
Zwei Bergsteiger am Monte Pasubio getötet – neun Tote am Wochenende in den italienischen Alpen
Ein 26-jähriger Mann und eine 25-jährige Frau kamen am Sonntag am Monte Pasubio ums Leben und erhöhten damit die Zahl der Todesfälle beim Klettern in den italienischen Alpen an diesem Wochenende auf neun. Ein drittes Mitglied ihres Seilschafts wurde bei dichtem Nebel mit einem Hubschrauber gerettet.
Der Sturz in der Nähe der Sojo d'Uderle
Gegen Mittag des Sonntags stürzten ein 26-jähriger Mann und eine 25-jährige Frau auf der Vicenza-Seite des Monte Pasubio, im exponierten Gebiet Sojo d'Uderle, etwa 100 Meter in die Tiefe. Die drei Kletterer waren seiliert, aber das dritte Mitglied blieb am Fels gesichert und entging Verletzungen. Der Alarm wurde sofort ausgelöst, aber die Ärzte des Rettungsdienstes stellten bei ihrer Ankunft fest, dass beide jungen Kletterer an den Folgen des Aufpralls gestorben waren.
Die Bergungsarbeiten dauern noch an und sind aufgrund des Nebels in der Höhe, der die Arbeit der Retter erschwert, besonders kompliziert.
Rettung bei schlechtem Wetter
Ein Trentiner Rettungshubschrauber konnte den überlebenden Kletterer, der unter Schock stand, lokalisieren und per Seilwinde bergen und ins Krankenhaus bringen. Dichtere Nebel und widrige Bedingungen behinderten die Bergung der Leichen, die Arbeiten dauerten bis zum Nachmittag an. Die genaue Ursache des Sturzes wird noch untersucht, die Retter sammeln vor Ort Beweise.
Ein Wochenende voller Tragödien in großer Höhe
Die Todesfälle am Monte Pasubio reihen sich ein in ein Wochenende, das die italienischen Medien als schwarzes Wochenende in den Alpen bezeichnen. Am Samstag kamen sieben Kletterer bei vier verschiedenen Unfällen ums Leben: Drei Trentiner Kletterer stürzten über 400 Meter an der Nordwand des Gran Paradiso ab; zwei starben am Kuffner-Grat am Mont Maudit im Mont-Blanc-Massiv; einer auf dem Normalweg des Matterhorns (Cervino); und ein Wanderer wurde tot am Brenva-Gletscher aufgefunden. Mit den zwei Opfern vom Sonntag erreicht die Gesamtzahl der Todesfälle auf italienischen Gipfeln an diesem Wochenende neun.
- Drei Trentiner Kletterer tot nach 400-m-Sturz an der Nordwand des Gran Paradiso aufgefunden
- Zwei Kletterer am Kuffner-Grat, Mont Maudit (Mont-Blanc-Massiv) getötet
- Ein Kletterer stirbt auf dem Normalweg des Matterhorns (Cervino)
- Wanderer tot auf dem Brenva-Gletscher aufgefunden
- Zwei junge Kletterer sterben nach 100-m-Sturz am Monte Pasubio; dritter gerettet
- Gran Paradiso
- 3
- Mont Maudit
- 2
- Cervino
- 1
- Brenva-Gletscher
- 1
- Monte Pasubio
- 2


