
Griechische Polizei verhaftet neun Mitglieder des Mykonos-Drogenrings und beschlagnahmt Pinkes Kokain sowie Bargeld
Die griechischen Behörden haben am 21. August 2026 auf Mykonos neun mutmaßliche Bandenmitglieder und einen Käufer festgenommen und ein Vertriebsnetz aufgedeckt, das Touristentransporter zum Verkauf von Pinkem Kokain und anderen Betäubungsmitteln nutzte.
Morgenrazzia auf Mykonos
Beamte der Unterdirektion für Drogenbekämpfung der Direktion zur Bekämpfung der Organisierten Kriminalität haben am Morgen des 21. August 2026 bei einer Operation auf Mykonos ein Drogenhandelsnetzwerk zerschlagen. Die Aktion wurde von Spezialeinsatzkräften der Unterdirektion für Information und Spezialaktionen unterstützt. Die Polizei nahm neun mutmaßliche Mitglieder des Rings sowie einen 22-jährigen Mann fest, der wegen separatem Drogenbesitzes in Gewahrsam genommen wurde. Die Ermittler identifizierten die Verdächtigen und ihre Vorgehensweise durch Profilerstellung, Informationssammlung und abgeglichene Daten, die bei Sommerkontrollen auf den Ägäisinseln gesammelt wurden. Die griechische Polizei schätzte den erwarteten finanziellen Gewinn aus den beschlagnahmten Betäubungsmitteln und sichergestellten Geldern auf über 170.000 Euro. Die Akte wurde den zuständigen Justizbehörden vorgelegt.
Organisationshierarchie und Van-Netzwerk
Die Ermittlungen ergaben eine klare Arbeitsteilung innerhalb der Gruppe. Ein 35-jähriger türkischer Staatsbürger fungierte als Anführer und koordinierte den Drogeneinkauf, die Logistik nach Mykonos, die Verpackung, die Versorgung der Mitglieder, die Kundenakquise und den Geldeinzug. Er lagerte die illegalen Substanzen in seiner Wohnung zusammen mit einem engen Vertrauten, einem 35-jährigen moldauischen Staatsbürger, der bei der Lagerung, dem Drogenvertrieb, der Kundengewinnung und der Bargeldabwicklung half. Eine 54-jährige Türkin fungierte als Kassenwartin der Gruppe, verwahrte die Erlöse und transportierte die Gewinne von Mykonos nach Athen.
- Wegen Kokainbesitzes durch die Sicherheitsabteilung Kolonos angeklagt
- Wegen aggressiver Kundenanwerbung durch die Polizei von Mykonos angeklagt
- Wegen Besitzes von Rohhanf durch die Kriminalermittlungsabteilung Omonia angeklagt
- Bei einer Morgenrazzia von Beamten der organisierten Kriminalität auf Mykonos festgenommen
Das Netzwerk stützte sich stark auf Personentransportdienste, um an Touristenkunden zu gelangen. Ein 34-jähriger griechischer Fahrer nutzte seinen Zugang zu Fahrgästen in privaten Kleinbussen, um potenzielle Käufer zu identifizieren. Fünf weitere periphere Mitglieder im Alter von 24, 28, 29, 32 und 34 Jahren nutzten ebenfalls ihre Positionen als Transportfahrer oder Fahrzeugbegleiter, um Käufer anzuwerben, Drogen zu transportieren und Bargeldeinnahmen zu verwahren. Das Netzwerk bestand aus griechischen, türkischen, moldauischen, albanischen und algerischen Staatsangehörigen.
Beschlagnahmte Betäubungsmittel und Vermögenswerte
Durchsuchungen von Wohnungen auf Mykonos und in der Region Attika förderten eine Vielzahl illegaler Substanzen zutage, die für den Einzelhandel verpackt waren. Die Beamten beschlagnahmten 359,5 Gramm Kokain, 155,2 Gramm Pinkes Kokain, 58,3 Gramm MDMA, 277,8 Gramm Rohhanf, 113 Ecstasy-Tabletten und vier Cannabis-Verdampfer.
- Kokain
- 359.5 g
- Rohhanf
- 277.8 g
- Pinkes Kokain
- 155.2 g
- MDMA
- 58.3 g
Die Polizei stellte außerdem zwei elektronische Präzisionswaagen, mehrere Nylonverpackungen und 12 Mobiltelefone sicher, die für Transaktionen genutzt wurden. Zusätzlich zu den Betäubungsmitteln beschlagnahmten die Behörden eine Pistole mit Magazin, sieben Personenkraftwagen und ein Motorrad. Ein sichergestellter Safe enthielt Bargeld in mehreren Währungen, darunter 80.950 Euro, 9.477 US-Dollar, 640 Britische Pfund und zwei Gold-Sovereign-Münzen.
Hintergründe der Verdächtigen und rechtliche Schritte
Vier der Festgenommenen waren den griechischen Strafverfolgungsbehörden bereits bekannt. Der 35-jährige türkische Anführer war zuvor 2022 von der Sicherheitsabteilung Kolonos wegen Kokainbesitzes, 2023 von der Polizeidienststelle Mykonos wegen aggressiver Kundenanwerbung und im Februar 2026 von der Kriminalermittlungsabteilung Omonia wegen Besitzes von Rohhanf angeklagt worden. Zu den peripheren Mitgliedern gehörte der 28-jährige albanische Staatsbürger mit Vorstrafen wegen Verkehrsdelikten und versuchten Diebstahls sowie der 24-jährige Grieche mit einer Vorgeschichte von Sachbeschädigung und Brandstiftung. Die Festgenommenen sollen dem Staatsanwalt vorgeführt werden.


