
Früherer AEK-Angreifer Nikos Sevastopoulos stirbt mit 81 im Attikon-Krankenhaus
Nikos Sevastopoulos, der frühere Stürmer von AEK Athen, der in der Europapokalsaison 1968/1969 des Vereins traf, ist am Freitagmorgen im Attikon-Krankenhaus im Alter von 81 Jahren gestorben.
Tod in Athen
Der frühere AEK-Angreifer Nikos Sevastopoulos starb in den frühen Morgenstunden des Freitag, 2. Oktober 2026, im Attikon-Krankenhaus im Alter von 81 Jahren. In den Wochen zuvor war er wegen schwerer gesundheitlicher Probleme in kritischem Zustand im Krankenhaus behandelt worden. Geboren am 26. Februar 1945 in Tavros, einem inneren Vorort von Athen, wuchs Sevastopoulos mit Fußball auf staubigen Plätzen seines Viertels auf. Seine Familie hatte Wurzeln in Konstantinopel und hielt enge Verbindungen zu AEK Athen. Mit elf Jahren begann er seine organisierte fußballerische Ausbildung beim lokalen Verein Panthiseaikos, ehe er ein Jahr später in die Jugendakademie von AEK wechselte. Sein Weg in den Verein wurde von seinem Schwager gefördert, der damals im heimischen Stadion von AEK Eintrittskarten kontrollierte.
Früher Durchbruch und Gastspiel in Südafrika
Bei AEK etablierte sich Sevastopoulos schnell als eines der vielversprechendsten jungen Talente des griechischen Fußballs. Bis 1963 führte er AEK zur griechischen Jugendmeisterschaft und wurde regelmäßig in die griechische Jugendnationalmannschaft berufen. Zeitgenössische Sportzeitungen und Anhänger gaben ihm wegen seines dunklen Teints, seiner Wendigkeit und seiner technischen Ballbeherrschung den Spitznamen „Pele“ und stilisierten ihn als möglichen Nachfolger von Starstürmer Kostas Nestoridis. Sein offizielles Debüt in der ersten Mannschaft von AEK gab er am 13. Oktober 1963 bei einem torlosen Unentschieden gegen Iraklis in Thessaloniki. Bald darauf kam es zu internen Spannungen, als der Vereinsfunktionär Kleanthis Maropoulos ihm vorschlug, eine Stelle in einem Sportgeschäft anzunehmen, das dieser gemeinsam mit Trainer Tryfon Tzanetis betrieb. Sevastopoulos lehnte ab, um an einer Handelsschule ein Studium der Buchhaltung zu verfolgen, was zu weniger Einsatzzeit und Reibungen mit der Vereinsführung führte.
- Geboren in Tavros, Athen
- Debüt in der ersten Mannschaft von AEK gegen Iraklis
- Wechsel nach Kapstadt zu Hellenic FC
- Meldet sich zum Wehrdienst auf Zypern
- Rückkehr zu AEK Athen unter Trainer Branko Stankovic
- Trifft gegen Spartak Trnava im Viertelfinale des Europapokals
- Spielt in Kanada für Toronto an der Seite von Eusebio und Bobby Moore
- Beendet seine Profikarriere bei Vyzas Megaron
- Stirbt im Alter von 81 Jahren im Attikon-Krankenhaus in Athen
Interesse von Real Madrid und Europapokal
Nach einer viermonatigen Sperre infolge einer Auseinandersetzung in einem Spiel gegen Ethnikos verließ Sevastopoulos Griechenland, um im Ausland zu spielen. Er unterschrieb bei Hellenic FC in Kapstadt und nutzte dabei Südafrikas Ausschluss aus den FIFA-Regularien während der Apartheid. Während seines neunmonatigen Aufenthalts in Südafrika spielte er in einem Freundschaftsspiel gegen Real Madrid und traf dabei auf Stars wie Ferenc Puskas, Francisco Gento und Amancio. Real-Präsident Santiago Bernabeu sah das Spiel und bot Sevastopoulos ein Probetraining in Madrid an, doch der Angreifer entschied sich, im Dezember 1964 nach Athen zurückzukehren. Im Januar 1965 meldete er sich zum Wehrdienst, den er auf Zypern ableistete. 1968 kehrte er unter dem jugoslawischen Trainer Branko Stankovic zu AEK zurück und spielte an der Seite von Angreifer Mimis Papaioannou. In der Saison 1968/1969 verzeichnete er 18 Einsätze und vier Tore, trug zum Einzug von AEK ins Viertelfinale des Europapokals bei und traf bei einer 1:2-Auswärtsniederlage gegen Spartak Trnava.
Nordamerikanische Stationen und Leben nach dem Fußball
Sevastopoulos setzte seine Reisen später in seiner Karriere fort und kehrte für Gastspiele nach Südafrika und Rhodesien zurück, bevor er den Atlantik überquerte. 1976 unterschrieb er in Toronto in Kanada und teilte sich den Platz mit internationalen Stars wie Eusebio und Bobby Moore. Er kehrte nach Griechenland zurück, um seine Spielerkarriere bei Vyzas Megaron ausklingen zu lassen, und beendete 1981 offiziell seine Fußballlaufbahn. Abseits seiner sportlichen Karriere arbeitete Sevastopoulos jahrzehntelang als Barkeeper im Athener Hilton und verband die Gastronomiearbeit mit regelmäßigen Auftritten in Veteranen-Freundschaftsspielen.

