es wiederholt missachtet hat.

Nordkoreanische Raketentests im Jahr 2026
  1. Test einer ballistischen Rakete zur Überprüfung der Eigenschaften und Leistungsfähigkeit eines Streubombensprengkopfes
  2. Achter Test 2026: KI-gesteuerte Marschflugkörper, neue Gefechtsfeld-Atomsprengköpfe und gelenkte Artillerierakete 240 mm getestet
Chongju · Seoul

6 Quellen

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