Die polnische Staatsanwaltschaft forderte Präsident Karol Nawrocki am 3. September 2026 auf, einen geeigneten Zeitpunkt und Ort für ein Zeugengespräch zu benennen. Die Ermittlungen, die von einer eigens eingerichteten Taskforce zu den Folgen von Entscheidungen neu ernannter Richter geführt werden, betreffen die Weigerung, vier Verfassungsrichter in ihr Amt einzuführen. Vor Journalisten vor dem Präsidentenpalast in Warschau bestätigte Nawrocki, dass er sich dem Gespräch stellen werde, und betonte, dass er dieselben Pflichten habe wie jeder andere Bürger des Landes.
„Ich bin ein Bürger, genau wie jeder andere Bürger der Republik Polen.“
Der Rechtsstreit dreht sich um sechs Richter, die vom Sejm im März 2026 in das Verfassungsgericht gewählt wurden. Nawrocki vereidigte Magdalena Bentkowska und Dariusz Szostek am 1. April 2026 und ermöglichte ihnen so die Aufnahme ihrer Ämter. Die vier übrigen Kandidaten – Marcin Dziurda, Krystian Markiewicz, Anna Korwin-Piotrowska und Maciej Taborowski – wurden jedoch nicht vereidigt. Die vier nicht vereidigten Richter legten daraufhin im Parlament einen Eid in der Formulierung „vor dem Präsidenten“ ab, obwohl Nawrocki nicht anwesend war. Der Präsident des Verfassungsgerichts, Bogdan Święczkowski, erklärte, er könne diese vier Personen nicht zur Rechtsprechung zulassen, da sie nie formell vom Staatsoberhaupt vereidigt worden seien.
Daten aus dem Artikeltext
Die Staatsanwaltschaft leitete die formellen Ermittlungen am 21. April 2026 ein, nachdem sie eine Anzeige von Bentkowska und Szostek erhalten hatte. Die Pressesprecherin der Generalstaatsanwaltschaft, Anna Adamiak, erklärte, die Staatsanwälte hielten Nawrockis Aussage für notwendig, um alle tatsächlichen Umstände zu klären und eine strafrechtliche Bewertung des Falles abzuschließen. Die Ermittlungen untersuchen, ob Amtsträger dem Präsidenten dabei halfen, seinen gesetzlichen Pflichten nicht nachzukommen, indem sie behaupteten, die Verweigerung der Vereidigung sei rechtmäßig gewesen. Die Ermittler prüfen zudem mögliche Pflichtverletzungen durch Mitarbeiter des Verfassungsgerichts sowie den Vorwurf anhaltender Verstöße gegen die Arbeitsrechte der vier Richter durch die Vorenthaltung von Gehältern, Arbeitsverträgen und der Zuweisung von Fällen.
Nawrocki sagte Reportern, dass er alle präsidialen Entscheidungen persönlich treffe und dies den Ermittlern im Gespräch auch direkt mitteilen werde. Er bezeichnete die Zunahme staatsanwaltschaftlicher Verfahren gegen sein Amt als Belastung für die Regierungskoalition, nicht für seine Präsidentschaft, und erklärte, dass nationale und internationale Regierungsgeschäfte Vorrang vor Streitigkeiten hätten, die vom Justizminister ausgingen. Nawrocki verwies auf einen früheren Fall, in dem er während eines zweistündigen Gesprächs Fragen beantwortete, bevor die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen einstellte. Der genaue Termin und Ort für die neue Vernehmung stehen jedoch noch nicht fest.
„Ich werde den Staatsanwalt sicherlich zu einem Gespräch einladen, und er wird von mir hören, dass ich alle Entscheidungen persönlich treffe.“
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Die Staatsanwaltschaft forderte Karol Nawrocki auf, einen Termin und Ort für seine Zeugenaussage zu seiner Weigerung, vier Verfassungsrichter zu vereidigen, zu benennen.
KI-Text auf Grundlage von Berichten von oko.press, www.gazetaprawna.pl, Nasz Dziennik und weiteren Medien. Veröffentlicht .