Muslera-Patzer schickt Uruguay raus – Kap Verde erreicht WM-Achtelfinale
Ein katastrophaler Fehler von Torwart-Legende Fernando Muslera bescherte Spanien einen 1:0-Sieg und eliminierte Uruguay in der Gruppenphase der WM 2026, während Kap Verde mit dem dritten torlosen Unentschieden einen historischen Platz im Achtelfinale sicherte.
Spanien müht sich weiter
Spanien kontrollierte den Ball, kreierte aber wenig, bis in der 42. Minute ein Geschenk kam. Marcos Llorente flankte von rechts, Alex Baena nahm den Ball auf und seinen harmlosen Schuss aus etwa dreizehn Metern ließ Fernando Muslera direkt ins Netz fallen. Das Tor reichte, um Luis de la Fuentes Team als Sieger der Gruppe H durchzubringen.
- Lamine Yamal legt auf Mikel Oyarzabal ab, aber der Schuss geht daneben.
- Alex Baena trifft, nachdem Fernando Muslera einen harmlosen Schuss fallen lässt.
- Manuel Ugarte mit einer Knieverletzung auf einer Trage vom Feld gebracht.
- Halbzeit: Muslera wird durch Sergio Rochet ersetzt.
- Agustín Canobbio wegen eines Fouls vom Platz gestellt.
Ein Albtraum für Muslera
Der 40-jährige Uruguayer, der bei seiner fünften WM antrat, erlebte ein Turnier zum Vergessen. Er war an allen vier Gegentoren seiner Mannschaft in der Gruppe schuld – ein verschütteter Ball gegen Saudi-Arabien, ein Freistoß, den er gegen Kap Verde hätte halten müssen, ein überstürzter Ausflug aus seinem Strafraum, der im selben Spiel ein leeres Tor hinterließ, und schließlich der entscheidende Patzer gegen Spanien. Cheftrainer Marcelo Bielsa wechselte ihn in der Halbzeit aus und brachte Sergio Rochet. Es war das erste Mal seit 1994, dass ein Torwart aus nicht-verletzungsbedingten Gründen in der Pause bei einer WM ausgewechselt wurde (Bulgariens Boris Michailow).
Ugarte erleidet schwere Verletzung
In derselben Spielszene, die zum Tor Spaniens führte, erlitt Uruguay einen weiteren Schlag. Mittelfeldspieler Manuel Ugarte kollidierte mit einem Teamkollegen, sein Knie knickte unnatürlich ab. Er konnte nicht weitermachen und wurde auf einer Trage vom Feld gebracht, was die Stimmung bei den Südamerikanern weiter trübte.
Kap Verde schreibt Geschichte
Während Uruguays Kampf auseinanderfiel, sicherte sich Kap Verde ein 0:0-Unentschieden gegen Saudi-Arabien und belegte damit den zweiten Platz in der Gruppe. Die WM-Debütanten holten drei Punkte aus drei torlosen Unentschieden – ihre disziplinierte Defensivleistung bescherte ihnen auf Kosten der ehemaligen zweimaligen Weltmeister einen unwahrscheinlichen Platz im Achtelfinale.
Frustration kocht über
Uruguays Leid wurde tief in der Nachspielzeit noch verstärkt, als Agustín Canobbio nach einem brutalen Foul die Rote Karte sah. Es war der letzte Akt einer Kampagne, die mit hohen Erwartungen begann, aber in Feindseligkeit endete, wobei Berichte über Spannungen zwischen Bielsa und seinen Spielern die Leistungen des Teams überschatteten.


