Film & Medien · Los Angeles
Produzent verklagt Netflix auf 105 Millionen US-Dollar nach Diebstahl von unveröffentlichtem Nicolas-Cage-Film aus dessen Büro
Simon Afram behauptet, eine unverschlüsselte Festplatte mit dem Zweiter-Weltkrieg-Thriller ‚Fortitude‘ sei aus dem Netflix-Büro in Los Angeles gestohlen worden, wodurch dessen kommerzieller Wert zerstört wurde.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von rmf24.pl, Deadline, Reuters und weiteren Medien. Veröffentlicht . So entsteht er
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Kurz gefasst
Produzent Simon Afram reichte am 29. Juli vor einem Bundesgericht in Kalifornien Klage ein und fordert mindestens 105 Millionen US-Dollar von Netflix wegen des Diebstahls einer Festplatte mit dem unveröffentlichten Film ‚Fortitude‘.
Eine unverschlüsselte Masterkopie wurde am 15. Juni persönlich im Netflix-Büro in Los Angeles abgegeben, am 16. Juni vorgeführt und am 25. Juni als gestohlen gemeldet; andere gestohlene Festplatten waren leer.
Netflix bestreitet die Haftung mit der Begründung, der Film sei ohne branchenübliche Sicherheitsvorkehrungen geliefert worden, erklärt jedoch, den Diebstahl zu untersuchen und Piraterie-Seiten zu überwachen.
Die Produzenten argumentieren, der kommerzielle Wert des Films sei vernichtet; die internationale Veröffentlichungsstrategie und die Award-Kampagne seien pausiert.
- 16.06.Netflix führt interne Vorführung des Films durch
- 25.06.Netflix-Manager Sean Berney informiert die Produzenten per E-Mail, dass die Festplatte gestohlen wurde
- 29.07.Klage vor dem Bundesgericht in Kalifornien eingereicht; Schadenersatz in Höhe von 105 Millionen US-Dollar gefordert
Der Film und seine Lieferung
„Fortitude“ ist ein Spionagethriller aus dem Zweiten Weltkrieg, Regie führte Simon West, Nicolas Cage spielt den echten Doppelagenten Dusko Popov, an seiner Seite Ben Kingsley, Matthew Goode und andere. Produzent Simon Afram investierte mehr als 45 Millionen US-Dollar in die Produktion, die sieben Jahre dauerte. Im Dezember 2025 zeigte Netflix nach Erhalt von Werbematerialien Interesse, und im Juni 2026 forderte der Streamingdienst einen Arbeitsstand für eine interne Vorführung an. Am 15. Juni übergab ein Produzent persönlich eine unverschlüsselte Festplatte mit dem Film im Netflix-Büro in den Sunset Bronson Studios in Los Angeles, mit der Anweisung, die Dateien nach dem Ansehen zu löschen und Bescheid zu geben, wann die Festplatte abgeholt werden könne.
Der Diebstahl und seine Entdeckung
Netflix führte den Film etwa am 16. Juni vor. Über eine Woche lang gab das Unternehmen keine Abholanweisungen. Dann, am 25. Juni, schrieb Sean Berney, Leiter der Filmakquisition bei Netflix, den Produzenten eine E-Mail mit dem Betreff „Gestohlene PCP“:
„Das ist ein Novum für uns. Leider hat letzte Woche jemand eine ganze Reihe von Festplatten von unseren Büroschreibtischen gestohlen. Wir haben das mit unseren Sicherheitsteams durchgearbeitet, leider ohne Erfolg. Unsere Piraterie-Teams sind wegen des Vorfalls in höchster Alarmbereitschaft und werden überwachen.“
Die E-Mail deutete darauf hin, dass Netflix bis zu einer Woche von dem Diebstahl wusste, ohne die Filmemacher zu informieren. Eine Quelle bei Netflix sagte später, die anderen gestohlenen Festplatten seien leer gewesen. Die Klage behauptet, Netflix habe gewusst, dass die Festplatte unverschlüsselt war und ohne Schlüssel geöffnet, kopiert oder verbreitet werden konnte, im Widerspruch zu Berneys Versicherung, sie werde wahrscheinlich „als Schrott verkauft“, weil ein Schlüssel nötig sei.
Rechtliche Forderungen
Afram und seine Firma Op-Fortitude Limited reichten am 29. Juli Klage vor dem US-Bezirksgericht in Los Angeles ein und fordern mindestens 105 Millionen US-Dollar Schadenersatz. Die Beschwerde argumentiert, der Wert des Films sei „vernichtet“, weil kein Verleiher einen Film kaufen werde, der jederzeit auf Piraterie-Seiten auftauchen könne. In der Klageschrift heißt es:
„Durch seinen unsachgemäßen Umgang mit dem Film und die anschließende Gleichgültigkeit hat Netflix die Investition der Kläger von über 45 Millionen US-Dollar und den erheblichen Wert des Films selbst gefährdet. Netflix hat dem Film, seiner Besetzung und seinen Machern zudem die Möglichkeit genommen, ihr Werk auf den Markt zu bringen und die Anerkennung zu erhalten, die eine ordnungsgemäß vermarktete weltweite Veröffentlichung wahrscheinlich hervorgebracht hätte.“
Die Produzenten werfen Netflix außerdem vor, sich zu weigern, mitzuteilen, ob eine Strafanzeige erstattet wurde, und die Einbeziehung des Los Angeles Police Department abzulehnen, nachdem die Filmemacher selbst Anzeige erstattet hatten.
Verteidigung von Netflix
Netflix bestreitet die Haftung. Ein Unternehmenssprecher erklärte:
„Netflix bestreitet jegliche Behauptung, dass es das Verlustrisiko für einen Film trägt, der ohne die üblichen branchenüblichen Sicherheitsvorkehrungen geliefert wurde. Wir besitzen zwar nicht die Rechte an ‚Fortitude‘, aber wir nehmen die Sicherheit von Inhalten ernst und haben zusätzliche Maßnahmen ergriffen, um den Filmemacher und sein Team zu unterstützen.“
Zu diesen Maßnahmen gehören eine gründliche Untersuchung und die Überwachung bekannter Piraterie-Seiten auf unerlaubte Verbreitung. Netflix erklärte außerdem, es habe sich geweigert, Einzelheiten der Untersuchung mit Aframs Anwälten zu teilen, und bezeichnete deren Vorgehen als „feindselige Versuche, von Netflix Geld in dieser Angelegenheit zu erpressen … anstatt in gutem Glauben mit uns zusammenzuarbeiten.“
Auswirkungen auf den Film
Die Klage sagt, jeder künftige Verkauf von „Fortitude“ sei nun gefährdet, und die Produzenten haben ihre internationale Veröffentlichungsstrategie und die Award-Kampagne pausiert. Der Film, der auf der wahren Geschichte von britischen Geheimdienstagenten basiert, die mit strategischen Operationen die Nazi-Führung täuschten, hatte noch keinen Verleiher. Mit der fehlenden Masterkopie und dem Risiko der Piraterie argumentieren die Produzenten, ihre siebenjährige Investition sei praktisch zunichte gemacht worden.
Fragen zu diesem Text
Quellen und Kontext
- Nicolas Cage
- Schauspieler, der in ‚Fortitude‘ Dusko Popov spielt
- Simon West
- Regisseur von ‚Fortitude‘
- Orte
- Los Angeles, London
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