Nordkorea feuert zehn ballistische Raketen nach Trumps Plan, Kim Jong Un zu treffen
Pjöngjang hat am Donnerstag etwa zehn Kurzstreckenraketen ins Meer abgefeuert, Stunden nachdem US-Präsident Donald Trump erklärte, er plane, Kim Jong Un in diesem Jahr zu treffen, und die gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea verkürzte.
Ballistische Raketenstarts aus Pjöngjang
Nordkorea hat am Donnerstag, den 20. August 2026, etwa zehn ballistische Kurzstreckenraketen aus der Region Pjöngjang abgefeuert, wie der Generalstab Südkoreas mitteilte. Das südkoreanische Militär meldete zunächst die Entdeckung mindestens eines nicht identifizierten Flugkörpers, bevor es einen koordinierten Salven von etwa zehn Kurzstreckenwaffen bestätigte. Das japanische Verteidigungsministerium und das Büro des Premierministers berichteten über die soziale Plattform X, dass eine mutmaßliche ballistische Rakete gestartet und anschließend ins Meer gefallen sei. Die Raketentests folgten Stunden nach öffentlichen Äußerungen aus Washington über eine erneuerte bilaterale Diplomatie zwischen den Vereinigten Staaten und Nordkorea.
Trump schlägt viertes Treffen mit Kim vor
In einer Stellungnahme gegenüber Reportern im Weißen Haus am Mittwoch kündigte US-Präsident Donald Trump seine Absicht an, den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un noch vor Jahresende zu treffen. Auf direkte Frage von Journalisten, ob ein diplomatisches Treffen im Jahr 2026 stattfinden werde, bestätigte Trump den Plan.
Ja, ich werde ihn treffen.
Trump erklärte, dass gute Beziehungen zum nordkoreanischen Machthaber wichtig seien. Ein mögliches Treffen wäre der vierte persönliche Gipfel zwischen den beiden Führern nach ihren Begegnungen während Trumps vorheriger Amtszeit. Beobachter, die in regionalen Berichten zitiert werden, merken an, dass ein solcher Gipfel im November 2026 am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) in China stattfinden könnte. Kim Yo Jong, die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers, erklärte jedoch am Mittwoch, dass ihr keinerlei laufende Kommunikation zwischen ihrem Bruder und Trump bekannt sei. Die erneute Kontaktaufnahme löste bei Washingtons asiatischen Verbündeten Besorgnis aus, während Beobachter darauf hinwiesen, dass Trump möglicherweise einen außenpolitischen Meilenstein anstrebe, während der Krieg im Iran ungelöst sei.
- USA und Südkorea starten gemeinsame jährliche Militärmanöver, um sechs Tage verkürzt
- Donald Trump kündigt Plan an, Kim Jong Un 2026 zu treffen, und nennt 57 Atomwaffen
- Nordkorea startet etwa zehn ballistische Kurzstreckenraketen aus der Region Pjöngjang
- Möglicher vierter Gipfel zwischen Trump und Kim am Rande der APEC in China
Verkürzte Militärmanöver im Süden
Der Raketensalve erfolgte, während südkoreanische und amerikanische Streitkräfte gemeinsame jährliche Militärmanöver durchführten, die am Montag begannen. Washington griff zu Wochenbeginn ein, um die geplanten Übungen auf direkten Wunsch von Präsident Trump um sechs Tage zu verkürzen, und präsentierte die Entscheidung als Deeskalationsmaßnahme gegenüber Pjöngjang. Das Pentagon erklärte, dass die wesentlichen amerikanischen Militärziele trotz des verkürzten Einsatzplans gewahrt blieben. Die Vereinigten Staaten unterhalten ein aktives Kontingent von 28.500 Militärangehörigen in Südkorea, was eine ihrer wichtigsten Überseestationierungen in der Region darstellt. Ein Teil dieser US-Streitkräfte sollte zusammen mit 18.000 südkoreanischen Soldaten während der Übungen mobilisiert werden. Pjöngjang hat sich seit jeher gegen diese gemeinsamen Übungen ausgesprochen und verweist auf das ungelöste Erbe des Koreakrieges von 1950–1953, der mit einem Waffenstillstand und nicht mit einem formellen Friedensvertrag endete.
Unterschiedliche Zählungen des nordkoreanischen Atomwaffenarsenals
Während seiner Pressekonferenz am Mittwoch gab Trump eine spezifische offizielle Einschätzung der Fähigkeiten Pjöngjangs preis und erklärte, dass Nordkorea derzeit 57 sehr starke Atomwaffen besitze. Die Vereinigten Staaten erkennen Nordkorea nicht formell als offiziellen Atomwaffenstaat an. Diese öffentliche Zahl veranlasste südkoreanische Beamte am Donnerstag zu einer abweichenden Einschätzung. Der südkoreanische Verteidigungsminister Ahn Gyu-back teilte dem südkoreanischen Parlament mit, dass Seoul das einsatzbereite Atomwaffenarsenal Nordkoreas auf 80 bis 120 Waffen schätze, was eine wesentlich höhere Schätzung darstellt als die von der US-Regierung genannte Zahl.
- Schätzung Donald Trump
- 57 Sprengköpfe
- Südkorea untere Schätzung
- 80 Sprengköpfe
- Südkorea obere Schätzung
- 120 Sprengköpfe


