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Fußball·vor 3 Std.

13 WM-Nationen weisen Kritik des UEFA-Präsidenten am 48-Team-Format als „zutiefst enttäuschend“ zurück

Fußballverbände aus 13 Ländern, darunter die Debütanten Kap Verde, Curaçao und Usbekistan, haben sich in einer gemeinsamen Erklärung gegen Aleksander Ceferins Beschreibung einiger Spiele als „völlig uninteressant“ gewandt.

Ceferins Äußerungen

Aleksander Ceferin, Präsident der UEFA, soll auf einer Konferenz in Laibach, Slowenien, erklärt haben, dass die Aufstockung der Weltmeisterschaft von 32 auf 48 Teams zu einem Übermaß an uninteressanten Spielen führe. Das slowenische Medium Delo zitierte ihn mit den Worten:

Wir haben viele Spiele, die völlig uninteressant sind.

Er räumte auch ein, dass das Format kleineren Nationen die Teilnahme ermögliche und ihnen das WM-Flair näherbringe, was er als „etwas Großes“ bezeichnete.

13 Verbände wehren sich

Am Sonntag veröffentlichten 13 Fußballverbände – Kap Verde, Curaçao, Usbekistan, DR Kongo, Haiti, Algerien, Tunesien, Marokko, Ägypten, Ghana, Senegal, die Elfenbeiküste und Südafrika – eine gemeinsame Erklärung, in der sie ihre „tiefe Enttäuschung“ zum Ausdruck brachten. Sie wiesen Ceferins Einordnung ihrer Spiele als weniger bedeutsam zurück. Ein niederländischer Bericht nannte Jordanien als weiteren Mitverfasser, was die Zahl auf 14 erhöht hätte; die veröffentlichte Erklärung selbst führte jedoch 13 Unterzeichner auf.

„Es gibt kein unwichtiges Spiel“

Die Verbände erklärten, dass für ihre Länder jedes WM-Spiel eine enorme Bedeutung habe:

Für unsere Länder gibt es kein unwichtiges WM-Spiel.

Gemeinsame Erklärung von 13 WM-Verbänden
Sie hoben den historischen Charakter der Qualifikation für Kap Verde, Curaçao und Usbekistan hervor, die allesamt zum ersten Mal teilnehmen, sowie die lang erwartete Rückkehr der DR Kongo (seit 1974 abwesend) und Haitis.

Zu behaupten, diese Spiele seien irgendwie weniger wichtig, ist zutiefst enttäuschend und verkennt die Bemühungen, Opfer und Hoffnungen von Spielern, Trainern, Vereinen, Fußballfunktionären und Fans auf der ganzen Welt.

Gemeinsame Erklärung von 13 WM-Verbänden

Betonung der Universalität des Fußballs

Die Erklärung unterstrich, dass der Fußball nicht einer ausgewählten Gruppe von Nationen gehöre; seine Stärke liege in seiner Universalität:

Jede Nation, die sich qualifiziert, verdient Respekt. Jedes Team hat sich seinen Platz verdient. Jeder Anhänger hat das Recht zu träumen. Jedes Spiel hat eine Bedeutung für Millionen von Menschen auf der ganzen Welt.

Gemeinsame Erklärung von 13 WM-Verbänden
Abschließend bekräftigte sie, dass das Wachstum des Fußballs weiterhin Chancen schaffen und den globalen Charakter des Spiels stärken müsse.

Ein laufendes Turnier

Die Kontroverse brach aus, während die Weltmeisterschaft 2026, die von den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada gemeinsam ausgerichtet wird, bereits im Gange war. Curaçao gab am Sonntag sein Debüt gegen Deutschland. Das auf 48 Teams aufgestockte Turnier umfasst 104 Spiele und läuft bis zum 19. Juli. Es ist die erste Aufstockung seit der Endrunde 1998, als die Zahl von 24 auf 32 Teams erhöht wurde. Die UEFA hatte sich zum Zeitpunkt der Berichterstattung weder zu Ceferins Äußerungen noch zu der gemeinsamen Erklärung geäußert.

Ljubljana

6 Quellen

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