
Mutter aus Barcelona bestreitet, Missbrauch ihres sechs Wochen alten Babys gesehen zu haben, während Gericht Vater zum zweiten Mal in Haft behält
Eine Mutter aus Barcelona sagte am 23. Juli 2026 zum zweiten Mal aus und bestritt, dass ihr Partner ihren Säugling misshandelt habe, während die Audiencia de Barcelona den jüngsten Antrag des Vaters auf Haftentlassung ablehnte.
Zweite Aussage der Mutter
Die Mutter eines sechs Wochen alten Babys, das in Barcelona schwere Verletzungen erlitt, erschien am 23. Juli 2026 zum zweiten Mal vor dem Richter. Ihre Aussage dauerte mehr als zwei Stunden, in denen sie Fragen aller Parteien beantwortete. Sie blieb dabei, dass sie nie gesehen habe, wie ihr Partner das Kind misshandelte, und betonte, sie hätte es sofort gemeldet, wenn sie es gesehen hätte.
Wenn ich es gesehen hätte, hätte ich es gemeldet.
Sie räumte ein, dass der Vater das Baby mit „Ungeschicklichkeit und mangelnder Zuneigung“ behandelte und bezeichnete ihn als „manazas“ (ungeschickt). Die Mutter, von Beruf Krankenschwester, sagte, sie habe sich noch von der Geburt erholt und viele Stunden geruht, sodass der Vater die Hauptbetreuung übernahm.
Medizinische Beweise und Verletzungen
Das Baby wurde Anfang Februar 2026 geboren und am 16. März mit einem gebrochenen Oberschenkelknochen auf die Intensivstation des Vall d'Hebron-Krankenhauses eingeliefert. Die Ärzte stellten zudem Brüche an fünf Rippen, Schläge auf Kopf, Nase und Genitalien sowie einen großen Analfissur fest. Das medizinische Personal des Vall d'Hebron sagte aus, dass die Verletzungen traumatisch, nicht unfallbedingt und die schwersten seien, die sie in ihrer Karriere gesehen hätten.
Die Verletzungen waren traumatisch, nicht unfallbedingt und deuteten auf Kindesmissbrauch hin.
Vor der Krankenhauseinweisung war das Baby in mehreren medizinischen Einrichtungen vorgestellt worden: am 1. März im Hospital del Mar, am 7. März im Sant Joan de Déu und am 10. März im CAP Roger de Flor. Die Mutter behauptete, sie habe die Ärzte über die Analprobleme des Babys informiert, aber etwa zehn medizinische Zeugen gaben an, dass sie dieses spezifische Problem nie erwähnt habe.
Vater bleibt in Haft
Die Audiencia de Barcelona lehnte am 23. Juli den Antrag des Vaters auf Haftentlassung ab – zum zweiten Mal. Das Gericht verwies auf „solide Beweise“ für anhaltenden Missbrauch, Anklagen wegen schwerer Körperverletzung und sexuellen Übergriffs sowie Fluchtgefahr angesichts der Schwere der möglichen Strafe. Der Vater befindet sich seit seiner Festnahme am 16. März 2026 in Untersuchungshaft. Die Mutter wurde im Mai 2026 freigelassen.
Internetrecherchen und Widersprüche
Ermittler extrahierten Daten vom Mobiltelefon der Mutter, die Suchanfragen Wochen vor der Festnahme zeigten. Sie suchte nach Informationen über Analfissuren und andere Gesundheitszustände. Sie schrieb auch Nachrichten wie „Mein Partner kann nicht mit dem Baby umgehen“, „Mein Partner behandelt mein Baby nicht gut“ und machte ein Foto von einem blauen Fleck auf der Wange des Babys. Die Mutter gab die Suchanfragen zu, sagte aber, sie sei lediglich um die Gesundheit des Babys besorgt gewesen. Justizkreise stellten mehrere Widersprüche in ihrer Aussage fest.
Ich wünschte, sie hätten es mir gesagt.
Dies sagte sie auf die Frage, warum sie nicht früher die Behörden alarmiert habe, und bezog sich dabei auf die Ärzte, die sie aufgesucht hatte.
Wie es weitergeht
Das Baby befindet sich nun bei einer Pflegefamilie. Die Verteidigung der Mutter hat ein Besuchsrecht beantragt, die Staatsanwaltschaft wird jedoch Einspruch erheben. Die Ermittlungen der Mossos d'Esquadra dauern an, und weitere Telefondaten werden ausgewertet.
- Baby in Barcelona geboren
- Erster Notfallbesuch im Hospital del Mar wegen Unwohlseins und Erbrechens
- Zweiter Besuch im Sant Joan de Déu wegen leichtem Fieber
- Besuch im CAP Roger de Flor; Überweisung ins Hospital de Sant Pau für Tests
- Baby mit gebrochenem Oberschenkelknochen auf Intensivstation des Vall d'Hebron eingeliefert; Eltern festgenommen
- Mutter aus Untersuchungshaft entlassen
- Gericht in Barcelona lehnt ersten Antrag des Vaters auf Haftentlassung ab
- Audiencia de Barcelona lehnt Berufung des Vaters ab; Mutter sagt zum zweiten Mal aus


