Kurz gefasst
Der auf Nokia entfallende Nettogewinn erreichte von Januar bis September 2026 240 Millionen Euro, ein Plus von 120 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2025, bei einem Nettoumsatz von 14.402 Millionen Euro, ein Plus von 7 %.
Das Betriebsergebnis fiel in den neun Monaten auf 229 Millionen Euro, was Nokia vor allem auf Restrukturierungskosten sowie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte zurückführte.
Der Umsatz mit KI- und Cloud-Kunden stieg um 123 % im Jahresvergleich, die Aufträge wuchsen um 118 % auf 1,5 Milliarden Euro, wie die WirtschaftsWoche berichtet.
Das bereinigte Betriebsergebnis erreichte im dritten Quartal 605 Millionen Euro nach 448 Millionen Euro im Vorjahr und 453 Millionen Euro Analystenerwartung, während die Aktie nach den Zahlen um mehr als 3 % fiel.
Neunmonatsgewinn mehr als verdoppelt
Der finnische Telekomausrüster Nokia hat für die ersten neun Monate des Jahres 2026 einen auf das Unternehmen entfallenden Nettogewinn von 240 Millionen Euro ausgewiesen, ein Plus von 120 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Jahres 2025. Der Nettoumsatz erreichte in diesem Zeitraum 14.402 Millionen Euro, ein Anstieg um 7 %, der Bruttogewinn belief sich auf 6.298 Millionen Euro, ein Plus von 7,7 % gegenüber dem Vorjahr. Das Betriebsergebnis sank um 43 % auf 229 Millionen Euro, was das Unternehmen vor allem auf Restrukturierungskosten sowie auf Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte zurückführte. Der Vergleich umfasst Januar bis September 2026 mit den gleichen Monaten des Jahres 2025. Die Aktie des Unternehmens fiel nach Veröffentlichung der Zahlen am Donnerstag, 22. Oktober, um mehr als 3 %.
Drittes Quartal und der Vorstoß ins Rechenzentrumsgeschäft
Allein im dritten Quartal stieg der auf Nokia entfallende Nettogewinn um 94,9 % auf 152 Millionen Euro, der Nettoumsatz zwischen Juli und September belief sich auf 5.154 Millionen Euro, ein Plus von 9,7 %. Das bereinigte Betriebsergebnis erreichte 605 Millionen Euro nach 448 Millionen Euro im Vorjahr und lag damit über den 453 Millionen Euro, die Analysten im Schnitt erwartet hatten, wie die WirtschaftsWoche berichtet. Bloomberg führte das Übertreffen auf die steigende Nachfrage nach Netzwerkausrüstung für Rechenzentren zurück, da die Investitionen in KI-Infrastruktur wachsen. Auch der bereinigte Umsatz des dritten Quartals übertraf die Erwartungen, und das Unternehmen beließ seinen Ausblick für das Gesamtjahr unverändert.
- Q3 2025
- 448 Millionen Euro
- Q3 2026
- 605 Millionen Euro
Daten aus dem Artikeltext
Segmente und Regionen
Das Infrastrukturgeschäft steigerte seinen Umsatz in den ersten neun Monaten um 13 % auf 6.024 Millionen Euro und war damit die schneller wachsende der beiden in den Zahlen genannten Sparten. Die Sparte mobile Netze legte im gleichen Zeitraum um 3 % auf 8.085 Millionen Euro zu. Regional erreichte der Umsatz in Amerika 5.129 Millionen Euro, ein Plus von 9 %, Europa, Naher Osten und Afrika kamen auf 6.194 Millionen Euro, ebenfalls ein Plus von 9 %. In der Region Asien-Pazifik stieg der Umsatz um 1 % auf 3.081 Millionen Euro. Die regionale Aufteilung zeigt die Grafik unten.
- Amerika
- 5129 Millionen Euro
- Europa, Naher Osten und Afrika
- 6194 Millionen Euro
- Asien-Pazifik
- 3081 Millionen Euro
Daten aus dem Artikeltext
KI- und Cloud-Aufträge sowie der Ausblick
Der Umsatz mit Kunden aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und Cloud wuchs um 123 % im Jahresvergleich, und die Aufträge aus dieser Kundengruppe stiegen um 118 % auf 1,5 Milliarden Euro, wie die WirtschaftsWoche berichtet. Konzernchef Justin Hotard sagte, das Unternehmen erwarte für sein kombiniertes Geschäft mit optischer und IP-Netzwerktechnik ein Wachstum von 25 bis 30 % im Jahr 2027. Die Integration von Infinera, eines übernommenen US-Spezialisten, laufe schneller als geplant und solle bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Hotard sagte, das Wachstum insgesamt beschleunige sich, und er sei mit Blick auf den langfristigen Wert für die Aktionäre zuversichtlich. Die Nokia-Aktie hat seit Beginn des Jahres 2026 um 48 % zugelegt, wie die WirtschaftsWoche berichtet, fiel nach Veröffentlichung der Zahlen aber um mehr als 3 %.