Andalusien löscht Niebla-Waldbrand nach 15 Tagen – 33.000 Hektar verbrannt
Einsatzkräfte in Andalusien erklärten den Niebla-Waldbrand am Freitagabend für vollständig gelöscht, nachdem die Flammen 33.000 Hektar in elf Gemeinden verbrannt hatten.
Nach zwei Wochen Kampf gelöscht
Der andalusische Dienst zur Bekämpfung von Waldbränden (Plan Infoca) erklärte den Waldbrand in Niebla am Freitag, den 21. August, um 21:00 Uhr offiziell für gelöscht. Der Brand war am Nachmittag des 6. August im Gebiet Raboconejo nahe Kilometer 13 der Straße HU-3106 in der Provinz Huelva ausgebrochen. Über fünfzehn Tage verbrannten die Flammen 33.000 Hektar in elf Gemeinden, was ihn zum größten registrierten Waldbrand in Andalusien machte. Frühere Schätzungen hatten bis zu 38.000 Hektar Schaden prognostiziert, doch innerhalb des geschätzten 210 Kilometer langen Perimeters überlebten unverbrannte Vegetationsinseln. Die Feuerwehr brachte den Brand am Donnerstag unter Kontrolle, bevor sie am Freitagabend die endgültigen Löscharbeiten abschloss. Antonio Sanz, der Erste Vizepräsident und Minister für die Präsidentschaft und Notfälle von Andalusien, bestätigte den Einsatzabschluss in den sozialen Medien.
Dies setzt diesem komplexen, schwierigen und gefährlichen Feuer ein Ende, das durch Windwechsel, das Gelände, die große verfügbare Brennstofflast, thermische Inversion und konvektive Phänomene begünstigt wurde.
- Feuer entsteht am Nachmittag in Raboconejo nahe Niebla
- Plan Infoca bringt das Feuer offiziell unter Kontrolle
- Einsatzkräfte erklären den Waldbrand für vollständig gelöscht
Umweltbilanz entlang geschützter Korridore
Das verbrannte Gebiet übertrifft die 27.800 Hektar, die 2004 beim Brand von Minas de Riotinto zerstört wurden, der zuvor als größter Waldbrand Andalusiens galt. Satellitenüberwachung bestätigte den endgültigen Fußabdruck von 33.000 Hektar, der umfangreiche Schäden an regionalen Ökosystemen verursachte. Die Flammen verbrannten etwa 80 % des Naturgebiets La Pata del Caballo, eines geschützten Areals von mehr als 7.000 Hektar zwischen Escacena del Campo und Paterna del Campo. Diese Schutzzone dient als wichtiger ökologischer Korridor, der den Nationalpark Doñana und die Landschaft des Condado mit den Ausläufern der Sierra de Aracena und der Picos de Aroche verbindet. Der Verlust der Vegetationsdecke entlang dieses Korridors stellt langfristige Herausforderungen für die regionale Vernetzung der Tierwelt und die Stabilität der Wassereinzugsgebiete dar.
- Niebla (2026)
- 33000 ha
- Minas de Riotinto (2004)
- 27800 ha
Evakuierungen und Notfallmaßnahmen
Extremes Brandverhalten und unberechenbare Windänderungen zwangen die Einsatzkoordinatoren, während der Spitzenaktivität alle paar Stunden die Bekämpfungsstrategien zu ändern. Der Brand veranlasste die Evakuierung von mehr als 700 Einwohnern aus Dörfern und Weilern in den Provinzen Huelva und Sevilla. Die Flammen drangen nach Osten in die Provinz Sevilla vor, erreichten Gebiete nahe El Madroño und Aznalcóllar und betrafen auch Gegenden um Berrocal in Huelva. Auf dem Höhepunkt des Einsatzes wurden fast 800 Einsatzkräfte an die Frontlinien entsandt, darunter Infoca-Spezialisten, die Militärische Notfalleinheit (UME) und Gemeindefeuerwehrverbände aus Huelva und Sevilla. Bodentruppen gingen am Donnerstag mit 21 Einsatzkräften und zwei Löschfahrzeugen zu Nachlöscharbeiten über, um verbleibende Glutnester zu löschen, bevor der endgültige Einsatz beendet wurde.
Agrarhilfe und Wiederaufbaupläne
Nachdem die aktiven Flammen gelöscht waren, verlagerten die Regionalbehörden ihren Fokus auf wirtschaftliche Hilfen und die landwirtschaftliche Wiederherstellung in den betroffenen Gemeinden. Das Regionalministerium für Landwirtschaft, Fischerei, Wasser und ländliche Entwicklung schloss sich mit dem Regionalministerium für Nachhaltigkeit und Umwelt zusammen, um eine formelle Naturkatastrophenerklärung vorzubereiten. Diese Maßnahme behebt die schweren Produktionsverluste, die örtliche Imker und extensive Viehzüchter in Huelva und Sevilla erlitten haben. Die Regionalbeamten planen, die formelle Erklärung auf der nächsten Sitzung des Regierungsrates vorzulegen, um Wiederaufbaumittel freizugeben. Die Gemeindebehörden in den elf betroffenen Gebieten haben mit der Inventarisierung von Sachschäden und der Räumung von Umkreisstraßen begonnen, um die lokale Zugänglichkeit wiederherzustellen.


