
Florentino Pérez verspricht Rückkehr von Mourinho – Präsidentschaftswahl bei Real Madrid geht in die entscheidende Phase
Florentino Pérez hat bestätigt, dass José Mourinho als Trainer zu Real Madrid zurückkehren würde, falls er die Präsidentschaftswahl des Klubs am Sonntag gewinnt. Der Herausforderer Enrique Riquelme kontert mit Versprechungen, Rodri und Erling Haaland zu verpflichten.
Die Wahlkampfankündigung
Florentino Pérez gab seine Wahlkampfankündigung am Mittwochabend mit einem 15-sekündigen Video bekannt, das auf seinem offiziellen Wahlkampfaccount veröffentlicht wurde. Der Clip zeigt José Mourinho in einem Real-Madrid-Trikot, der in die Kamera lächelt und ein einziges Wort sagt: „Sí.“ Das Video beginnt mit dem Satz „Mientras en la tele, hablan y hablan y hablan“ („Während sie im Fernsehen reden, reden und reden“) und trägt den Slogan „So MOUch history to be made“, ein Wortspiel mit dem Namen des portugiesischen Trainers.
Während sie im Fernsehen reden, reden und reden…
Die zeitliche Abstimmung war strategisch: Das Video wurde auf Antena 3 und Telecinco ausgestrahlt, genau als Pérez‘ Wahlrivale Enrique Riquelme in der Sendung El Hormiguero interviewt wurde.
Riquelmes Gegenangebot
Während seines Fernsehauftritts machte Riquelme eigene hochkarätige Zusagen. Er erklärte, dass Manchester Citys Mittelfeldspieler und spanischer Nationalmannschaftskapitän Rodri seine erste Verpflichtung wäre, falls er gewählt würde. „Ich kann es nicht deutlicher sagen: Wenn ich Präsident bin, wird Rodri für Real Madrid spielen“, sagte er. Riquelme gab außerdem an, Manchester Citys Stürmer Erling Haaland verpflichten zu wollen, und dass der frühere Real-Madrid-Stürmer Raúl sein Sportdirektor sein würde.
Ich kann es nicht deutlicher sagen: Wenn ich Präsident bin, wird Rodri für Real Madrid spielen.
Was das Traineramt betrifft, versprach Riquelme einen „Superstar-Trainer“, ohne einen Namen zu nennen, und erklärte, er werde „den größten Trainer, den man sich vorstellen kann“ zum Klub bringen.
Die KI-Kontroverse
Das portugiesische Medienportal Record berichtete, dass Mourinho nach der Veröffentlichung des Videos seinen derzeitigen Klub Benfica kontaktiert habe, um zu erklären, dass er kein Filmmaterial in einem Real-Madrid-Trikot aufgenommen habe und das Video mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt worden sei. Derselbe Bericht behauptet, Real Madrid habe dem portugiesischen Klub „schriftlich mitgeteilt“, dass es nächste Woche 15 Millionen Euro für Mourinho zahlen werde, falls Pérez die Wahl gewinne.
Pérez‘ Wahlprogramm
Über die Mourinho-Ankündigung hinaus beinhaltet Pérez‘ Wahlkampf das Versprechen von mindestens fünf neuen Verpflichtungen. Zu den Namen, die mit seinem Projekt in Verbindung gebracht werden, gehören Liverpools Verteidiger Ibrahima Konaté, der ablösefrei kommen würde, und Inter Mailands Denzel Dumfries, der rund 25 Millionen Euro kosten würde. Pérez hat zudem vorgeschlagen, einen 5-Prozent-Anteil am Klub zu verkaufen – ein Plan, den Riquelme als Versuch charakterisiert, Real Madrid zu privatisieren. Pérez weist diese Charakterisierung zurück und argumentiert, dass dies den Mitgliedern wirtschaftliches Eigentum verleihen würde, ohne die Kontrolle abzugeben.
Wenn die Mitglieder irgendwann beschließen, einen Investor mit maximal 5 % ins Boot zu holen, um den Klub zu bewerten, dann wird diese Marke, global oder was auch immer, den Klub weder führen noch an irgendeiner seiner Entscheidungen beteiligt sein. Das ist keine Privatisierung, sondern das Gegenteil: Es gibt den Mitgliedern das wirtschaftliche Eigentum am Klub.
Die Bedeutung der Wahl
Es ist die erste umkämpfte Präsidentschaftswahl bei Real Madrid seit 20 Jahren. Der 79-jährige Pérez strebt eine weitere Amtszeit an, nach einer enttäuschenden nationalen Saison, in der Barcelona zwei Meistertitel in Folge holte. Real Madrid, 15-maliger Champions-League-Sieger, ist in den letzten beiden Spielzeiten im Viertelfinale aus dem wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb ausgeschieden. Mourinho trainierte Real Madrid bereits von 2010 bis 2013 und gewann dabei einen Ligatitel, eine Copa del Rey und einen spanischen Supercup; zudem erreichte er drei Mal in Folge das Halbfinale der Champions League. Seit seinem Abschied von Chelsea im Jahr 2015 gewann er mit Manchester United den Ligapokal und die Europa League sowie mit der AS Rom die Conference League. Er hat bei Benfica noch einen Vertrag bis Juni 2027.
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Die Wahl findet am Sonntag, dem 7. Juni, statt.


