
Mont Blanc mit 4.807,47 Metern vermessen – 1,88 Meter höher als 2023
Vermesser in Haute-Savoie haben den Alpengipfel im September 2026 mit 4.807,47 Metern gemessen, 1,88 Meter mehr als bei der Messung von 2023. Die Veränderung spiegelt vor allem die Mächtigkeit der Schnee- und Eisschicht wider, die auf dem Felsgipfel liegt.
Eine neue Messung nach drei Jahren
Vermesser der Kammer der Geometer von Haute-Savoie haben den Mont Blanc im September 2026 vermessen und den Gipfel auf 4.807,47 Meter bestimmt. Der Wert liegt 1,88 Meter über der Messung von 2023, Frankreichs höchster Berg hat also in drei Jahren knapp zwei Meter zugelegt. Die Ergebnisse wurden am Mittwoch, dem 14. Oktober, auf einer Pressekonferenz in Saint-Gervais vorgestellt, der französischen Gemeinde, in der der Gipfel liegt. Die jüngste Geländearbeit datiert laut den Berichten vom 17. September.
- Vermesser aus Haute-Savoie beginnen mit regelmäßigen Messkampagnen
- Gipfel mit 4.807,81 Metern verzeichnet
- Gipfel mit 4.805,59 Metern verzeichnet
- Jüngste Geländearbeit ergibt 4.807,47 Meter
Was die Zahl misst
Der Gipfel ist ein Felsgipfel von rund 4.792 Metern, und die angegebene Höhe schließt eine Schnee- und Eisschicht ein, die darauf liegt. Diese Schicht verändert sich von Jahr zu Jahr, je nach Wind, Schneefall, Sonnenschein und der Witterung der Monate vor jeder Vermessung. Seit 2001 nehmen die Vermesser Messungen vor und veröffentlichen sie alle zwei bis drei Jahre. Jean des Garets, Präsident der Kammer der Vermesser von Haute-Savoie, sagte auf der Pressekonferenz, der Gipfel sei ständig in Bewegung.
Der Gipfel verschiebt sich ständig.
Er betonte, dass eine einzelne Messung für sich genommen wenig aussage. Der Wert liege in einer langen Datenreihe, die über die Zeit analysiert werden könne, weshalb die Vermesser die Arbeit immer wiederholten.
Jede einzelne Messung ist für sich genommen nicht aussagekräftig.
Frühere Messungen und Rundung
Frühere Vermessungen zwischen 2000 und 2010 ergaben Werte um 4.810 Meter. 2021 wurde der Gipfel mit 4.807,81 Metern verzeichnet, 2023 dann mit 4.805,59 Metern, der Gipfel hat sich innerhalb der Messreihe also sowohl nach oben als auch nach unten bewegt. Die Kampagnen begannen 2001, als der Gipfel mit 4.810,40 Metern gemessen wurde.
- 2021
- 4807.81 m
- 2023
- 4805.59 m
- 2026-09
- 4807.47 m
In der Populärkultur und auf Kugelschreibern, die unter demselben Namen verkauft werden, wird die Höhe weiterhin auf 4.810 Meter gerundet. Des Garets verteidigte diese Praxis: Die Messwerte schwankten von einem Jahr zum nächsten um mehrere Meter, eine Rundung auf den nächsten Zehner sei daher „durchaus vernünftig“. Der jüngste Wert liege nahe an dem Wert, den die Vettern Vallot Ende des 19. Jahrhunderts ermittelt hätten, so die Vermesser.
Was Glaziologen sehen
Luc Moreau, ein Glaziologe, der an der Pressekonferenz teilnahm, sagte, der Gipfel habe sich unter dem Einfluss der Erwärmung bislang kaum verändert. Er begrüßte die Messreihe, die es Wissenschaftlern ermögliche, die Entwicklung des schneebedeckten Gipfels auch künftig zu beobachten.
Es ist noch kalt; das Klima hat ihn bisher kaum verändert.
Die Vermesser warnten zudem, die Schneedecke reagiere auf viele Faktoren zugleich, darunter Akkumulation, Niederschlag, Wind, die Umverteilung von Schnee, Temperaturen und Sonnenschein, sodass keine einzelne Messung als Trend gewertet werden dürfe. Das Team aus Haute-Savoie will seine Ergebnisse weiterhin alle zwei bis drei Jahre veröffentlichen.